Eisbären

Auswärtssieg in Stuttgart: Nichts für schwache Nerven!

Veröffentlicht

Freitagabend-Partien sind in der Regionalliga Südwest immer eine Herausforderung für die Gäste-Teams. Die Kombination aus beruflichen Verpflichtungen und Zeitaufwand für die Anfahrt bringen es mit sich, dass Akteure fehlen. – So auch am letzten Freitag (12.01.18), als sich die Eisbären Heilbronn zu den Stuttgart Rebels aufmachten.
Gerade einmal drei Reihen bekam Trainer Sascha Bernhardt zusammen. Und das auch nur, weil man mit Moritz Kuen einen Jugendspieler vom Kooperationspartner Heilbronner EC einsetzen konnte. 
Die Partie hatte so viele Gesichter, wie Spieldrittel:
Im ersten Drittel musste man sich fragen wo denn die Eisbären waren, beziehungsweise: waren das überhaupt die Eisbären, die da im Oval standen? Das zweite Drittel stand unter dem Motto: das Team hat den Kampf hervorragend angenommen. Und das dritte Drittel wurde erfahren runtergespielt. – Ein 8:5-Sieg sprang dennoch dabei heraus!
Aber das Ganze noch einmal von vorne:
Ohne Igor Filobok, Patrick Luschenz, Claudio Schreyer und Daniel Steinke, dafür aber wieder mit Moritz Muth und Daniel Brendle – so lauteten die Veränderungen im Team im Vergleich zur letzten Partie. Im Tor bekam Neuzugang Andre Vorlicek in der Startaufstellung den Vorzug vor Patrick Seeger.
Die Akzente im ersten Spielabschnitt setzten fast ausschließlich die Rebellen aus Stuttgart. Zu ungenau waren die Pässe der Eisbären, zu langsam das Spiel. Patrick Daucik (5.) und Maximilian Strehle (6.) brachten ihre Farben schnell in Führung. Daniel Brendle nutzte in der 8. Minute zwar die Steilvorlage von Felix Kollmar umgehend zum Anschlusstreffer, nur ließen sich die Jungs von der Waldau dadurch nicht beeindrucken. Ben Daubner (18.) erzielte das 3:1 und Patrick Eisele (19.) setzte sogar noch das 4:1 drauf. So ging es in die erste Pause.
Wie der Spielverlauf zeigen sollte, hatte Trainer Sascha Bernhardt offensichtlich die passenden Worte für die Jungs gefunden. Zudem setzte er ein Zeichen, indem er Patrick Seeger ins Tor stellte. Doch dies sollte zu Beginn des zweiten Drittels noch nicht ganz den gewünschten Effekt zeigen. Im Gegenteil! Das Drittel begann, wie das erste geendet hatte: die Eisbären versuchten ein ums andere Mal, den Puck in den Stuttgarter Maschen zu versenken und Stuttgart machte mit nur einem Konter das Tor zum 5:1 (21).
War dies der Todesstoß für die Polarbewohner? – Ganz im Gegenteil! Die Eisbären kämpften sich nun ins Spiel, indem sie vor allem das bisher so erfolgreiche Stuttgarter Spielsystem „übernahmen“: vier Mann „hinten“ zum Absichern, und einen Mann „hoch stellen“, der auf den Puck wartet. Diese Spielweise wurde, wie schon zuvor bei den Rebels, nun auch bei Heilbronn belohnt. Fast im Minutentakt fielen die Tore: Benjamin Brozicek (22.) 5:2, Sven Breiter zum 5:3 (24.) und zum 5:4 (28.). Den Ausgleich erzielte Leontin Kreps noch vor Drittelende (35.)… 5:5. – Was für ein Kampfgeist!
Das letzte Drittel musste also die Entscheidung bringen. Während die Landshauptstädter gut kämpften und immer wieder gefährlich ins Heilbronner Drittel kamen, spielten die Eisbären jetzt ihre ganze Erfahrenheit souverän aus. Daniel Brendle (43.),  Benjamin Brozicek (44.) und Robin Platz (60.) legten mit ihren Treffern nach und machten einen nach dem ersten Drittel nicht mehr erwarteten 8:5 Sieg perfekt.
Schon am kommenden Freitag (19.01.18, 20h) geht es für die Eisbären zum nächsten Auswärtsspiel zum EV Ravensburg, bevor dann am 04.02.2018, Spielbeginn 17h(!), mit dem Benefiz-Heimspiel zu Gunsten von „Lolo´s Friends“ das Highlight der Hauptrunde ansteht.
Foto: Thomas Kircher
SvenBreiter im vollen Einsatz für seine Eisbären