Eisbären

15:1 gegen Zweibrücken – der höchste Eisbären-Sieg seit 2006

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Mit ihrem höchsten Sieg seit dem Februar 2006 haben die Eisbären Heilbronn die Hornets Zweibrücken mit einer 15:1 (5:0, 6:0, 4:1)-Packung nach Hause geschickt – ein Ergebnis, mit dessen Höhe auf beiden Seiten niemand gerechnet hatte.

392 Zuschauer waren Zeugen, wie die Eisbären das Überraschungsteam der bisherigen Saison von Beginn an unter Druck setzten. Die Gäste, die ihren Stammtorhüter Steven Teucke schmerzlich vermissten, kamen erst gar nicht dazu, Ihre Topscorer Tomas Vodicka und Mirsolav Hantak in Szene zu setzen. Zu groß war die spielerische Überlegenheit der Eisbären, die die zaghaften Angriffsversuche der Gäste meist schon im Keim erstickten. Das erste Drittel gehörte vor allem der ersten Reihe der Eisbären mit Milan Liebsch, Paul Gagnon und Michael Filobok, die im ersten Drittel für alle fünf Tore sorgte. Der Anfang des Torreigens ging auf das Konto von Michael Filobok (Foto), der in der 3. Minute im Alleingang in Untzerzahl das 1:0 erzielte. In der 9. Minute ließ Milan Liebsch, der später zum Spieler des Abends gewählt wurde, das 2:0 folgen, ehe „Filo“ in der 12. Minute innerhalb von 18 Sekunden gleich zweimal einnetzte. Fünf Minuten vor der ersten Pause erhöhte Paul Gagnon in Überzahl auf 5:0.

Im mittleren Spielabschntt ging das muntere Toreschießen in regelmäßigen Abständen weiter. Erst erzielte Arno Metz sein erstes Tor für die Eisbären (25.), dann legten John Kraiss (26.) und Youngster Patrick Luschenz (27.) zum 8:0 nach. Von den Torjägern der Gäste war weiterhin nichts zu sehen, dafür konnte einem Ersatzgoalie Thomas Hartfelder schon fast leid tun, denn er muste sich bis zur zweiten Pause noch weitere drei Mal überwinden lassen. Benjamin Brozicek traf in Unterzahl zum 9:0 (32.), Felix Kollmar machte das Ergebnis in Überzahl zweistellig (35.), und Paul Gagnon sorgte für das 11:0 (36.).

Im Schlussdrittel erzielte John Kraiss das 12:0 (43.), dann nahmen die Eisbären den Druck etwas aus dem Spiel. In dieser Phase überwand Mirsolav Hantak Goalie Max Dürr, der sonst einen ruhigen Abend hatte, mit dem Ehrentreffer zum 12:1 (45.). Tim Riedel (46.) und zweimal Alex Weiß machten mit ihren jeweils ersten Saisontoren das Endergebnis von 15:1 perfekt.

Eisbären-Coach Kai Sellers war nach Spielende erwartungsgemäß sehr zufrieden mit seinem Team: „Ich bin nicht nur wegen des Ergebnisses stolz auf mein Team, sondern wegen des gesamten Auftritts. Heute haben wir als Team gespielt. Natürlich war ich überrascht, dass uns das Gewinnen heute so leicht gemacht wurde. Der Sieg in dieser Höhe ging absolut in Ordnung, aber das kann beim Rückspiel in Zweibrücken im Januar schon wieder anders herum gehen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen und es gibt viele verrückte Ergebnisse, wie man erst am Samstag abend gesehen hat, als Freiburg beim Aufsteiger Hügelsheim nur mit Ach und Krach mit unglaublichen 12:10 Toren gewonnen hat.“

Als nächstes müssen die Eisbären am kommenden Sonntag in den Schwarzwald zu den Black Hawks Bad Liebenzell, die heute erstmals nach zwei personell bedingten Spielabsagen wieder aufs Eis gehen konnten und auf eigenem Eis gegen die Rhein-Neckar Stars mit 2:7 unterlagen.

Tore:
1:0 (3.) Filobok -1
2:0 (9.) Liebsch (Gagnon)
3:0 (12.) Filobok (Liebsch/Kollmar)
4:0 (12.) Filobok (Gagnon)
5:0 (15.) Gagnon (Liebsch) +1
6:0 (25.) A.Metz (Filobok)
7:0 (26.) Kraiss (Riedel)
8:0 (27.) Luschenz (Platz)
9:0 (32.) Brozicek -1
10:0 (35.) Kollmar (Kraiss/Oppenländer) +1
11:0 (36.) Gagnon (Liebsch/Filobok)
12:0 (43.) Kraiss (Becker)
12:1 (45.) Hantak (Vodicka/Pastorek)
13:1 (46.) Riedel (Liebsch) -1
14:1 (53.) Weiß (Platz/Vogler) -1
15:1 (60.) Weiß (Luschenz)

Strafen:
Heilbronn 20 Minuten + 10 Min. Desziplinarstrafe für Bernhardt
Zweibrücken 22 Minuten + 10 Min. Disziplinarstrafe für Hähn