Eisbären

9:3 – geglückte Revanche gegen die Zweibrücken Hornets

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Mit 9:3 (2:1, 2:1, 5:1) haben die Eisbären Heilbronn am Freitag abend vor der Saison-Rekordkulisse von 1261 Zuschauen gegen die Zweibrücken Hornets gewonnen. Damit ist dem Team das gelungen, was es sich fest vorgenommen hatte: die sportliche Revanche für die im Dezember in Zweibrücken erlittene 2:6-Niederlage.

Doch so deutlich wie es das Ergebnis scheinen lässt, war die Überlegenheit der Eisbären lange Zeit nicht. Zwar legten sie rasant los – Benjamin Brozicek traf in der 2. Minute zum 1:0 und Alex Keterling in Minute sechs zum 2:0 – doch verlegten sie sich dann erstmal darauf, die mit einem Minikader angereisten Gäste von Minute zu Minute mehr aufzubauen. Im Minutentakt übertrumpften sich die Spieler zum einen gegenseitig im Auslassen von Großchancen, zum anderen zogen sie es vor mehr über die entgangenen Chancen zu hadern als den Kontern der Hornets Einhalt zu gebieten. In dieser Phase war es einzig und allein dem blendend aufgelegten Goalie Marian Metz zu verdanken, dass die Gäste nur einen der vielen Konter durch Tomas Vodicka zum 2:1 abschließen konnten (10. Minute in Unterzahl) und man zur Pause zumindest mit 2:1 führte.

Der mittlere Spielabschnitt begann dann mit einem Paukenschlag, als den Gästen schon nach wenigen Sekunden durch Michael Neumann in Überzahl der Ausgleich zum 2:2 gelang. Die Eisbären waren zwar bemüht, doch machte der starke Gästekeeper Steven Teucke Großchancen von Sascha Bernhardt, Michael Filobok und Oliver Hackert zunichte. Letzterer war es dann, der Teucke in der 27. Minute doch zum 3:2 überwinden konnte. Doch auch dieser Treffer gab den Gastgebern noch nicht die richtige Sicherheit. Deshalb wirkte dann auch das Tor von Felix Kollmar zum 4:2 (37.) wie eine Erlösung, hatte man nun doch eine sehr gute Ausgangsposition für das letzte Drittel geschaffen.

Mit einem Doppelschlag von Sascha Bernhardt (44. Minute in Unterzahl) und David Vetsch (45.) waren dann endlich die Weichen auf Sieg gestellt. Das Selbstvertrauen der Eisbären vor dem Tor kehrte zurück, während die Gäste nun von Minute zu Minute mehr abbauten. So war es dann in der 48. Spielminute dem slowakischen Neuzugang Jozef Jambor vorbehalten, den nächsten Treffer zum 7:2 zu erzielen. Knappe zwei Minuten später krönte Alex Keterling die starke Leistung der dritten Reihe um Benjamin Brozicek und Mischa Zeller mit seinem zweiten Tor zum 8:2. Auch Jambor, der bei seinem Debut in den ersten beiden Dritteln noch sehr unauffällig agiert hatte, traf in der 56. Minute zum zweiten Mal und deutete an, dass er zurecht in der letzten Saison einer der Topscorer der Regionalliga Südwest war. Den Schlusspunkt unter den Torreigen setzte Zweibrückens Michael Sawicki, der Marian Metz zum 9:3 tunnelte.

28 Sekunden vor dem Ende gab es dann noch eine unschöne Szene, die stark an die Situation aus dem Hinspiel erinnerte, in der Eisbären-Verteidiger Heiko Vogler schwer am Knie verletzt wurde. Hornets-Stürmer Jan Beetz rammte mit einer völlig ungestümen Attacke Jozef Jambor direkt vor der Spielerbank der Eisbären so stark in die Bande, dass dieser kurzzeitig verletzt liegen blieb. Zwar wurde Beetz für diesen Angriff von den Schiedsrichtern nicht bestraft, dafür aber von Daniel Brendle, der ihm sehr deutlich zu erkennen gab, was er von dessen Aktion gehalten hat. Hornets-Trainer Radovan Pastorek entschuldigte sich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel bei seinem Heilbronner Kollegen Kai Sellers für diese dumme Aktion seines Schützlings.

Bei den Eisbären gilt nun die volle Konzentration dem Spiel am Sonntag (19.30 Uhr) gegen die Stuttgart Rebels, die parallel gegen die Black Hawks Bad Liebenzell mit 15:3 gewonnen haben.

Tore:
1:0 (2.) Brozicek (Becker)
2:0 (6.) Keterling (Brozicek/Brendle)
2.1 (10.) Vodicka (Pastorek/Anken) – 4:5
2:2 (21.) Neumann (Pastorek) – 4:3
3:2 (27.) Hackert (Filobok/Jambor)
4:2 (37.) Kollmar (Hackert)
5:2 (44.) Bernhardt (Brendle/Dorochin) – 4:5
6:2 (45.) Vetsch (Keterling/Hackert)
7:2 (48.) Jambor (Brendle)
8:2 (49.) Keterling (Brendle) – 4:5
9:2 (56.) Jambor (Metz)
9:3 (58.) Sawicki

Strafen:
Heilbronn 22 Minuten
Zweibrücken 18 Minuten + 10 Minuten für Pastorek