Eisbären

Eisbären in der Goldspur

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Es waren nur die Eisbären, die am vergangenen Freitag
in der Goldstadt Pforzheim glänzten. Am Ende stand ein
souveräner 0:6-Auswärtserfolg für die Mannschaft von
Trainer Kai Sellers über den Aufsteiger Blue Gold Stars
zu Buche. Ein Ergebnis, das auch in dieser Höhe
vollauf in Ordnung geht.

Allerdings taten sich die Polartiere in den Anfangsminuten
sichtlich schwer gegen den Neuling. Es dauerte bis zur Mitte
des ersten Abschnitts, bis die Kätchenstädter ein Mittel gegen
die gute Defensivarbeit der Hausherren fanden. Patrick
Luschenz war es, der den Bann in Minute 9 brach. Als nur eine
Minute später Leontin Kreps zum 0:2 nachlegte, konnte
Pforzheim nicht mehr zulegen. Zu fest hatten die Eisbären
Puck und Gegner unter Kontrolle. Trotz weiterer zahlreicher
Chancen blieb es allerdings bis zur Sirene des ersten Drittels
bei dem Zwei-Tore-Vorsprung.

Nichts Neues im zweiten Abschnitt: Die Gäste vom Neckar
erspielten sich hochkarätige Torchancen und kombinierten
teilweise sehr schön. In der 25. Spielminute traf schließlich
Milan Liebsch zum 0:3, was einen wahren Angriffswirbel
der Sellers-Truppe zur Folge hatte – der diesmal auch wesentlich
effektiver als wie Ende des ersten Drittels war. Erst besorgte
Daniel Brendle in der 31. Minute Treffer Nummer vier, nur eine
Minute später netzte Alex Keterling zum 0:5 (32.) ein, was
wiederum eine Zeigerumdrehung danach Marc Oppenländer
dazu veranlasste, das halbe Dutzend voll zu machen. Die Blue
Gold Stars machten nun das einzig Richtige und nahmen
eine Auszeit. Danach beruhigte sich das Spiel merklich.
Pforzheim konnte sich ein wenig aus den Eisbären-Krallen
befreien – allerdings ohne wirklich Gefahr auszustrahlen.

Im Schlussdrittel ließen es die Eisbären dann etwas ruhiger
angehen. Die einzige Frage, die ein wenig für Spannung sorgte,
war, ob Marian Metz im Eisbären-Tor den begehrten Shut-Out
schaffen würde. Er konnte, und besorgte so mit starken Reflexen
den Eisbären bereits im zweiten Saisonspiel das erste Zu-Null-Spiel.
Die Käthchenstädter dagegen agierten ihrerseits etwas zu verspielt
vor dem gegnerischen Tor, ohne zwingend den Abschluss zu suchen.

So blieb es dann nach einem torlosen, aber trotzdem sehr
unterhaltsamen Schlussabschnitt beim 0:6 für den EHC Heilbronn.

 

Klaus Drienko