Eisbären

5:1-Sieg gegen Schwenningen bringt die Playoff-Teilnahme näher

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Zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen haben die Eisbären Heilbronn ihren direkten Konkurrenten Fire Wings Schwenningen mit einer Niederlage nach Hause geschickt. Hatte es vor einer Woche noch 6:3 geheißen, so gewannen die Eisbären diesmal in überzeugender Manier mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) und verschafften sich damit ein Sechs-Punkte-Polster auf den direkten Konkurrenten, der dadurch auf Platz 5 zurückgefallen ist.

Die erste gute Nachricht gab es bereits vor dem Spiel, denn am Nachmittag hatte das „Eisbären-Perspektivteam 2030“ Zuwachs bekommen! Herzliche Gratulation an unseren Spieler John Kraiss zur Geburt seines Sohnes Lennox-Lyon 🙂

Goalie Max Dürr war in allen Situationen Herr der Lage. (Foto: Larissa Nied)

Das Spiel begann gleich nach 13 Sekunden mit einer Strafzeit gegen die Eisbären: Zum ersten Mal in dieser Saison wurde Topscorer Milan Liebsch auf die Strafbank geschickt. Doch trotz dieses unerfreulichen Beginns nahmen die Eisbären das Heft schon bald in die Hand, und Felix Kollmar nutzte in der 5. Minute die erste Schwenninger Strafe in Überzahl zum 1:0. Die mit insgesamt 15 Juniorenspielern angetretenen Gäste waren bemüht, die Eisbären durch kleinere Provokationen aus dem Konzept zu bringen, was dann kurz vor der ersten Drittelpause zu einer Keilerei zwischen Alex Weiß und Markus Zappe führte, die Hauptschiedsrichter Sintenis mit insgesamt sechs Strafminuten für Weiß und vier Minuten für Zappe bedachte.

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären von Beginn an hellwach und konnten die entsprechenden Akzente setzen. Schon nach etwas mehr als zwei Minuten umkurvte Hansi Becker das Schwenninger Tor und schob die Scheibe zum 2:0 über die Linie. In Unterzahl setzte Michael Filobok in der 30. Minute das 3:0 drauf, als er im Rücken der weit aufgerückten Schwenninger einen langen Pass von Marc Oppenländer annahm, allein auf das Schwenninger Tor zu raste und Keeper Henning Schroth zum 3:0 verlud. Doch obwohl die Eisbären ihren Gegner zu diesem Zeitpunkt fest im Griff hatten, gelang Andreas Erlenbusch in der 36. Minute der Anschlusstreffer zum 3:1. Das Team von Trainer Kai Sellers ließ sich dadurch allerdings nicht aus dem Konzept bringen, und so hämmerte Sascha Bernhardt schon eine halbe Minute später die Scheibe mit einem satten Schlagschuss in Überzahl zum 4:1 in die Maschen. Henning Schroth verließ daraufhin seinen Kasten und machte Platz für seinen Vertreter Benjamin Tabor.

In der 37. Minute folgte dann der negative Höhepunkt des Abends, als Marco Minervini Michael Filobok mit einem Check gegen den Kopf niederstreckte, der stark an die Szene aus dem Eisbären-Spiel gegen Hügelsheim erinnerte, in der ein Gästespieler schwer verletzt worden war. Während Filobok behandelt wurde – er konnte später wieder weiterspielen – „kümmerte“ sich Eisbären-Verteidiger Tim Riedel nachhaltig um Minervini, was letztendlich beiden Spielern eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einbrachte.

Im Schlussdrittel wurde der Widerstand der Gäste weniger, doch konnten die Eisbären lange kein Kapital aus ihrer Überlegenheit schlagen – bis dann in der 51. Minute Paul Gagnon einen herrlichen Treffer zum 5:1-Endstand markierte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste bereits auf ihren Torschützen Erlenbusch verzichten müssen, der in der 47. Minute wegen fortgesetztem Reklamieren ebenfalls mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe bedacht worden war.

Zum Spieler des Abends wurde bei den Eisbären Goalie Max Dürr gewählt, der die Schwenninger Chancen reihenweise souverän zunichte machte und der in der 39. Minute bei einem Alleingang von Steven Zrinski seine beste Szene hatte.

Da am Wochenende sowohl Hügelsheim als auch Stuttgart ihr jeweiliges Spiel gewonnen haben, rutschten die Fire Wings Schwenningen zum ersten Mal in dieser Saison aus den Playoff-Rängen. Der Vorsprung der Eisbären zu den nun fünftplatzierten Schwenningern beträgt jetzt ganze sechs Punkte, wobei Schwenningen sogar bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Die Eisbären (30 Punkte) könnten mit einem Sieg am Freitag gegen Stuttgart (32 Punkte) sogar auf Platz zwei springen.

Tore:
1:0 (5.) Kollmar (Weiß/Becker) +1
2:0 (23.) Becker (Filobok)
3:0 (30.) Filobok (Oppenländer) -1
3:1 (36.) Erlenbusch (Soppa)
4:1 (36.) Bernhardt (Vogler/Gagnon) +1
5:1 (51.) Gagnon (Liebsch/Bernhardt)

Strafen:
Eisbären 25 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für Riedel
Schwenningen 23 Minuten plus SPieldauer-Disziplinarstrafen für Minervini und Erlenbusch