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Bietigheim gleicht aus – Spiel 3 am Freitag in Heilbronn

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SC Bietigheim vs Eisbären Heilbronn 4:3 n.P.

Es hat nicht sollen sein. Die Eisbären Heilbronn konnten den Matchball in Spiel 2 des Playoff-Halbfinales gegen Bietigheim nicht verwerten und mussten sich den Steelers Amateuren mit 2:3 (1:0, 1:3, 0:0) geschlagen geben. Durch den Bietigheimer Sieg steht die Playoff-Serie jetzt 1:1, so dass der Finalteilnehmer in einem dritten Spiel ermittelt werden muss. Dieses findet am Freitag, den 11. März, um 20 Uhr in Heilbronn statt.

Vor 800 Zuschauern, darunter weit über 100 Eisbären-Fans, hatte der Titelverteidiger schnell das Kommando übernommen. Als noch nicht mal eine Minute gespielt war, hatte John Kraiss schon das 0:1 auf dem Schläger, doch die Scheibe fand den Weg ins Tor nicht. Die Eisbären waren gegenüber Spiel 1 nicht wiederzuerkennen. Schnell und kombinationssicher wurden die Angriffe vorgetragen, während man in der Defensive konzentriert agierte und kompakt stand. Es dauerte ganze sechs Minuten, ehe die Gastgeber erstmals gefährlich vor dem Tor von Kevin Yeingst auftauchten.

Das 0:1 durch Benjamin Brozicek in Überzahl nach fast exakt 10 Minuten war die logische Konsequenz aus der Überlegenheit der Eisbären. Doch das Team von Manuel Pfenning und Sascha Bernhardt versäumte es, die spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen – ein Fehler, der sich rächen sollte.

Doch es schien erstmal alles weiter nach Plan zu verlaufen. Nach eineinhalb Minuten des zweiten Drittels schloss Sven Breiter einen Tempogegenstoß über Claudio Schreyer und Leo Kreps zum verdienten 0:2 ab.

Doch die jungen Steelers hatten nicht vor, sich weiterhin so wie im ersten Drittel vorführen zu lassen. Während die Eisbären durch die Führung einen Tick zu viel Selbstsicherheit an den Tag legten, kauften die giftigen Gastgeber den Routiniers fast unbemerkt immer mehr den Schneid ab.

Ausgerechnet ein Abspielfehler beim Spielaufbau im eigenen Drittel läutete dann in der 28. Minute die Wende ein. Marcel Neumann fing an der blauen Linie die Scheibe ab, bediente Dominique Hensel, und der Ex-Eisbär vollstreckte zum 1:2. Im direkten Gegenzug hätte Sven Breiter fast von nahezu der gleichen Situation profitieren können, doch scheiterte er an Keeper Viktor Laveuve.

Die Begegnung wurde nun mit zunehmender Härte geführt, was den Eisbären nicht wirklich zu schmecken schien, denn die Steelers übernahmen nun vollends Kontrolle und kamen in der 34. Minute durch einen trockenen Schuss von Marco Windisch zum 2:2.

In der 37. Minute konnte Daniel Brendle gerade noch so einen Bietigheimer Alleingang verhindern – jedoch nur durch ein Foul, das eine Zweiminuten-Strafe nach sich zog. Diese wiederum führte zum 3:2. Hensel passte parallel zur Torlinie millimetergenau an den langen Pfosten, wo Windisch nur noch zum 3:2 einschieben musste (39.).

Im Schlussdrittel der mit hohem Tempo geführten Partie schafften es die Eisbären – von den Fanclubs Tornados Unterland und OLDSKOOL fantastisch angefeuert – nach und nach, die zwischenzeitliche Hektik abzulegen und wieder die Kontrolle zu übernehmen. Doch trotz der Heilbronner Torchancen hatte man nicht den Eindruck als würden die Steelers sich noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Letztendlich blieb es dann auch beim verdienten 3:2 für die cleverer agierenden Steelers, so dass nun das dritte Spiel am kommenden Freitag die Entscheidung bringen muss.

„Bietigheim hat heute unsere individuellen Fehler gnadenlos bestraft“, sagte Spielertrainer Manuel Pfenning nach dem Spiel. „Und wenn dann zusätzlich die Leistungsträger, die als Führungsspieler vorneweg gehen sollten, schlecht spielen und nicht mal ansatzweise das zeigen, was sie eigentlich können, dann kostet einen das das Spiel. Ich schließe mich da ausdrücklich mit ein“, ging Pfenning hart mit sich selbst ins Gericht.

Jetzt gibt es also am Freitag um 20 Uhr in der heimischen Kolbenschmidt Arena ein drittes Spiel. „Do or die“ heißt es da für beide Teams. Gewinne oder du bist draußen. Finale oder Sommerpause.