Eisbären

4:2-Arbeitssieg bei den Rhein-Neckar Stars

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Mit 4:2 (2:1, 2:1, 0:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel in Eppelheim bei den Rhein-Neckar Stars gewonnen – ein umkämpfter, aber verdienter Arbeitssieg der Cracks um Kapitän Hansi Becker. Die Eisbären waren ohne Keterling, Mundanjohl, Bauhardt, Zeller, Bernhardt, Oppenländer und Brozicek angetreten und konnten erstmals in dieser Saison nur mit drei Angriffs- und drei Abwehrreihen agieren. Im Tor gab Trainer Kai Sellers diesmal dem jungen Max Dürr (Foto) den Vorzug vor Marian Metz, und im Angriff feierte Ari-Pekka Viitasalo sein Debut.

Von Beginn an demonstrierten die Eisbären den Willen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Vor allem die erste Reihe mit den überragenden Milan Liebsch und Paul Gagnon sowie mit Michael Filobok sorgte ständig für Unruhe vor dem gegnerischen Tor. Doch es war ein Verteidiger, der die Weichen auf Sieg stellte: Daniel Brendle traf in der 3. Minute auf Zuspiel von Robin Platz in Überzahl zum 0:1. Die Eisbären waren das klar bessere Team, hatten in der 14. Minute aber Glück, als Claudio Schreyer die Scheibe freistehend nicht im Tor des blendend aufgelegten Dürr unterbringen konnte. Dafür erhöhte Paul Gagnon dann eine Minute später nach einem tollen Slalomlauf durch die Abwehr der Stars auf 0:2. 17 Sekunden vor der Drittelpause verkürzte Alexander Erdmann in Überzahl zum 1:2.

Auch in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels dominierten die Eisbären das Spiel, was sich in dieser Phase auch in Toren ausdrückte. Erst traf Hansi Becker zum 1:3 (26.), dann erzielte Paul Gagnon auf Zuspiel seines kongenialen Partners Milan Liebsch seinen zweiten Treffer zum 2:4 (30.). In der 35. Minute hatte Ari-Pekka Viitasalo das 2:5 auf dem Schläger, er scheiterte aber an der Querlatte. Dies sollte auch die einzige positive Aktion des Finnen in dieser Partie gewesen sein. Bereits im ersten Drittel holte er sich bei einem Faustkampf mit Tim Essig eine 2+2+2+2 Minuten-Strafe ab. War Hauptschiedsrichter Torsten Werner in dieser Situation mit der Nummer 14 der Eisbären noch gnädig, so musste er in der 40. Minute berechtigt die Reißleine ziehen. Einer weiteren 2-Minuten-Strafe gegen Viitasalo folgte eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Reklamierens. Als der Finne darauf hin provozierend applaudierte, folgte die unvermeidbare Verbannung in die Kabine mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Im an Höhepunkten armen Schlussdrittel boten beide Teams Eishockey-Hausmannskost, wobei Max Dürr in der 58. Minute bei einem Break der Gastgeber glänzend reagierte und damit den Sieg sicherte.

Eisbären-Coach Kai Sellers war zufrieden mit seinem Team: „Wir haben diesmal Moral gezeigt und haben im letzten Drittel ohne weitere Gegentore die Führung verwaltet. Lieber gewinnen wir hier unspektakulär mit 4:2 als dass wir weiter alles nach vorne werfen und uns ein paar Konter einfangen und die Punkte verschenken.“ Außerdem, so der Coach, sei die Stimmung auf der Spielerbank diesmal wesentlich besser gewesen als in den vorangegangenen Spielen.

Am kommenden Sonntag (19 Uhr) empfangen die Eisbären das Überraschungsteam Hornets Zweibrücken, das heute zuhause mit 7:8 gegen ein ersatzgeschwächtes Rebels-Team aus Stuttgart verloren hat.

Tore:
0:1 (3.) Brendle (Platz/Becker) +1
0:2 (15.) Gagnon (A.Metz/Brendle)
1:2 (20.) Erdmann +1
1:3 (26.) Becker (Platz)
1:4 (30.) Gagnon (Liebsch/Filobok)
2:4 (36.) De Raaf (Stadler/Aigner)

Strafen:
Rhein Neckar Stars 20 Minuten
Eisbären 22 Minuten + 10 Diszi für Brendle und Viitasalo + Spieldauer für Viitasalo