Eisbären

1:9 in Stuttgart – die Eisbären bekommen ihre Grenzen aufgezeigt

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Stuttgart. Schon wieder Stuttgart. Immer wieder sind es die Rebels aus der Landeshauptstadt, die den Eisbären Heilbronn mitten in einem vermeintlichen Höhenflug auf heftigste Weise ihre Grenzen aufzeigen. Hatte man die Eisbären in der letzten Saison mit 15:2 abgefertigt, so brachte man dem Sellers-Team diesmal mit 9:1 (2:1, 3:0, 4:0) die höchste Saisonniederlage bei.

Dabei hatte das Spiel aus Sicht der Eisbären gar nicht schlecht begonnen. Man schien nahtlos an die starken Leistungen gegen Schwenningen und Freiburg anknüpfen zu wollen und nahm zunächst das Heft in die Hand, ohne sich aber zwingende Torchancen zu erarbeiten. Diese waren auch auf Stuttgarter Seite Mangelware, aber dennoch führten die Hausherren nach 12 Minuten mit 2:0. Erst konnte Pfeiffer ohne angegriffen zu werden von halbrechts einen schwachen Schuss aufs Tor abgeben, der zwischen der Schiene von Goalie Max Dürr und dem Pfosten zum 1:0 ins Tor rutschte. Dann landete ein verunglückter Aufbaupass auf der Schippe von Marco Ludwig, dessen Schuss wie ein Strich zum 2:0 in die Maschen zischte. Die Eisbären ließen sich dadurch nur kurz aus dem Konzept bringen, und als Sascha Bernhardt postwendend zum 2:1 verkürzte, bekamen sie wieder Oberwasser. Wer weiß, wie das Spiel weiter verlaufen wäre, wenn vor der ersten Pause der durchaus mögliche Ausgleich gefallen wäre. So aber ging man mit 2:1 in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittels ließen die Eisbären dann den Biss, den sie noch in den ersten 20 Minuten über weite Strecken zeigten, komplett vermissen. Dazu gesellten sich zahlreiche Strafzeiten, während die Rebels das ganze Spiel über nur auf vier Strafminuten kamen. So fiel dann in der 27. Minute nicht wirklich überraschend bei Stuttgarter Überzahl das 3:1 durch Tilgner. Pratnemer (28.) und Becker (30.) nutzen kurz darauf zwei böse Scheibenverluste der Eisbären im deren eigenen Drittel zum 5:1. Diese drei Treffer nach teilweise groben Fehlern ließen die Lebensgeister aus dem Team der Eisbären komplett weichen. Das Team ergab sich ohne ein nochmaliges Aufbäumen in sein Schicksal und kassierte im letzten Drittel, über das wir an dieser Stelle besser den Mantel des Schwiegens hüllen wollen, noch vier weitere Treffer zum 9:1.