Eisbären

Benjamin Brozicek schießt die Sterne vom Himmel

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Benjamin Brozicek schoss die "Sterne" fast im Alleingang "vom Himmel".

Mit einem enormen Kraftakt haben die Eisbären Heilbronn die Rhein-Neckars Stars aus Mannheim/Eppelheim mit 5:3 (1:1, 2:2, 2:0) nieder gerungen. Trotz eines zwischenzeitlichen 1:3-Rückstandes steckte das Team von Trainer Kai Sellers zu keinem Zeitpunkt auf, schoss vier Tore in Folge und übernahm mit dem Sieg sogar vorübergehend die Tabellenführung. Matchwinner der Partie war Außenstürmer Benjamin Brozicek, der drei der fünf Treffer selbst schoss und ein weiteres Tor vorbereitete.

„Wir werden gegen die Rhein-Neckar Stars gewinnen“, hatte Kai Sellers nach der schwachen Partie gegen Zweibrücken in der Vorwoche versprochen. Entsprechend entschlossen traten die Eisbären auch auf, und nach anfänglichem gegenseitigen Abtasten gab Sascha Bernhardt in der 7. Minute den ersten richtigen Warnschuss ab, als er allein vor dem gegnerischen Tor auftauchte, aber am starken Gästetorhüter Dominik Wich scheiterte.

Überhaupt stand die Nummer 1 der Stars über weite Strecken der Begegnung im Brennpunkt, spielte sich das Geschehen doch meist vor seinem Tor ab. Umso überraschender fiel dann in der 13. Minute das 0:1 durch Dennis Hambrecht. Dieser Treffer beflügelte die Gäste, die in den Folgeminuten näher am 0:2 waren als die Eisbären am Ausgleich. Doch auch Tobias Amon war bei seinem ersten Einsatz für die Eisbären in dieser Saison in Topform und ließ keinen weiteren Gegentreffer zu. In dieser Phase hatt man auf der anderen Seite jedoch auch nicht den Eindruck als seien die Eisbären in der Lage ein Tor zu erzielen. Doch dann folgte kurz vor der ersten Pause der erste Streich von Benjamin Brozicek, der aus einem Gewühl heraus plötzlich die Scheibe vor dem Schläger liegen hatte und nur noch zum 1:1 einzuschieben brauchte.

Im mittleren Spielabschnitt drängten die Eisbären dann mit aller Macht auf die Führung. Doch immer wieder stand entweder Wich im Weg oder man scheiterte am eigenen Unvermögen. Als der zweite Eisbären-Treffer wirklich nur noch eine Frage von Sekunden schien, starteten die Stars in der 28. Minute einen Entlastungsangriff, den Roman Gottschalk cool zum 1:2 abschloss. Noch ehe sich die verdutzten Eisbären versahen, schlug Gottschalk gleich noch ein zweites Mal zu und schoss in der 29. Minute das 1:3.

Wer jetzt vermutete, dass diese beiden Treffer den bis dato überlegenen Eisbären das Genick brechen würden, hatte die Rechnung ohne Benjamin Brozicek gemacht. Von Heiko Vogler steil geschickt, schloss er seinen Alleingang überlegt zum 2:3 ab. Als er dann drei Minuten später auch noch das 3:3 durch Sascha Bernhardt auflegte, war jedem der 161 Zuschauer klar: Hier würde heute noch etwas gehen!

Im letzten Drittel lieferten beide Teams dann ein wirklich packendes Spiel mit einem offenen Schlagabtausch. Bis zur 51. Minute konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil erarbeiten – bis der Matchwinner erneut zuschlug. Erst scheiterte Felix Kollmar an Gästekeeper Wich, doch dann stand Benjamin Brozicek goldrichtig und drückte die Scheibe im Nachschuss zum 4:3 über die Linie – die Vorentscheidung.

In der Folge verlagerte sich das Geschehen zusehends in Richtung Heilbronner Tor, und jetzt war es Tobias Amon, der die gegnerischen Stürmer verzweifeln ließ. In der Schlussminute setzte Gästetrainer Kacharvich dann alles auf eine Karte und nahm seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch die Eisbären ließen keinen entscheidenden Puckbesitz der Gäste zu, und Kapitän Hansi Becker schlenzte die Scheibe 27 Sekunden vor dem Ende zum viel umjubelten 5:3 ins leere Tor.

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Kai Sellers nach der Partie: „Wir haben uns gegenüber letzter Woche enorm gesteigert. Unsere dritte Reihe mit Benjamin Brozicek, Mischa Zeller und Alex Keterling hat heute das Spiel für uns gewonnen und hat damit ermöglicht, dass ich mein Versprechen vom letzten Sonntag erfüllen konnte.“

Torfolge:
0:1 (13.) Hambrecht (Morlock/De Raaf)
1:1 (20.) Brozicek (Zeller)
1:2 (28.) Gottschalk (Kuhl/Lingenfelser)
1:3 (29.) Gottschalk (Lingenfelser/Braun)
2:3 (34.) Brozicek (Vogler/Zeller)
3:3 (37.) Bernhardt (Brozicek/Vogler)
4:3 (51.) Brozicek (Kollmar/Zeller)
5:3 (60.) Becker (Vogler/Bernhardt) – EN

Strafen:
Heilbronn 20 Minuten
RNS 16 Minuten

Ein Gedanke zu „Benjamin Brozicek schießt die Sterne vom Himmel

  1. Klasse Spiel !!!!!!! Jetzt muss man gegen Freiburg an dieser Leistung anknüpfen, und wie es Kai will, ein Sieg einfachren ^^ Er hat ja gesagt es gewinnen wir xD

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