Eisbären

5:4-Penaltysieg bringt zwei wichtige Punkte

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Es war noch nicht der große Befreiungsschlag, den man sich nach zwei Niederlagen in Folge erhofft hatte – doch mit dem 5:4 (2:1, 2:1, 0:2 – 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen bei den Fire Wings Schwenningen zeigt die Tendenz bei den Eisbären Heilbronn wieder nach oben.

Die Cracks von Trainer Kai Sellers, der mit Axel Hackert auf einen seiner Schlüsselspieler verzichten musste, begannen die Partie sehr verhalten, während die Gastgeber aggressiv in die Zweikämpfe gingen, schnell konterten und in der 12. Minute durch John Noob zum 1:0 kamen. Die Eisbären steigerten nach diesem Gegentreffer zwar ihr Engagement, doch konnte Fire Wings Keeper Benjamin Tabor alle Chancen vereiteln – bis Stefan Schrimpf in der 16. Minute von der blauen Linie der Ausgleich gelang und Milan Liebsch zwei Minuten vor der Pause in Überzahl zum 1:2 traf.

Doch obwohl man mit Oberwasser ins zweite Drittel ging, kam Schwenningen in der 28. Minute durch Marco Rais zum Ausgleich, aus dem Leo Kreps zwei Minuten später die erneute Eisbären-Führung machte. Das Spiel wurde nun zusehends härter und die Zuschauer bekamen von der kleinen Rangelei bis zum Faustkampf mit vier Spielern – Soccio und Schäfer auf Schwenninger sowie Vogler und Hoffmann auf Heilbronner Seite – alles zu sehen.

Als Arno Metz 25 Sekunden vor der zweiten Pause auf 2:4 erhöhte, schienen die Eisbären endgültig auf der Siegerstraße angekommen zu sein. Doch im Schlussdrittel gaben die Gastgeber nochmal Vollgas und schafften es, den Eisbären das Heft aus der Hand zu nehmen. Florian Hoppe verkürzte in der 44. Minute zum 3:4 und Rais traf in Minute 55 zum 4:4-Ausgleich. Erst jetzt besannen sich die Gäste wieder auf ihre technische Überlegenheit und taten das, was sie sich vor dem Spiel vorgenommen hatten: Sie machten gehörigen Druck und schnürten die Fire Wings dauerhaft in deren eigenem Drittel ein. Die Eisbären arbeiteten sich Chance um Chance heraus und spielten bei gleicher Spielerzahl ein besseres Powerplay als zuvor bei numerischer Überlegenheit, doch klebte ihnen das Pech am Schläger und Schwenningen rettete das 4:4 ins Penaltyschießen.

Dort machten Goalie Anton Lukin bei seinem Eisbären-Debut und Milan Liebsch für den amtierenden Meister alles klar. Während Lukin die Penaltyschüsse von Kohn, Schäfer und Schulz parieren konnte, versenkte Milan Liebsch den entscheidenden Penalty zum am Ende doch verdienten 5:4-Sieg der Eisbären.