Eisbären

2:3 – die erste Runde geht an die Stuttgart Rebels

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In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Playoff-Spiel haben die Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels knapp mit 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) verloren. Damit hat man zwar für das Rückspiel am kommenden Freitag um 20 Uhr in Stuttgart die etwas schlechtere Ausgangsposition, doch verloren ist noch nichts.

Zu Beginn sahen die knapp 800 Zuschauer zwei Teams, denen die Anspannung vor Ihrem jeweils ersten Playoff-Spiel anzumerken war und die sich erstmal gegenseitig abtasteten. Eisbären-Coach Kai Sellers hatte seine Mannen mit einer extra Trainingseinheit am Samstag morgen um 7 Uhr sowie mit einem gemeinsamen Mittagessen und einem langen Spaziergang am Sonntag Mittag auf die Partie eingeschworen – Maßnahmen, die sich auszuzahlen schienen, denn in der 9. Spielminute brachte Alexander Dexheimer (Foto) Eisbären mit einem trockenen Schuss von halb links mit 1:0 in Führung. Die Eisbären hatten inzwischen das Kommando übernommen, taten sich jedoch vor dem von Dusan Strharsky bestens bewachten Rebels-Tor schwer. Die beste Gelegenheit um die Führung auszubauen, hatten die Gastgeber zwischen der 10. und 12. Minute, als gleich zwei Gästespieler auf der Strafbank saßen, die Scheibe jedoch nicht den Weg ins Tor finden wollte. Deshalb ging es mit einer dürftigen 1:0-Führung in die erste Pause.

Im zweiten Drittel kamen die Gäste wesentlich selbstbewusster aus der Kabine und machten auch gleich deutlich, dass sie sich nicht weiter an die Wand spielen lassen wollten. Ein erstes Zeichen setzten sie in der 25. Minute, als Steffen Bischoff zum 1:1 traf. Die Eisbären waren zwar stets bemüht, ließen jedoch in vielen Szenen die letzte Konsequenz vermissen – wie zum Beispiel in der 35. Minute, als Tim Becker auf Rechtaußenposition frei zum Schuss kam und das 1:2 erzielte.

Richtig spannend wurde die Partie dann in den letzten zehn Minuten. Nachdem Sebastian Meindl in der 49. Minute in Überzahl auf 1:3 erhöht hatte, besannen sich die Eisbären auf ihre spielerischen Qualitäten und nahmen nun ihrerseits das Heft wieder in die Hand. Zwei Minuten vor dem Ende wurde das Anrennen dann endlich vom Erfolg gekrönt, nachdem sich Milan Liebsch links durchgesetzt hatte und einen millimetergenauen Pass auf Sascha Bernhardt spielte, der die Scheibe zum 2:3 über die Linie bugsierte. Die Eisbären warfen nun alles nach vorne und hofften, die Strafe, die Schiedsrichter Sintenis gegen Christopher Mauch ausgesprochen hatte, im Powerplay zum Ausgleich nutzen zu können. Der Vorjahresmeister aus der Landeshauptstadt brachte den Vorsprung jedoch clever über die Zeit und konnte einen verdienten 3:2-Erfolg bejubeln.

Eisbären-Coach Kai Sellers hatte „ein ziemlich ausgeglichenes Spiel auf hohem Niveau“ gesehen: „Nur das zweite Drittel hat mir überhaupt nicht gefallen.“

Durch die Playoff-Regelung, dass die Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel addiert werden, ist für die Eisbären noch nichts verloren. „Wenn wir am Freitag ein Tor mehr schießen als Stuttgart, sind wir schon in der Verlängerung. Schießen wir zwei mehr, stehen wir im Finale. Ich sehe unsere Chancen nicht als so schlecht an“, gab sich Sellers selbstbewusst. Doch die Bilanz der letzten Heilbronner Spiele auf Stuttgarter Eis liest sich nicht wirklich gut. Beim einzigen Gastspiel auf der Waldau in dieser Saison setzte es eine 1:9-Schlappe, in der letzten Saison kassierte man erst ein 2:15 und dann ein 1:7.

Tore:
1:0 (9.) Dexheimer (Filobok)
1:1 (25.) Bischoff (Becker)
1:2 (35.) Becker
1:3 (49.) Meindl (Pfeiffer/Mauch) +1
2:3 (58.) Bernhardt (Liebsch/Gagnon)

Strafen:
Heilbronn 14 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Filobok
Stuttgart 20 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Witthöft