Eisbären

4:3-Arbeitssieg spült die Eisbären auf Platz zwei

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Mit einem 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)-Arbeitssieg gegen die Stuttgart Rebels haben sich die Eisbären Heilbronn auf den zweiten Tabellenplatz verbessert.

Der Tabellensechste aus der Landeshauptstadt war der erwartet schwere Gegner und stellte von Anfang an unter Beweis, dass er auch mit einem verletzungsbedingt improvisierten Team ein heißer Playoff-Kandidat ist. Schon in den ersten Minuten entwickelte sich ein rasantes Regionalliga-Spiel zwischen zwei ausgeglichen starken Kontrahenten, die beide auf eine schnelle Führung drängten. Die klareren Chancen spielten sich dabei die Eisbären heraus, doch scheiterte erst Leontin Kreps am Pfosten (3. Minute) und dann Sven Breiter im Alleingang am überragenden Stuttgarter Keeper Florian Glaswinkler (4.). Auf der anderen Seite war Tobias Amon ebenso hellwach, wenn die Stuttgarter Stürmer in Richtung Eisbären-Tor drängten.

Die Erlösung für die Eisbären kam dann in der 11. Minute, als Manuel Weibler (Foto) zum 1:0 vollstreckte. Dieser Treffer gab nicht nur die Richtung für das weitere Spiel vor, es sorgte auch für extreme Erleichterung beim Torschützen, der in den letzten Spielen von einem besonderen Pech beim Abschluss verfolgt worden war. Das 1:0 sollte nicht sein letzter Treffer an diesem Abend bleiben…

Als in der 28. Minute Stefan Schrimpf einen millimetergenauen Pass von Robin Platz zum 2:0 verwandelte, schienen die Gastgeber endgültig auf der Siegerstraße angekommen zu sein. Doch schlichen sich nun immer häufiger Konzentrationsschwächen ein, was Philipp Hodul in der 37. Minute zum 2:1 nutzte. Die aufkeimenden Stuttgarter Hoffnungen erstickte dann erneut Manuel Weibler, als er 33 Sekunden vor der zweiten Pause mit einem satten Schuss auf 3:1 erhöhte.

Das Schlussdrittel entwickelte sich dann zu einem wahren Eishockey-Krimi. In der 42. gelang den Stuttgart Rebels in Person von Philipp Hodul der erneute Anschlusstreffer, der für zusätzliche Würze in dieser Partie sorgte. Die Eisbären hatten zwar mehr Spielanteile, scheiterten aber ein ums andere Mal an Glaswinkler. Auf der anderen Seite hatte die Abwehr alle Hände voll zu tun, um den durchaus möglichen Ausgleich zu verhindern.

In der spannenden Schlussphase schienen sich die Rebels dann selbst zu schlagen. Zwei Minuten vor dem Ende musste Tim Becker für zwei Minuten auf die Strafbank, während Hodul wegen Reklamierens gleich in die Kabine geschickt wurde. Als dann 1:33 vor dem Ende auch noch Marc Wollner wegen eines Kniechecks in die Kühlbox musste, schien die Partie gelaufen. Doch nur vier Sekunden später erwischte es auf Seiten der Eisbären Milan Liebsch mit einer Zwei-Minuten-Strafe. Stuttgarts Trainer Pavol Jancovic setzte nun alles auf eine Karte. Er nahm seinen Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, um mit vier gegen vier Mann noch den Ausgleich zu erzwingen. Doch Glaswinkler hatte noch nicht richtig auf der Ersatzbank Platz genommen, als der Eisbären-Spieler des Abends, Manuel Weibler, die Scheibe abfing und zum 4:2 ins leere Tor traf. Wer jedoch glaubte, dass dies der sichere Sieg war, sah sich getäuscht – denn 26 Sekunden vor dem Ende schaffte Arthur Gross den erneuten Anschlusstreffer zum 4:3. Wieder nahm Jancovic seinen Keeper vom Eis, diesmal jedoch ohne einen weiteren Torerfolg. Die Eisbären schaukelten das 4:3 vollends über die Runden und zogen mit diesem Sieg in der Tabelle am SC Bietigheim vorbei.

Eben diese Bietigheimer sind am kommenden Sonntag (19 Uhr) in der Kolbenschmidt Arena zu einem Spiel zu Gast, das von der AOK Heilbronn-Franken präsentiert wird. Einen Tag zuvor, am Samstag, den 30.11., treten die Eisbären um 18.15 Uhr in Freiburg an.