Eisbären

7:3-Sieg in Hügelsheim – Spiel 3 am 19.3. um 18 Uhr in Heilbronn

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Mit einem 7:3 (2:1, 2:0, 3:2)-Sieg bei den Baden Rhinos Hügelsheim haben die Eisbären Heilbronn am Samstagabend ein vorzeitiges Aus im Playoff-Halbfinale verhindert und ein drittes und entscheidendes Spiel erzwungen. Dieses findet am Sonntag, den 19. März, um 18 Uhr in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena statt.

Nach der eine Woche zuvor erlittenen 3:4-Heimniederlage standen die Eisbären unter Zugzwang – eine Niederlage vor über 1.000 Zuschauern im Hügelsheimer Hexenkessel hätte das frühe Saisonende bedeutet. „Keiner im Team war bereit, schon am 11. März und damit so früh wie noch nie in die Sommerpause zu gehen. Insofern war von der ersten Minute an der Wille da, alles zu geben, um dieses Spiel zu gewinnen“, sagte ein erleichterter Trainer Sascha Bernhardt nach dem Spielende.

Den Grundstein für den Erfolg legte Verteidiger Daniel Steinke in der siebten Spielminute mit dem 0:1, als die Gastgeber gerade in Person von Maxim Engel ihre erste Strafzeit absaßen. Zweieinhalb Minuten später dann dasselbe Spiel auf der anderen Seite: Strafe Igor Filobok, Überzahl-Tor Mathieu Fleury – 1:1. Wichtig war, dass Claudio Schreyer noch vor der Pause der erneute Führungstreffer gelang (17.) – denn so konnten die Eisbären mit einer psychologisch wichtigen 2:1-Führung ins zweite Drittel starten.

„Die Jungs haben heute jeden Zentimeter der Eisfläche umgepflügt, haben sich in Schüsse geworfen und damit die Grundlage für den Erfolg gelegt“, so Bernhardt, der im zweiten Drittel zusammen mit den mitgereisten Fans das 1:3 durch Manuel Pfenning (35.) und das 1:4 durch Stefan Schrimpf (39.) bejubeln konnte.

Als erneut Kapitän Schrimpf in der 48. Minute gar auf 1:5 erhöhen konnte, schien dies schon eine Vorentscheidung zu sein. Doch Jonathan Koch überwand elf Sekunden später im direkten Gegenzug Eisbären-Goalie Markus Nachtmann zum 2:5. Sascha Bernhardt dazu: „Wir haben in Hügelsheim schon Spiele erlebt, da war so ein schneller Anschlusstreffer der Start einer Aufholjagd – insofern waren wir sensibilisiert und haben gleich zurückgeschlagen.“

Youngster Vasilios Maras vom Kooperationspartner Heilbronner EC war es vorbehalten, die Hoffnungen der Gastgeber auf eine Aufholjagd im Keime zu ersticken. Der 20-Jährige DNL2-Spieler machte 39 Sekunden nach dem 2:5 das 2:6. Maxim Engel konnte zwar in der 51. Spielminute noch auf 3:6 verkürzen, doch sorgte Daniel Brendle knapp sieben Minuten vor dem Ende in doppelter Überzahl mit dem 3:7 für die Entscheidung.

„Do or die“ heißt es nun am nächsten Sonntag für beide Teams – gewinne das Spiel oder die Saison ist vorüber. „Egal wie hoch wir heute gewonnen haben, am Sonntag geht es wieder bei null zu null los und es zählt nur das Ergebnis dieses einen Spiels. Wir haben in den letzten Jahren zwei solche Spiele gehabt und haben beide gewonnen, wissen also worauf es ankommt“, schaut Bernhardt optimistisch nach vorne.

Auch im zweiten Halbfinale konnte der Favorit Zweibrücken Hornets ein frühzeitiges Aus vermeiden. Der Hauptrundenzweite aus der Pfalz gewann bei den Eisbären Eppelheim mit 6:2, so dass auch in diesem Duell das dritte Spiel am 19.3. (18 Uhr) die Entscheidung bringen muss.