Eisbären

Den Eisbären geht beim Saisonfinale die Luft aus

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Vor der Saison-Rekordkulisse von 1585 Zuschauern haben die Eisbären Heilbronn gegen den EHC Freiburg 1b mit 5:8 (4:3, 1:3, 0:2) den kürzeren gezogen.

Dabei hatte die Begegnung mit einem Paukenschlag begonnen. Die Zuschauer hatten sich noch nicht mal richtig an ihrem Platz eingefunden, als Felix Kollmar zum 1:0 für die Eisbären traf (2. Minute). Gerade mal eine Minute später stand es auch schon 2:0, nachdem Patrick Mundanjohl eine Unachtsamkeit der Gäste nutzte und sein erstes Saisontor erzielte. Schnell deutete Vieles darauf hin, dass es an diesem Abend zu der Top-Kulisse auch ein Top-Ergebnis geben würde. Doch die fast ausschließlich mit Juniorenspielern angetretenen Breisgauer erholten sich recht schnell von dem frühen Rückstand. Julius Krölls verkürzte in der 5. Minute auf 2:1, Steven Billich traf in der 9. Minute zum 2:2-Ausgleich.

Die Eisbären zeigten vor allem in der Arbeit nach hinten Schwächen, zumal auch Goalie Marian Metz nach den Top-Leistungen der vergangenen Wochen nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte. Doch auch wenn sich Freiburg inzwischen mehr Spielanteile verschafft hatte, brachte Alex Keterling die Eisbären wieder mit 3:2 in Führung (15.). Diese hatte jedoch nur 28 Sekunden Bestand, denn dann glich Norman Stehle erneut zum 3:3 aus. Als Igor Dorochin 13 Sekunden vor der Pause für das 4:3 sorgte, schien dies den Eisbären einen psychologischen Vorteil für Abschnitt zwei zu geben.

Nur wollten die spritzigen Gäste nichts von einem psychologischen Vor- bzw. Nachteil wissen, denn sie kamen mit Elan aus der Pause, und Norman Stehle machte mit zwei weiteren Toren innerhalb von 17 Sekunden aus dem 4:3 ein 4:5.  In der 26. Minute erhöhte Mike Soccio gar noch auf 4:6. Hoffnung keimte nochmal auf, als Michael Filobok in der 39. Minute die gegnerischen Reihen mitsamt dem Goalie austanzte und auf 5:6 verkürzte.

Im Schlussdrittel hatten die müde wirkenden Eisbären den clever agierenden Freiburgern nichts mehr entgegenzusetzen. Während die Gäste im gesamten Spiel nur drei Mal in Unterzahl spielen mussten, hatten die Eisbären gleich zehn Zwei-Minuten-Strafen zu überstehen – Spielphasen, die viel Kraft gekostet haben und die letztendlich dafür sorgten, dass dem Team von Trainer Kai Sellers gegen Ende schlichtweg die Luft ausging. Freiburg legte noch das 5:7 (Thomas Issler, 42.) und 5:8 (Lutz Kästle, 51.) nach – und das war es dann mit der Saison 2011/12.

Die Eisbären haben die Saison zwar auf Platz zwei stehend abgeschlossen, jedoch ist es wahrscheinlich, dass sie noch auf den dritten oder gar vierten Platz abrutschen, da die zweit- und drittplatzierten Teams aus Schwenningen und Freiburg noch einige Spiele zu absolvieren haben.

„Es war eine durchwachsene Saison, die uns mit der heutigen Kulisse nochmal einen Höhepunkt gebracht hat“, resümmierte Kai Sellers nach der Begegnung. Torjäger Sascha Bernhardt wies am Ende nochmal auf das Verletzungspech hin: „Wir haben mit Heiko Vogler den wohl besten Verteidiger der Liga mit einem Kreuzbandriss verloren, mit Marc Oppenländer einen unserer zuverlässigsten Center und mit Benjamin Brozicek und Jozef Jambor zwei weitere sehr wichtige Spieler. Dann mussten in den letzten Wochen noch weitere Spieler wegen Studium und aus beruflichen Gründen passen, so dass wir die letzten Spiele jeweils nur mit einem Rumpfkader bestreiten konnten. Dafür haben wir uns wie letzten Sonntag beim 11:6 gegen die Rhein-Neckar Stars mehr als achtbar aus der Affäre gezogen, aber heute ging uns leider die Luft aus. Das tut mir leid für die vielen Zuschauer – aber zumindest haben sie heute viele Tore gesehen.“

Die Eisbären bedanken sich bei allen Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz während der Saison und werden schon in der kommenden Woche einige Neuigkeiten im Hinblick auf die Spielzeit 2011/12 bekanntgeben können.

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