Eisbären

7:2-Sieg gegen Bietigheim – die Eisbären grüßen von Platz 1

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Mit ihrer bisher wohl besten Saisonleistung haben die Eisbären Heilbronn am Sonntag abend im Duell Zweiter gegen Dritter den SC Bietigheim mit 7:2 (1:1, 2:0, 4:1) geschlagen. Durch diese drei Punkte und den 10:2-Sieg am Samstag in Freiburg haben sich die Eisbären in der Tabelle nicht nur von Bietigheim abgesetzt, sondern haben mit einem Punkt Vorsprung vor den Baden Rhinos Hügelsheim die Tabellenführung zurück erobert.

Schon vor der Begegnung stellten sich die über 1500 Zuschauer die Frage, welcher der beiden Kontrahenten wohl den längeren Atem in dieser Partie haben würde – die Eisbären, die ihr zweites Spiel innerhalb von 24 Stunden absolvierten und zusätzlich noch die lange nächtliche Busfahrt von Freiburg nach Heilbronn in den Knochen stecken hatten, oder die Gäste, die mit nur zehn Feldspielern angetreten waren, von denen nur zwei älter als 20 Jahre waren.

Den besseren Start hatte der kleine, aber feine Bietigheimer Kader, denn Maurice Pietzka brachte die „kleinen Steelers“ schon nach etwas mehr als zwei Minuten mit 0:1 in Führung. Doch schon eine Minute später konnten die Eisbären zum 1:1 ausgleichen. Neuzugang Marc Bruns (Foto) hatte bei einem fliegenden Wechsel der Gäste aufgepasst und die Scheibe zu Adrian Kolar gelegt, der Axel Hackert mit einem langen Pass an die blaue Linie bediente. Dieser machte ein paar schnelle Schritte auf das Bietigheimer Tor, spielte Goalie Max Häberle aus und schob die Scheibe zum 1:1 ein.

Es entwickelte sich ein rasantes Regionalligaspiel auf hohem Niveau, in dem die Eisbären meist einen Tick schneller als der Gegner waren. Dennoch dauerte es bis zur 26. Minute, ehe die Eisbären die Weichen auf Sieg stellen konnten. Stefan Schrimpf hatte gerade eine Zwei-Minuten-Strafe abgesessen und kehrte von der Strafbank aufs Eis zurück, als er von Benjamin Brozicek mustergültig bedient wurde und mit einem satten Schuss das umjubelte 2:1 erzielte. Nur eine Minute später fälschte Dominique Hensel einen Schuss zum 3:1 ab. Doch obwohl der Eisbären-Express jetzt Fahrt aufnahm und sich fast durchgehend im Drittel der aufopferungsvoll kämpfenden Gäste festsetzte, kam im zweiten Drittel nichts Zählbares mehr heraus.

Dies änderte sich dann in Abschnitt drei – jedoch erst, nachdem Pierre Dumont Bietigheim wieder auf 3:2 herangebracht hatte (45.). Nur 23 Sekunden danach knallte Sven Breiter, der später abermals zum Spieler des Abends gewählt wurde, die Scheibe zum 4:2 ins linke obere Eck. Nachdem Arno Metz in der 49. Minute dann sogar auf 5:2 erhöhte, war der Bietigheimer Widerstand vollends gebrochen. Die eingangs gestellte Frage nach dem längeren Atem hatte sich nun von alleine beantwortet. Die Steelers, die ab dem zweiten Drittel auch noch auf den verletzten Nicholas Redmon verzichten mussten, konnten nun nicht mehr viel entgegen setzen. Milan Liebsch (52.) und Leo Kreps (57.) erzielten noch zwei weitere Treffer zum 7:2-Endstand.

Eisbären-Coach Kai Sellers zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben an diesem Wochenende unser bisher bestes Eishockey in dieser Saison gezeigt. Sowohl gegen Bietigheim als auch gegen Freiburg konnten wir unsere Abschlusßschwäche ablegen und viele unserer Torchancen verwerten“.

Einen überzeugenden Einstand feierte der quirlige Neuzugang Marc Bruns, der neben Manuel Weibler und Axel Hackert stürmte. „Vor so vielen Fans zu spielen, das hat richtig spaß gemacht“, so der Mannheimer nach dem Spiel.

Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr treten die Eisbären nun zum absoluten Spitzenspiel bei den Baden Rhinos Hügelsheim an. Da der Baden Airpark am Samstag mit Sicherheit ausverkauft sein wird, sollten sich Fans, die ihre Eisbären auch in Hügelsheim unterstützen möchten, unbedingt vorher schon um Eintrittskarten kümmern.

Den Eisbären steht bis Mittwoch ein kleines Kontingent mit 20 Karten zur Verfügung. Wer definitiv weiß, dass er am Samstag nach Hügelsheim fahren wird, kann seine Karte per E-Mail an presse@eisbaeren-heilbronn.de bestellen. Wir werden die Namen dann an die Baden Rhinos weitergeben, damit die Karten dann am Eingang bereit gelegt werden.