Eisbären

Am Sonntag beginnt die „Mission Titelverteidigung“

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Sieben Jahre lang waren die Eisbären Heilbronn auf der Jagd nach dem Meistertitel der Regionalliga Südwest. Jetzt, als amtierender Meister, werden sie vom Jäger zum Gejagten, wenn am Sonntag um 17.30 Uhr beim Heimspiel gegen den Aufsteiger Mad Dogs Mannheim die Saison 2013/14 beginnt.

An allzu viele neue Gesichter brauchen sich die Fans nicht zu gewöhnen, denn das Meisterteam ist fast komplett beisammen geblieben. Verzichten muss Trainer Kai Sellers in der neuen Saison auf Eisbären-Rekordtorjäger Sascha Bernhardt (218 Tore in 168 Spielen), der seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt hat, der den Eisbären aber als Co-Trainer erhalten bleibt. Marc Oppenländer ist beruflich für längere Zeit in den USA und Goalie Marian Metz steht aus beruflichen Gründen nur noch sporadisch zur Verfügung.

Coach Sellers und Manager Rainer Scholl haben für die Abgänge adäquaten Ersatz gefunden. So darf man vor allem auf Sven Breiter gespannt sein, der im Angriff für Sascha Bernhardt in die Bresche springen soll. Nach neun Jahren in 2. Liga und Oberliga und illustren Stationen wie Bietigheim, Wolfsburg, Hannover, Bad Nauheim, Dortmund und Frankfurt verspricht der kleine, wendige Angreifer eine echte Bereicherung für das Team zu werden.

Viel verspricht sich Kai Sellers auch von seinem neuen Torhüter-Trio Tobias Amon, Kevin Yeingst (zuletzt inaktiv, davor Mannheim, Peiting, Waldkraiburg) und Anton Lukin (kam aus Hügelsheim). „Ich habe hier die sprichwörtliche Qual der Wahl, denn jeder der drei hat eigentlich das Zeug zur Nummer eins“, freut sich Sellers über die starke Besetzung dieser Schlüsselposition. Weiterhin neu im Kader sind Axel Schade (Mad Dogs Mannheim) sowie die zuletzt inaktiven Rückkehrer Arno Metz und Konrad Hoffmann.

Alleine die Tatsache, dass der Meisterkader inklusive der Top-Reihe um Axel Hackert, Milan Liebsch und Manuel Weibler (Foto) zusammen geblieben ist, macht den Titelverteidiger zum Favoriten. „Natürlich ist unser Ziel die Titelverteidigung“, so Trainer Sellers. „Doch als erstes möchten wir uns eine gute Ausgangsposition für die Playoffs schaffen.“

Wie im letzten Jahr werden die besten vier Mannschaften der Hauptrunde die Playoffs erreichen. Die Hauptrunde wird wie gehabt in einer 1,5-fach-Runde gespielt, in der jeder dreimal gegen jeden antreten muss. Im Gegensatz zur vergangenen Saison umfasst die Regionalliga Südwest neun statt acht Mannschaften. Während sich Pforzheim in die Landesliga verabschiedet hat, sind Aufsteiger Mad Dogs Mannheim sowie der SC Bietigheim-Bissingen neu dazugekommen. Letzterer gilt unter den Vereinen auch als Geheimfavorit und neben Hügelsheim und Stuttgart als Haupt-Konkurrent der Eisbären.

In den Vorbereitungsspielen stotterte der Eisbären-Motor allerdings noch etwas. 7:1- und 6:5-Siegen gegen die 1b-Teams aus Nürnberg und Frankfurt standen eine 3:10- und eine 2:3-Niederlage gegen die Bayernligisten Mitterteich und Buchloe gegenüber. „Die Ergebnisse interessieren mich nicht wirklich. Wir sind jeweils mit einem Minikader angereist, insofern hat das wenig Aussagekraft“, so Kai Sellers.