Eisbären

3:0-Arbeitssieg gegen die „Repss Hawks“ Bad Liebenzell

Veröffentlicht

Mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel bei den Black Hawks Bad Liebenzell gewonnen. Obwohl die Eisbären von Anfang an das überlegene Team waren, dauerte es bis weit ins letzte Drittel, ehe sie die drei Punkte unter Dach und Fach bringen konnten.

Schon in den ersten Minuten war klar, dass das Spiel gegen den Tabellenletzten kein Selbstläufer werden würde. Die Eisbären feuerten aus allen Rohren, scheiterten aber ein ums andere Mal an dem phänomenal haltenden Liebenzeller Goalie Reinis Repss. Ob Schlagschüsse, platzierte Schüsse aus kurzer Distanz oder Nachschüsse – der Lette war stets zur Stelle und begrub die Scheibe in seinem Handschuh.

Je weiter das Spiel fortschritt, desto mehr wuchs der Druck auf die Eisbären-Cracks. Als man beim Stand von 0:0 ins letzte Drittel ging, wurde die Gefahr immer konkreter, dass man sich ein Kontertor einfängt und die Punkte unerwartet abgibt. Doch dann kam die 45. Minute, die das Spiel zu Gunsten der Eisbären entscheiden sollte.

Niemand hatte so richtig gesehen, was passiert war, als plötzlich abseits des eigentlichen Spielgeschehens die Scheibe im Zeitlupentempo hochkant zwischen den Schonern von Repss hindurch zum 0:1 über die Linie kullerte. Die Schiedsrichter, die ebenso verdutzt wie die Spieler beider Teams waren, machten zuerst Patrick Mundanjohl als vermeintlichen Torschützen aus. Erst später klärte sich auf, wie der Treffer tatsächlich zustande gekommen war. John Kraiss (Foto) hatte von halb rechts geschossen, sein Schuss ging aber am Tor vorbei. Statt den Regeln der Physik zu folgen und auf der linken Seite wieder hinter dem Tor ins Feld zu springen, entschied sich der Puck an die Rückseite von Repss‘ Schoner zurück zu prallen, sich auf die Kante zu stellen und über die Linie zu trudeln. „Einmal habe ich ein solches Tor schon geschossen, aber das war an der Playstation „, meinte der Torschütze nach dem Spiel.

Nach diesem überaus kuriosen Treffer war der Bann gebrochen, und als Milan Liebsch Repss fünf Minuten später mit einen trockenen Schuss zum 0:2 überwand, war das Spiel entschieden. Zwar versuchten die Gastgeber noch das Blatt zu wenden, doch waren die Eisbären spielerisch zu überlegen. Außerdem konnten die mit nur 10 Feldspielern angetretenen Black Hawks gegen die mit doppelter Stärke spielenden Eisbären konditionell nicht mehr mithalten. Und so kam es dann, dass Milan Liebsch 33 Sekunden vor dem Ende den dritten Eisbären-Treffer zum 0:3 markierte.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, war Trainer Kai Sellers nach der Partie Eisbären gegen Repss erleichtert. „Mir war klar, dass wir gegen diesen Goalie ein dreckiges Tor brauchen, um hier die Punkte zu holen. Und das haben wir gottseidank geschafft.“

Als nächstes müssen die Eisbären am kommenden Samstag bei den Fire Wings Schwenningen antreten – ein Spiel zweier heißer Playoff-Kandidaten, die sich sicherlich einen heißen Kampf liefern werden.

Tore:
0:1 (45.) Kraiss
0:2 (50.) Liebsch (Gagnon/Vogler)
0:3 (60.) Liebsch (Filobok/Kollmar)

Strafen:
Bad Liebenzell 4 Minuten
Heilbronn 10 Minuten