Eisbären

Back to the Roots bei der Hauptversammlung – Sellers und Scholl übernehmen den Vorsitz

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Mit einer neuen Vereinsführung gehen die Eisbären Heilbronn in die neue Saison, irgendwie bleibt aber doch alles beim alten. Denn statt den beiden bisherigen Vorsitzenden Sascha Bernhardt und Ralf Scherlinzky sind nun mit Kai Sellers und Rainer Scholl die beiden „Urväter“ der Eisbären wieder am Ruder. Damit schließt sich für den Verein der Kreis, hatten die beiden „Neuen“ doch dieselben Positionen bereits in den ersten Jahren nach der Vereinsgründung inne, ehe sie sich vor zwei Jahren eine Auszeit genommen hatten. Als erste Amtshandlung wählten Sellers und Scholl die beiden scheidenden Vorsitzenden Bernhardt und Scherlinzky in den Aufsichtsrat auf die Positionen, die sie selbst während der letzten beiden Jahre bekleidet hatten.

Auch auf der Position des Schatzmeisters gab es einen Wechsel. Für Volker Hofmann, der in den letzten beiden Jahren für die Finanzen des Vereins verantwortlich gewesen war, rückt der bisherige dritte Aufsichtsrat Ralf Buschnakowski als Schatzmeister nach. Hofmann dagegen ersetzt den bisherigen Kassenprüfer Thomas Schwarzbeck, der aus der Vereinsführung ausscheidet. Ebenfalls ausgeschieden ist der bisherige 4. Beisitzer Michael Rumrich, für den Frank Zurek neu in den Vorstand aufrückt. Auch im Aufsichtsrat gibt es mit Prof. Dr. Marcus Rieker ein neues Gesicht.

Damit setzt sich die Vereinsführung der Eisbären künftig wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Kai Sellers
2. Vorsitzender: Rainer Scholl
Schatzmeister: Ralf Buschnakowski
Schriftführer: Daniel Carl
1. Beisitzer: Hagen Merz
2. Beisitzer: Alexander Weiß
3. Beisitzer: Andreas Lung
4. Beisitzer: Frank Zurek
Aufsichtsratsvorsitzender: Ralf Scherlinzky
Aufsichtsrat: Sascha Bernhardt
Aufsichtsrat: Prof. Dr. Marcus Rieker

Die neue Vereinsführung der Eisbären von links nach rechts: Frank Zurek, Alexander Weiß, Ralf Scherlinzky, Volker Hofmann, Rainer Scholl, Hagen Merz, Ralf Buschnakowski, Sascha Bernhardt, Daniel Carl, Kai Sellers. Es fehlen Andreas Lung und Marcus Rieker.

Zu Beginn der Versammlung blickte Sascha Bernhardt auf eine sportlich durchwachsene Saison zurück, deren Highlight der gestiegene Zuschauerschnitt auf über 700 Besucher pro Spiel war. „Natürlich haben wir die vielen Zuschauer unseren Freikartenaktionen zu verdanken, aber dass wir bei normalen Spielen Sonntag abends 400 oder 500 Zuschauer hatten, das gab es vorher noch nie“. Weiterhin stellte Bernhardt die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit heraus, die den Verein in den letzten Jahren mehr und mehr zum Sympathieträger in Heilbronn gemacht hat. „Die Eisbären stehen vor allem auch für Familienfreundlichkeit, und es macht den Spielern einfach Spaß mit den vielen Kindern, die dann nach den Spielen mit leuchtenden Augen in die Kabine kommen dürfen.“

Trotz guten Wirtschaftens hatten die Eisbären in der Saison 2011/12 einen leichten finanziellen Verlust zu verzeichnen. „Wir haben noch Außenstände von einer Handvoll Sponsoren, die in den nächsten Tagen und Wochen beglichen werden sollen“, berichtete Volker Hofmann in seiner letzten Amtshandlung als Schatzmeister. „Wenn diese Gelder hier sind, können wir sogar mit einem kleinen Polster in die neue Saison starten.“

Mit Humor ging Kai Sellers in seiner Funktion als Trainer auf die Kritik ein, die er aufgrund seines vor der letzten Saison ausgerufenen Ziels Meisterschaft von verschiedenen Seiten erhalten hatte. „Zu dem Zeitpunkt, als ich das Ziel ausgerufen hatte, war Freiburg noch Zweit- und Stuttgart Oberligist. Wir waren am Ende Dritter hinter Freiburg und Stuttgart – also hatte ich gar nicht so unrecht mit meiner Prognose“. Rückblickend auf die letzte Saison hob Sellers vor allem die hohe Trainingsbeteiligung von durchschnittlich 15 Spielern pro Training positiv hervor.

Die Saison wird für die Eisbären Ende August, Anfang September mit vier Trainingseinheiten in Viernheim beginnen, bevor das Team vom 7. bis 9. September ins Trainingslager nach Tschechien geht. Nach der Rückkehr von dort wird auch in Heilbronn Eis zur Verfügung stehen. „Ich bin jetzt schon richtg heiß auf die neue Saison und bin mir sicher, dass wir mit dieser tollen Truppe einiges erreichen können.“

Gleichzeitig gab Sellers bekannt, dass mit Maxim Schleicher ein weiterer Spieler zu den Eisbären stoßen wird. Der 22-Jährige hatte bereits in der Saison 2007-08 21 Spiele für die Eisbären absolviert, wechselte dann aber nach Bietigheim, wo er in den vergangenen Jahren in der Junioren-Bundesliga spielte. In der letzten Saison kam er dort in 22 Spielen auf 11 Scorerpunkte.