Eisbären

18 Tore und „Tiki-taka“-Eishockey zum Saisonstart

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Mit 18:0 (8:0, 7:0, 3:0) haben die Eisbären Heilbronn am Sonntag abend den Aufsteiger Mad Dogs Mannheim in der Regionalliga Südwest willkommen geheißen. 833 Zuschauer wurden Zeugen eines 60-minütigen Sturmlaufs, in dem der amtierende Meister mit dem Neuling keine Gnade kannte und fast nach Belieben Tore am Fließband erzielte.

Obwohl die Eisbären mit Manuel Weibler auf einen ihrer Schlüsselspieler verzichten mussten und andere Leistungsträger teilweise noch Trainingsrückstände aufwiesen, demonstrierten sie von Beginn entschlossen ihre Klasse. Nach nicht einmal einer Minute – Marc Lingenfelser hatte gerade die erste von zwei Mannheimer Strafzeiten abgesessen – eröffnete Arno Metz mit einem Schuss von der blauen Linie den Torreigen. Kaum wurde das Spiel fortgesetzt, spielten Heiko Vogler, Dominique Hensel und Milan Liebsch kurz „Tiki-taka“, und der letztjährige Topscorer Liebsch netzte 18 Sekunden nach dem ersten Treffer schon zum 2:0 ein.

Manager Rainer Scholl überreicht Leontin Kreps das Geschenk für den SIGA telecom Spieler des Abends.

Schnell wurde klar, dass zwischen beiden Teams ein Klassenunterschied herrschte. Die mit vier Angriffsreihen agierenden Eisbären waren ihrem Gegner in allen Belangen weit überlegen und erzielten Tor um Tor. Haiko Hirsch (11.), Neuzugang Sven Breiter (14.), Robin Platz (15.) und Leontin Kreps (16.) schraubten das Ergebnis fast im Minutentakt auf 6:0 – zu viel für Gästkeeper Alexander Spang, der darauf hin seinem Vertreter Philipp Jandura Platz machte. Doch auch dieser konnte dem Angriffswirbel der Eisbären nichts entgegen setzen. 37 Sekunden nachdem Jandura seinen Platz zwischen dem Gestänge eingenommen hatte, musste auch er sich zum ersten Mal geschlagen geben. Alex Keterling traf zum 7:0. Eine Minute später sorgte Dominique Hensel für den 8:0-Pausenstand.

Auch im zweiten Drittel gab es das gleiche Bild. Die Hausherren kombinierten nach Belieben und machten aus dem 8:0 bis zur nächsten Pause ein 15:0 durch Treffer von Adrian Kolar (21.), Felix Kollmar (24.), Kreps (31.), Liebsch (31.), Hirsch (37.), Keterling (37.) und Max Schleicher (38.). Kamen die bedauernswerten Gäste dann doch einmal zu einem Entlastungsangriff, fanden sie im gut aufgelegten neuen Eisbären-Goalie Kevin Yeingst stets ihren Meister,

Im Schlussdrittel schalteten die Hausherren dann um zwei Gänge zurück und kamen noch zu drei weiteren Toren durch Stefan Schrimpf (44.), Haiko Hirsch (50.) und Leo Kreps (52.). Letzterer wurde mit drei Toren und zwei Assists dann auch zum SIGA telecom Spieler des Abends gewählt (Foto).

„Auf uns lastete vor dem Spiel der Erwartungsdruck, dass wir als Meister den Aufsteiger klar dominieren. Diese Erwartung haben wir mehr als erfüllt“, zeigte sich Eisbären-Coach Kai Sellers nach der Begegnung zufrieden. „Jetzt haben wir gezeigt, dass wir wieder da und bereit sind, den Titel zu verteidigen.“

Auch Kapitän Heiko Vogler zeigte sich kämpferisch: „Das heute darf kein Maßstab sein. Der Gegner hat mir eigentlich leid getan und er wird, das befürchte ich, auch gegen Hügelsheim und andere Teams noch öfter unter die Räder kommen. Wir müssen uns jetzt auf andere Gegner fokussieren. Am Freitag geht es schon nach Stuttgart und am Sonntag kommt Freiburg. Da gilt es dann unsere volle Leistung abzurufen.“