Eisbären

3:0-Arbeitssieg dank zweier Empty-Net-Tore

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2016-11-06-stuttgart-foto-thomas-kircher

Es war nicht wirklich ein Eishockey-Leckerbissen, was die 500 Zuschauer am Sonntag abend beim 3:0 (1:0, 0:0:, 2:0)-Sieg der Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels zu sehen bekamen. Doch am Ende sind die drei gewonnenen Punkte alles, was zählt.

„Wenn du für einen Sieg einen Schönheitspreis bekommst, gewinnst du auch nicht mehr als drei Punkte“, sagte folglich auch Spielertrainer Manuel Pfenning, der sich im ersten Drittel an der Leiste verletzte und selbst nicht mehr die Geschicke auf dem Eis lenken konnte.

Das Lokalderby gegen den Tabellendritten stand vor allem im Zeichen der beiden Keeper Kevin Yeingst und Dominik Guris, die alles hielten, was auf sie zukam – mit einer Ausnahme: In der 15. Spielminute musste der slowakische Goalie der Landeshauptstädter, der die Eisbären schon in der letzten Saison bei einer 1:2-Heimniederlage zur Verzweiflung gebracht hatte, das einzige Mal an diesem Abend hinter sich greifen. Torjäger Milan Liebsch hatte zum 1:0 getroffen.

Der Titelverteidiger der Regionalliga Südwest hatte durch alle Phasen der Begegnung mehr vom Spiel, doch machten die Gäste die Räume vor dem eigenen Tor so dicht, dass es für die Eisbären kaum ein Durchkommen gab. Deshalb versuchte man sein Glück zunehmend mit Schlagschüssen aus der Entfernung, die jedoch allesamt eine sichere Beute von Guris waren.

Auf der anderen Seite hatte Eisbären-Goalie Kevin Yeingst zwar nicht übermäßig viel zu tun, doch sorgte er mit überragenden Reflexen dafür, dass sein Team die knappe 1:0-Führung mit in die Schlussminuten nehmen konnte.

Bis in die vorletzte Spielminute hinein stand die Partie auf des Messers Schneide. Dann nahm Stuttgarts Coach Philipp Hodul Goalie Dominik Guris zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, um in Überzahl noch zum Ausgleich zu kommen. Doch die Eisbären ließen den Gästen keinen Raum um sich im Angriffsdrittel festzusetzen. Im Gegenteil, denn sie erwiesen sich als Meister der Effizienz und erzielten 86 Sekunden vor dem Ende das etwas kuriose 2:0. Milan Liebsch war mit der Scheibe allein auf das leere Tor zugefahren, geriet dann aber ins Straucheln und konnte die Scheibe am Boden liegend gerade noch so über die Linie bugsieren. „Ich habe aus dem Augenwinkel jemanden heranrauschen gesehen und wollte nochmal Gas geben, und da bin ich gestolpert“, konnte der Torschütze nach dem Spiel über seine unfreiwillige Slapstick-Einlage selbst lachen.

Eine halbe Minute vor dem Ende fuhr Guris erneut vom Eis und machte für einen sechsten Feldspieler Platz. Auch diesmal waren die Eisbären hellwach, und Igor Filobok erhöhte 13 Sekunden vor Spielschluss auf 3:0.

„Das war wahrlich kein schönes Spiel“, sagte Manuel Pfenning nach Spielende. „Aber wir haben heute defensiv eine top Leistung geboten und haben zurecht zu null gewonnen.“

Schon am kommenden Freitag steht für die Eisbären das nächste Heimspiel an. Um 20 Uhr gastieren die Eisbären Eppelheim in der Kolbenschmidt Arena, die momentan mit drei Siegen und vier Niederlagen auf dem sechsten Tabellenplatz stehen.