Eisbären

3:4-Niederlage bedeutet Verlust der Tabellenführung

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Mit einer 3:4 (1:2, 1:2, 1:0) Niederlage beim EHC Freiburg 1b verabschieden sich die Eisbären Heilbronn in eine fast dreiwöchige, bis zum 12. Dezember dauernde Spielpause.

Nachdem sie das Spiel am Freitag in Stuttgart wegen zu vieler verletzter und kranker Spieler hatten absagen müssen, traten die Eisbären im Breisgau zumindest mit acht Stürmern, vier Verteidigern und zwei Goalies an. Dennoch machte sich das Fehlen von Stammkräften wie Oliver Hackert, Mischa Zeller, Felix Kollmar und Florian Resch deutlich bemerkbar, zumal der eine oder andere genesene Spieler zudem noch nicht im Vollbeseitz seiner Kräfte war.

Entsprechend gehemmt starteten die Eisbären in die Begegnung gegen die munter aufspielenden Freiburger Amateure. Obwohl diese am Tag zuvor bereits ein Spiel in Schwenningen absolviert hatten, wirkten sie wesentlich frischer und erzielten schon nach zwei Minuten durch Lutz Kästle das 1:0. Als Anton Bauer in der 7. Minute das 2:0 nachlegte, musste man auf Seiten der Eisbären Schlimmeres befürchten. Erst in der 12. Minute hatte Kapitän Hansi Becker die erste Chance für die Eisbären. Er scheiterte jedoch im Alleingang am Freiburger Keeper Fabian Hönkhaus.

Auf der anderen Seite hielt Eisbären-Goalie Marian Metz mit zwei tollen Paraden in der 17. und 18. Minute sein Team im Spiel – zumal Heiko Vogler kurz vor der Pause das erste Heilbronner Überzahlspiel zum Anschlusstreffer nutzte. Statt mit einem 3:0 oder 4:0 ging es so mit einem schmeichelhaften 2:1 in die Kabine.

Für die zweiten 20 Minuten hatten sich die Eisbären einiges vorgenommen, doch klafften Theorie und Praxis recht weit auseinander. Statt auf den Ausgleich zu drängen, fing man sich in der 23. und 25. Minute gleich das 3:1 und 4:1. Erst allmählich kamen die Eisbären nun besser ins Spiel, was vor allem ein Verdienst von „Dauerläufer“ Hansi Becker war. Der Eisbären-Kapitän, ein ständiger Störfaktor für die Freiburger, riss seine Teamkollegen durch seinen Einsatz mit – mit dem Ergebnis, dass Sascha Bernhardt in der 34. Minute in Überzahl zum 4:2 verkürzte. Wäre Bernhardt’s Schuss in der 38. Minute nicht am Pfosten, sondern im Tor gelandet, wäre die Begegnung wieder völlig offen gewesen. So aber verabschiedete man sich mit dem Spielstand von 4:2 zum zweiten Pausentee.

Im Schlussdrittel schien dann plötzlich ein ganz anderes Eisbären-Team auf dem Eis zu stehen. Nun endlich zog man ein Spiel auf, das eines Tabellenführers würdig war. Die Gastgeber konnten sich kaum mehr aus dem eigenen Drittel befreien, und Alex Keterling schloss in der 49. Minute einen Konter über Michael Filobok zum 4:3 ab. Dies sollte jedoch auch gleich der letzte Treffer des Abends gewesen sein. Durch eine Strafe gegen Hansi Becker zwei Minuten vor dem Ende wurden die Eisbären der Chance beraubt Torhüter Marian Metz zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen und so noch den Ausgleich zu erzwingen. Stattdessen konnten die Gastgeber Sekunden vor dem Ende sogar noch das vermeintliche 5:3 erzielen, dem Schiedsrichter Tabor jedoch die Anerkennung verweigerte.

So blieb es letztlich beim 4:3 für Freiburg, und die Eisbären mussten erkennen, dass es gegen einen so starken Gegner nicht ausreicht nur ein Drittel Eishockey zu spielen. Da die Stuttgart Rebels parallel bei den Rhein-Neckar Stars mit 7:2 gewinnen konnten, haben die Eisbären nun die Tabellenführung an die Landeshauptstädter verloren. Während der fast dreiwöchigen Pause können die Spieler nun ihre verschiedenen Wehwehchen auskurieren, damit sie beim nächsten Spiel am 12. Dezember in Zweibrücken wieder fit sind.

Torfolge:
1:0 (2.) Kästle (T.Linsenmaier)
2:0 (7.) Bauer (Issler/Kinderknecht)
2:1 (20.) Vogler (Filobok) +1
3:1 (23.) Brückmann (N. Linsenmaier/Billich) +1
4:1 (25.) Iliev (T. Linsenmaier)
4:2 (34.) Bernhard (Vogler/Keterling) +1
4:3 (49.) Keterling (Filobok)

Strafminuten:
Freiburg 14
Heilbronn 14