Eisbären

4:2 gegen die Rhinos – Eisbären sind im Finale gegen Zweibrücken

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Mit einem 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)-Sieg gegen die Baden Rhinos Hügelsheim haben die Eisbären Heilbronn zum fünften Mal in Folge das Finale der Regionalliga Südwest erreicht. 1377 Zuschauer mussten bis in die Schlussminuten zittern, ehe der Titelverteidiger aus einem 2:2 ein 4:2 machen konnte und damit das Finale gegen Zweibrücken erreichte.

Nach anfänglichem gegenseitigem Abtasten übernahmen die Eisbären recht früh das Kommando gegen die defensiv kompakt stehenden Gäste. Das Geschehen spielte sich vorrangig im Hügelsheimer Drittel ab, wobei die Gastgeber jedoch kaum zwingende Chancen herausspielen konnten. Die Baden Rhinos waren sehr darauf bedacht, von der Strafbank fern zu bleiben, hatte man in dieser Saison doch mehrfach mit dem starken Überzahlspiel der Eisbären Bekanntschaft machen müssen. So entwickelte sich eine für ein Alles-oder-nichts-Spiel erstaunlich körperlose Partie mit nur drei Strafzeiten in den ersten 20 Minuten.

In der 8. Minute patzten die Eisbären beim Spielaufbau im eigenen Drittel, was die Gäste gnadenlos bestraften. Erst konnte Eisbären-Keeper Markus Nachtmann den Schuss von Cedrick Duhamel abwehren, doch schafften es seine Vorderleute nicht die Scheibe zu sichern, was Maxim Engel zum 0:1 nutzte.

Die Hausherren mühten sich ab, um schnell zum Ausgleich zu kommen, doch verteidigten die Rhinos mit eisernem Willen das eigene Tor. Die dickste Chance hatte in der 15. Minute Felix Kollmar mit einem Pfostentreffer. Es dauerte bis weit ins zweite Drittel hinein, ehe für die Eisbären endlich etwas Zählbares heraus sprang. In der 26. Minute brach Patrick Luschenz den Bann, als er in Überzahl einen Pass von Sven Breiter zum 1:1 in die Maschen zimmerte.

Hatte man zuvor von Minute zu Minute mehr daran gezweifelt, dass man irgendwann ein Mittel gegen Christian Sess im Hügelsheimer Tor finden würde, so schien mit diesem Treffer ein Ruck durch das Team zu gehen. Plötzlich hatten die Angriffe etwas Zwingendes, man setzte nach – und hatte bei einem Gestocher vor dem Gästetor in der 32. Minute das nötige Glück, um durch Sven Breiter mit 2:1 in Führung zu gehen.

Die Eisbären schafften es jedoch nicht, ihre Überlegenheit in weitere Treffer umzumünzen. So entwickelte sich im Schlussdrittel eine dramatische Zitterpartie – und es kam, was kommen musste: Dennis Walter glich in der 54. Minute in Überzahl zum 2:2 aus.

Doch statt das Momentum des Ausgleichs mitzunehmen, kassierten die Gäste nun die Strafzeiten, die sie bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend zu vermeiden wussten. Eine doppelte Strafzeit für Dominik Dech und Mathieu Fleury nur 33 Sekunden nach dem Ausgleich verschaffte den Eisbären wieder Oberwasser, während die Baden Rhinos zunehmend mit den Schiedsrichtern haderten.

Die Eisbären spielten nun ihre ganze Erfahrung aus und konnten 129 Sekunden vor dem Ende durch Spielertrainer Manuel Pfenning erneut mit 3:2 in Führung gehen. Die Gäste kassierten im Anschluss kurz hintereinander gleich zwei Bankstrafen und zwei Disziplinarstrafen, was es den Eisbären leicht machte, in der Schlussminute in Überzahl auch noch das 4:2 durch Igor Filobok zu erzielen und damit den Sack zuzumachen.

„Das war heute ein heftiges Stück Arbeit. Wir haben eine ganz starke Teamleistung gezeigt und hatten mit Markus Nachtmann einen überragenden Torhüter im Kasten“, freute sich Trainer Sascha Bernhardt über den Sieg – nicht ohne jedoch auch lobende Worte über den Gegner zu verlieren: „Hügelsheim war ein bärenstarker Gegner, der sich in den Playoffs ehrlich gesagt noch besser präsentiert hat als ich es ohnehin erwartet hatte. Chapeau für die Leistung vor allem bei den beiden Spielen in Heilbronn! Aber am Ende hat dann eben doch die Erfahrung gesiegt. Spiel drei scheint unser Ding zu sein, und im Lauf der letzten Jahre haben wir gelernt, wie man mit solchen Do-or-die-Situationen umgeht. Jetzt freuen wir uns auf das Finale gegen Zweibrücken.“

Der Hauptrundenzweite Zweibrücken Hornets hatte sich parallel im zweiten Halbfinale – ebenfalls im dritten Spiel – mit 3:1 gegen die Eisbären Eppelheim durchgesetzt, so dass es nun zu einer Neuauflage des letztjährigen Finales Eisbären Heilbronn gegen Zweibrücken Hornets kommt.

Das erste Finalspiel wird am kommenden Wochenende in Heilbronn gespielt. Den genauen Termin werden wir sofort bekanntgeben, sobald er vom Verband bestätigt ist.