Eisbären

Auf der Zielgerade des Marathons eingeholt – die Eisbären schlagen sich selbst

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56 Sekunden fehlten den Eisbären Heilbronn am Samstag morgen, um den Halloween Marathon mit einer weißen Weste abzuschließen. Obwohl sie im Spiel gegen die Baden Rhinos Hügelsheim mit einer 3:2-Führung in die Zielgerade eingebogen sind, schafften es die Eisbären nicht, den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen. Stattdessen musste man in der 60. Minute den Ausgleichstreffer hinnehmen. Das Penaltyschießen entschieden die Gäste für sich, so dass die Eisbären mit dem 3:4 (1:1, 0:0, 2:2, 0:1) die erste Niederlage der Saison kassierten.

Lange Zeit sahen die erneut 800 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch beider Teams, bei dem Mathieu Fleury in der 6. Spielminute das 0:1 für die Gäste markierte. Eine fast schon gewohnte Situation für die Eisbären, die bisher in allen Saisonspielen mit 0:1 zurückgelegen sind. Doch sie taten sich schwer, um diese Scharte auszuwetzen, und es dauerte bis zur 18. Spielminute ehe Pascal Schoofs in Überzahl mit einem Kracher von der blauen Linie sein erstes Tor für die Eisbären zum 1:1 erzielen konnte.

Der mittlere Spielabschnitt stand ganz im Zeichen zweier starker Goalies. Sowohl Sebastian Trenholm auf Hügelsheimer als auch Kevin Yeingst auf Heilbronner Seite hielten alles, was zu halten war – und so stand es zur zweiten Pause immer noch 1:1.

So spitzte sich die Spannung im Schlussdrittel zu, und vieles deutete darauf hin, dass der nächste Treffer entscheiden würde. Der gelang dann den Gästen, als Andy Mauderer in der 47. Minute zum 1:2 traf. Die Entscheidung? Denkste.

Denn jetzt hatten die Eisbären ihre stärkste Phase und begannen, die Rhinos in deren eigenem Drittel einzuschnüren – mit dem Ergebnis, dass Axel Hackert und Benjamin Brozicek mit ihren Treffern in der 50. und 53. Minute das Spiel drehten und die Eisbären mit 3:2 in Führung brachten. Jetzt schein alles nach Plan zu laufen. Die Eisbären legten nach und hatten reihenweise Großchancen durch Milan Liebsch, Alex Keterling und Manuel Pfenning. Einmal jedoch konnten sich die Gäste noch aus dem eigenen Drittel befreien – und erzielten beim Konter auch promt das 3:3 durch Christian Werth.

„Wenn man eine Minute vor Schluss 3:2 führt und eh schon schwere Beine hat, dann muss man so schlau sein und das Ergebnis verwalten“, ärgerte sich Co-Trainer Sascha Bernhardt nach dem Spiel. „Wir aber wollten unbedingt noch ein 4:2 machen, was gar nicht nötig gewesen wäre. Und dann fangen wir einen Konter ein und kommen nicht mehr hinterher.“

Am Ende musste das Penaltyschießen entscheiden. Auf Seiten der Eisbären scheiterten sowohl Milan Liebsch als auch Igor Filobok, während Noel Johnson und Dennis Walther für die Gäste trafen und diesen damit zwei Punkte sicherten, während die Eisbären nur einen Zähler auf der Haben-Seite verbuchen konnten.

Jetzt gilt es für die Eisbären, den Fokus auf das „Auswärtsspiel im eigenen Stadion“ am Freitag um 20 Uhr gegen den Heilbronner EC zu richten.