Eisbären

7:2-Sieg in Schwenningen – die Eisbären sind im Finale

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Es ist vollbracht – die Eisbären Heilbronn haben mit einem 7:2 (1:1, 3:0, 3:1)-Sieg bei den Fire Wings Schwenningen das Finale der Regionalliga Südwest erreicht! Nach dem 9:2 vor einer Woche im Hinspiel konnte das Team von Trainer Kai Sellers auch im zweiten Spiel gegen den bisherigen Angstgegner voll überzeugen und zurecht in die Finalserie einziehen.

Der Gegner für das Finale steht nach dem Bietigheimer 6:2-Sieg am Freitag in Hügelsheim noch nicht fest. Sicher ist aber, dass das erste Finalspiel bereits am kommenden Sonntag, den 16. März, in Heilbronn stattfinden wird. Die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben.

Der Moment der Vorentscheidung: Leo Kreps überwindet Keeper Hoppe zum 1:2. Foto: fraz Fotojournalismus & Fotodesign, www.fraz-foto.de

Die Eisbären ließen von Anfang an erkennen, dass sie nicht gewillt waren die Rolle des abwartenden Auswärtsteams zu übernehmen. Vielmehr setzte Manuel Weibler schon nach 30 Sekunden die erste Duftmarke, als er allein vor dem Schwenninger Tor auftauchte, jedoch an Keeper Fabian Hoppe scheiterte. Die zweite Großchance hatte Axel Hackert in der 4. Minute, aber auch er brachte die Scheibe nicht im Tor unter. Besser machte es dann in der 7. Minute Leontin Kreps, der – von Sven Breiter mit viel Übersicht in Szene gesetzt – zum 0:1 traf.

Die Eisbären hatten das Spiel weitestgehend im Griff, versäumten es aber, bereits in dieser Phase einen weiteren Treffer nachzulegen. Auf der anderen Seite musste in der 8. Minute Konrad Hoffmann bei einem Konter der Fire Wings für den bereits geschlagenen Keeper Kevin Yeingst retten – ein Signal für die Gastgeber, die nach dieser Szene besser ins Spiel kamen. In der 14. Minute entschärfte Yeingst dann erst einen Alleingang von Christopher Kohn bei Eisbären-Überzahl, um von demselben Spieler dann im Anschluss durch einen Schuss von hinter der Torlinie zum 1:1 überlistet zu werden, der vom Schoner des Torhüters abprallte und ins Netz trudelte.

Man merkte nun beiden Teams an, dass es in diesem Spiel um nichts weniger als den Finaleinzug ging. Die Aktionen wurden härter und die gut leitenden Schiedsrichter bekamen bis zur Pause alle Hände voll zu tun. 40 Sekunden vor der Pause gerieten sich Milan Liebsch und Sven Breiter mit den Schwenningern Schulz und Hynes in die Haare, nachdem Schulz Arno Metz mit einem Stockschlag zu Boden geschickt hatte – mit dem Ergebnis, dass alle vier Akteure in die Kühlbox mussten.

Eine vorentscheidende Szene spielte sich dann in der 23. Minute ab: Der Schwenninger Johannes Stöhr nahm freistehend einen Pass von links volley ab, schoss jedoch am weit offen stehenden Tor vorbei. Dieser Fehlsschuss ermöglichte den Eisbären einen schnellen Konter, bei dem Sven Breiter – wie schon beim 0:1 – die Scheibe mustergültig auf Leo passte der zum 1:2 verwandelte (Foto).

Wie schon im Hinspiel in Heilbronn ging es nun Schlag auf Schlag. Kaum hatte Kreps das 1:2 erzielt, ließ Arno Metz in der 25. Minute schon das 1:3 folgen. Doch damit nicht genug. Nicht mal eine Minute später brachte der quirlige Marc Bruns seine Farben sogar mit 1:4 in Führung. Es war das mit Sicherheit schönste Tor des Abends. Bruns verfolgte einen Schwenninger Verteidiger, der beim Versuch seinen Gegenspieler abzuschütteln auf das eigene Tor zusteuerte. Bruns beharkte diesen so lange von hinten, bis er zwei Meter vor dem Tor tatsächlich in Scheibenbesitz kam und den Puck im Fallen am verdutzten Hoppe vorbei zum 1:4 ins Netz schlenzte.

Durch diese drei schnell aufeinander folgenden Treffer wirkten die Gastgeber wie gelähmt, doch konnten Manuel Weibler (31.), Sven Breiter (33.) und das Trio Weibler, Robin Platz und Axel Hackert bei einer Drei-gegen-eins Situation (35.) ihre Großchancen nicht verwerten.

Es dauerte bis zur 49. Minute, ehe Arno Metz in Überzahl mit seinem zweiten Treffer endlich für das 1:5 sorgte. Nach diesem Treffer bäumten sich die Fire Wings nochmal auf, während bei den Eisbären die Konzentration nachzulassen schien. Folglich kamen die Gastgeber in der 50. Minute durch Stöhr zum 2:5. Musste man kurzzeitig befürchten, dass das Spiel womöglich nochmal eng werden würde, so war in der 55. Minute der Käse endgültig gegessen. Milan Liebsch spielte einen harten Pass auf Sven Breiter, der die Scheibe zum 2:6 ins gegnerische Tor lenkte und den Sack vollends zu machte.

Dass Stefan Schrimpf zwei Sekunden vor der Schlusssirene gar noch auf 2:7 erhöhte, bekam in der Halle kaum noch jemand mit. Die ca. 60 Heilbronner Fans, die beim Anfeuern ihres Teams eine ebenso meisterliche Leistung abgaben wie die Cracks auf dem Eis, hatten zu diesem Zeitpunkt schon den Finaleinzug gefeiert, als die Uhr plötzlich auf 0:02 stehen blieb und die Spieler nochmal ein Tor bejubelten. Ob 6:2 oder 7:2 – für den Finaleinzug machte das keinen Unterschied mehr…

„Wir sind im Finale, was soll ich sagen“, strahlte ein sichtlich erleichterter Kai Sellers nach dem Spiel. „Schwenningen war ein sehr starker Gegner, der uns bis aufs Äußerste gefordert hat und in dem mehr Potenzial als nur der vierte Platz steckt. Jetzt sind wir natürlich happy über den Finaleinzug und warten nun auf unseren Gegner“.

Dieser wird  am Freitag abend im Spiel Bietigheim gegen Hügelsheim ermittelt.