Eisbären

Das beste kommt zum Schluss – 6 Eisbären-Treffer im letzten Drittel

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Als sich die Eisbären Heilbronn und die Zweibrücken Hornets zum letzten Mal gegenüber gestanden waren, hatten die Pfälzer am Ende jubelnd den Meisterpokal der Regionalliga Südwest in die Höhe gestreckt. Am Freitag Abend nahmen die Eisbären nun für die Ende März erlittene Finalniederlage Revanche und schickten die Hornets am Ende deutlich mit 8:2 (2:1, 0:1, 6:0) auf die Heimreise.

Gleich nach etwas mehr als zwei Minuten mussten die forsch auftretenden Eisbären einen Dämpfer hinnehmen, als Tim Essig den ersten Hauch einer Chance der Gäste zum 0:1 nutzte. Doch die Antwort der Hausherren folgte stehenden Fußes: Nur 15 Sekunden später traf Sven Breiter zum 1:1. Der Meister der Jahre 2013, 2014, 2015 und 2016 über nahm das Kommando gegen den amtierenden Champion, so dass sich dieser nur mit gelegentlichen Entlastungsangriffen in Szene setzen konnte. Dennoch dauerte es bis zu 18. Minute, ehe Daniel Steinke das 2:1 für die Eisbären erzielte. Sven Breiter hätte gar noch auf 3:1 erhöhen können, doch prallte sein Schuss vom Torpfosten ab und krachte an die Bande statt ins Netz.

Im zweiten Abschnitt sahen die 400 Zuschauer einen stärker werdenden Gegner, während sich die Eisbären schwer taten und sich als Meister im Auslassen von hochkarätigen Torchancen erwiesen. Nachdem nacheinander Igor Filobok und Claudio Schreyer zwei Alleingänge nicht verwerten konnten, passierte, was zu befürchten war: Kenneth Matheson glich für Zweibrücken aus (31.) – die Begegnung war wieder völlig offen.

Doch dann kam das Schlussdrittel mit 20 Minuten, die die Zweibrücken Hornets vermutlich am liebsten wieder aus der Vereinschronik löschen würden. Stefano Rupp stibitzte nach 70 Sekunden einem gegnerischen Verteidiger den Puck vom Schläger und traf zum viel umjubelten 3:2, dem Igor Filobok in der 45. Minute das 4:2 folgen ließ. Doch damit nicht genug. Bei den Eisbären gelang nun jede Aktion, während beim Titelverteidger gar nichts mehr lief. Claudio Schreyer (5:2, 45.), Vasilios Maras (6:2, 53.), abermals Claudio Schreyer (7:2, 57.) und Stefan Schrimpf (8:2, 60.) sorgten für den Endstand, den so zum Ende des zweiten Drittels niemand für möglich gehalten hätte.

Trainer Sascha Bernhardt warnte deshalb auch vor einer Überbewertung des 8:2-Erfolgs: “8:2, das hört sich an als hätten wir sie abgeschossen. Aber das war absolut nicht der Fall. Wir haben uns zwei Drittel lang selbst das Leben schwer gemacht und konnten uns bei einem starken Patrick Seeger im Tor dafür bedanken, dass wir nicht nochmal in Rückstand geraten sind. Der Sieg war aber absolut verdient, wenn er auch um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen ist.”

Nun geht es bereits am Sonntag weiter, wenn die Eisbären um 19 Uhr bei den Eisbären Eppelheim antreten müssen.