Eisbären

3. Niederlage in Folge – Eisbären verspielen die Tabellenführung

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Mit einer 3:6 (2:2, 0:1, 1:3)-Niederlage im Spitzenspiel bei den Zweibrücken Hornets mussten die Eisbären Heilbronn die Tabellenführung an den Kontrahenten aus der Pfalz abgeben.

3:4 nach Penaltyschießen gegen Hügelsheim, 4:5 nach Penaltyschießen in Stuttgart und nun 3:6 in Zweibrücken – erstmals seit der Saison 2009/10 musste der Serienmeister wieder drei Niederlagen in Folge hinnehmen.

Spielertrainer Manuel Pfenning sprach nach dem Spielende gar von einer kleinen Krise, in der das Team momentan steckt: „Momentan läuft alles schief, was schief laufen kann. Wir treffen vorne nichts und bekommen hinten zu leicht Gegentore. Noch ist nicht Alarmstufe rot, aber der Vorsprung auf die Verfolger schmilzt. Wir werden jetzt beim Training diese Woche alles genau analysieren, um uns selbst wieder da rausziehen zu können.“

Wie schon am Vortag in Stuttgart, hatten die Eisbären einen perfekten Start, als Sven Breiter nach 67 Sekunden das 0:1 erzielte. Mit aggressivem Spiel und einem direkten Zug zum gegnerischen Tor schienen die Gäste ihre schlechte Leistung aus dem Stuttgart-Spiel vergessen machen zu wollen. Nachdem Stefan Schrimpf in der 13. Minute auf 0:2 erhöhte, konnten sich die mitgereisten Fans berechtigte Hoffnungen auf drei Punkte machen. Doch die Freude wahrte nicht lange, denn Andre Nunold (17.) und Tom Tracy (19.) glichen noch vor der Pause aus.

In der 27. Minute war es erneut Tracy, der die Gastgeber erstmals in Führung brachte. Die große Chance auf den Ausgleich hatte in der 37. Minute Patrick Luschenz auf dem Schläger, doch die Nummer 77 der Eisbären scheiterte mit einem Penaltyschuss am gegnerischen Goalie.

Im Schlussdrittel erhitzten sich die Gemüter zusehends, und die Referees sprachen in den letzten 20 Minuten insgesamt neun Zwei-Minuten-Strafen gegen die Eisbären und vier gegen Zweibrücken aus. Dazu kamen Zehn-Minuten-Strafen gegen Manuel Pfenning, Tim Riedel und den Zweibrückener Felix Stokowski sowie eine Matchstrafe gegen Igor Filobok.

Zwischendurch wurde auch noch Eishockey gespielt: Ryan Mc Donald erhöhte in der 47. Minute auf 4:2, doch Claudio Schreyer brach nach 53 Minuten den Penalty-Bann für die Eisbären und versenkte seinen Strafschuss zum 4:3. Hoffnung auf den Ausgleich kam nochmal auf, als Sven Breiter eineinhalb Minuten vor dem Ende beim Alleingang gelegt wurde und die Referees einen weiteren Penaltyschuss für die Eisbären aussprachen. Breiter verletzte sich dabei am Knie und musste behandelt werden, doch beharrten die Unparteiischen darauf, dass der Gefoulte selbst schießen musste – mit dem Ergebnis, dass der angeschlagene Stürmer diese letzte Chance vergab.

Maximilian Dörr und Tom Tracy behielten in der anschließenden hitzigen Atmosphäre einen kühlen Kopf und erzielten zwei weitere Treffer zum 6:3-Endstand.

Die Eisbären haben nun eine Woche Zeit, um bis zum Auswärtsspiel am Sonntag (19 Uhr) in Eppelheim den Weg zurück in die Erfolgsspur zu finden. Verzichten müssen sie dabei in jedem Fall auf ihren Topscorer Igor Filobok, dessen Matchstrafe eine Sperre nach sich ziehen wird.