Eisbären

3:0 gegen die Stars – Marian Metz über 120 Minuten ohne Gegentor

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Hoch verdient mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) haben die Eisbären Heilbronn im vorletzten Heimspiel der Saison die Rhein-Neckar Stars geschlagen. Dabei lieferte das ersatzgeschwächte Eisbären-Team vor allem defensiv eine sehr starke Leistung ab. Matchwinner war wieder einmal Torhüter Marian Metz, der seine ehemaligen Mitspieler ein ums andere Mal zur Verzweiflung trieb, zum zweiten Mal hintereinander „zu null“ spielte und jetzt seit über 120 Spielminuten kein Gegentor mehr kassierte.

 

Wirft man einen näheren Blick auf die nachfolgende Liste der Spieler, die Eisbären-Trainer Kai Sellers gegen die Stars ersetzen musste, wird erst richtig klar, wie hoch der Sieg zu bewerten ist: Heiko Vogler, Oliver Hackert, Hansi Becker, Marc Oppenländer, Florian Resch, Felix Kollmar, Jozef Jambor, Steven Stanic, Hagen Göllner sowie die inzwischen nicht mehr aktiven Alex Dexheimer, Patrick Potulski und Andreas Weisser – sie alle standen dem Coach nicht zur Verfügung.

Dafür legten sich die verbliebenen zwölf Feldspieler kräftig ins Zeug und nutzten gleich die beiden ersten Strafzeiten der Gäste zu einer 2:0-Führung. David Vetsch (6.) und Michael Filobok (9.) stocherten die Scheibe jeweils im Nachschuss an Stars-Keeper Dominik Wich vorbei ins Tor. Überhaupt war das erste Drittel geprägt von vielen Strafzeiten. So verhängten die kleinlich pfeifenden Referees bis zur ersten Pause für beide Teams je 14 Strafminuten. Besonders kurios war dabei vor allem eine zwei plus zwei plus zwei Minuten-Strafe gegen Daniel Brendle wegen übertriebener Härte.

Der mittlere Spielabschnitt war dann geprägt von einer taktisch diszipliniert spielenden Eisbären-Mannschaft, die ständig mit vier Spielern das eigene Drittel absicherte und es den Gästen fast unmöglich machte über die blaue Linie zu kommen. Inmitten der verzweifelten Versuche der Stars, das Bollwerk der Eisbären zu knacken, startete David Vetsch in der 34. Minute zu einem Alleingang. Diesen konnte Dominik Wich zwar noch parieren, doch netzte Sascha Bernhardt den Nachschuss zum 3:0 ein.

Im Schlussdrittel rückte dann Marian Metz mehr und mehr in den Mittelpunkt. Bedingt durch einige weitere Strafen gegen die Eisbären verstärkten die Gäste den Druck, fanden aber in Metz ihren Meister. Der Goalie – bis vor drei Jahren selbst noch in Diensten des Stars-Stammvereins MERC – wuchs gegen seine alten Mitspieler regelrecht über sich hinaus und schaffte innerhalb einer Woche seinen zweiten „Shut-out“.

Eisbären-Coach Sellers war nach dem Spiel hochzufrieden: „Wenn ich bedenke, wer heute alles gefehlt hat, ist der Sieg nicht hoch genug einzuordnen. Heute hat jeder super gekämpft und wir hatten einen gigantisch guten Torhüter. Herausstellen möchte ich heute aber auch den jungen Dominic Bauhardt, den wir zwangsweise immer öfter ins kalte Wasser werfen müssen statt ihn langsam aufzubauen und der heute wieder eine riesen Leistung gebracht hat.“

Für die Eisbären geht es nun weiter mit zwei Doppel-Wochenenden mit Auswärtsspielen in Schwenningen (18.2.), Bad Liebenzell (20.2.), Stuttgart (25.2.) und bei den Rhein-Neckar Stars (27.2.), bevor es am 4. März zum Saisonfinale in der Heilbronner Eishalle gegen Freiburg kommt.

Tore:
1:0 (6.) Vetsch (Brozicek) +1
2:0 (9.) Filobok (Bernhardt/Dorochin) +1
3:0 (34.) Bernhardt (Vetsch)

Strafen:
Heilbronn 24 Minuten plus 10 Min. Disziplinarstrafe für Filobok
Stars 14 Minuten