Eisbären

Der Final-Traum ist Wirklichkeit

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Es ist vollbracht! Nach einem nie gefährdeten 11:2 (5:1/1:1/5:0)-Kantererfolg über die Rhein Neckar Stars haben die Eisbären Heilbronn die Finalserie der Regionalliga Südwest erreicht und messen sich dort ab dem 15. März mit den Baden Rhinos aus Hügelsheim, die, genau wie die Eisbären, ihre Serie gegen die Stuttgart Rebels mit 2:0-Siegen für sich entscheiden konnten. Und ja, es sei auch diesmal wieder freudig erwähnt. Für die Käthchenstädter war es der 23. Erfolg im 23. Pflichtspiel der Saison.

Was die Mannschaft von Trainer Kai Sellers in dieser Spielzeit besonders auszeichnet, ist, dass sie es ligaweit wie kein zweites Team schafft, Druck auf das gegnerische Tor auszuüben. Eine Ausnahme sollte auch das zweite Halbfinalspiel im Eppelheimer Icehouse nicht machen. Die Dominanz der Gäste sollte zudem sehr schnell in Zählbares umgemünzt werden. 119 Sekunden waren gespielt, als Benjamin Brozicek (Foto) die frühe Führung der Unterländer besorgte. Noch druckvoller agierten die Polartiere bei eigener Überzahl. Milan Liebsch in Minute 6 und Haiko Hirsch nur eine Zeigerumdrehung später schraubten das Ergebnis schnell auf 0:3. Eine Eppelheimer Reaktion suchten die 450 Zuschauer vergeblich, die Eisbären blieben am Drücker. Erneut war es Milan Liebsch, der in Minute 11 auf 0:4 erhöhte. Es sollte bereits die Vorentscheidung sein, auch wenn die Stars in der 16. Minute zum 1:4 kamen. Sven Jacobaschke war für die Gastgeber erfolgreich, dies war jedoch ein Muster ohne Wert, denn Haiko Hirsch besorgte nur eine Minute später das 1:5.

Die Stars fühlten sich zu Beginn des Mittelabschnitts an der Ehre gepackt und wollten sich zum Saisonausklang nicht kampflos aus der eigenen Halle schießen lassen. Die Folge war, dass sich die Eisbären, natürlich auch bedingt durch die hohe Führung, etwas einlullen ließen. Teilweise bakamen die Polartiere den Puck minutenlang nicht aus dem eigenen Drittel, die Kurpfälzer kamen zu guten Möglichkeiten, machten in dieser Phase allerdings zu wenig daraus. Lediglich der Anschluss zum 2:5 gelang in Person von Christian Pister (26.). Die Eisbären agierten in dieser Phase auch zu undiszipliniert, fanden sich oft auf der Sünderbank wieder, kompensierten diesen Makel jedoch durch ein starkes Unterzahlspiel. Der Sturmlauf der Sterne sollte glücklicherweise nicht ewig anhalten, die Bären fingen sich wieder und Manuel Weibler erzielte in Minute 32 das 2:6. Inzwischen hatte Marian Metz seinen Platz im Heilbronner Gehäuse für Tobias Amon geräumt.

Im Schlussdrittel wurde die Partie dann ruppiger, viele Fouls mischten sich mit kleineren Nickligkeiten. An der Dominanz der Eisbären sollte aber auch dies nichts ändern. Nachdem Andreas Morlock die letzte Chance der Stars noch einmal heranzukommen per Penalty vergab (46.), trumpften die Eisbären gegen Spielende nochmals groß auf. Sascha Bernhardt mit einem Doppelpack (53./54.), Leontin Kreps (56.), Stefan Schrimpf (57.) sowie Alex Keterling (59.) schraubten das Ergebnis auf den Endstand von 2:11 und ließen die 70 mitgereisten Eisbären-Fans, die ihr Team schon während den 60 Minuten lautstark unterstützten, noch lange nach Spielende mit der Mannschaft feiern.

Das Finale kann also steigen. Spiel 1 der Best-of-three-Serie findet am Freitag, 15. März (20 Uhr, Kolbenschmidt-Arena), in Heilbronn statt.

(Klaus Drienko)