Eisbären

5:7 am Baden Airpark – Hügelsheim nimmt Revanche

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Zum ersten Mal seit dem 23. März 2013 sind die Eisbären Heilbronn am Samstag Abend wieder als Verlierer vom Hügelsheimer Eis gegangen. 5:7 (1:1, 1:3, 3:3) hieß es am Ende eines rassigen Regionalligaspiels bei den Baden Rhinos, das bis in die Schlusssekunden kaum an Spannung zu überbieten war.

Die Eisbären, die auf die Stammspieler Alex Keterling, John Kraiss und Igor Filobok verzichten mussten, gerieten in der 6. Minute erstmals in Rückstand, als Christian Böcherer in Unterzahl zum 1:0 traf. Schon früh wurde deutlich, dass das Team der Badener durch die beiden Neuzugänge Dominik Dech und Adrian Kolar defensiv an Stabilität gewonnen hat. Im Gegensatz zum 8:1-Sieg im Hinspiel standen die Gastgeber wesentlich kompakter und ließen weitaus weniger Chancen zu.

Als Dominik Dech in der 13. Minute gerade die zweite Hügelsheimer Strafzeit absaß, kamen die Eisbären dann doch zum Ausgleich. Arno Metz traf auf Zuspiel von Leontin Kreps.

Das zweite Drittel war dann erstmal von Kampf geprägt. Als die Schiedsrichter in der 24. Minute Noel Johnson und Christian Böcherer auf Hügelsheimer sowie Moritz Muth und Manuel Pfenning auf Heilbronner Seite für mehrere Minuten auf die Strafbank verbannten, konnten die Eisbären ihre technischen Stärken ausspielen. Mit viel Platz auf dem Eis drängten sie auf den Führungstreffer, waren vor dem von Sebastian Trenholm bestens gehüteten Tor aber nicht abgebrüht genug um zum Erfolg zu kommen. Dies sollte sich rächen, denn Mathieu Fleury nutzte in der 30. Minute eine weitere Heilbronner Strafe zum 2:1. Robin Platz konnte zwei Minuten später zwar nochmal ausgleichen, doch sorgten Dennis Walther (36.) und Marco Trenholm (38.) für eine 4:2-Pausenführung der Baden Rhinos.

Im Schlussdrittel sahen die 521 Zuschauer dann einen offenen Schlagabtausch zweier auf Augenhöhe spielender Teams. Nach 63 Sekunden überwand Rouven Siel Eisbären-Keeper Anton Lukin zum 5:2, doch Claudio Schreyer verkürzte in der 47. Minute in Überzahl zum 5:3.

Als in der 55. Minute Noel Johnson auf 6:3 erhöhte, schien die Entscheidung zugunsten der Hausherren gefallen zu sein – hätte Rouven Siel sich nicht Sekunden später eine Fünf-Minuten-Strafe eingefangen, die die Eisbären wieder ins Spiel brachte. Nach nicht mal einer Minute Überzahl verkürzte erst Daniel Brendle zum 6:4, dann traf Manuel Pfenning 50 Sekunden vor dem Ende zum 6:5. Darauf hin nahm der Spielertrainer seinen Keeper Anton Lukin zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch 11 Sekunden vor dem Ende setzte Mathieu Fleury mit einem Empty-net Tor zum 7:5 den Hoffnungen dann endgültig ein Ende.

„Das war heute ein super Spiel, bei dem die bessere Mannschaft am Ende gewonnen hat. Hügelsheim war vor dem Tor kaltschnäuziger, was bei uns heute leider gefehlt hat“, gab Manuel Pfenning nach dem Spiel nüchtern zu Protokoll. „Für uns gilt es nun, die Niederlage schnell wegzustecken und morgen in Eppelheim drei Punkte zu holen.“

Verzichten müssen die Eisbären beim Auswärtsspiel in Eppelheim (Sonntag, 19 Uhr) auf Stürmer Leo Kreps, der nach der Schlusssirene noch eine doppelte 10-Minuten-Strafe kassierte und deshalb für ein Spiel gesperrt ist.