Eisbären

Die Eisbären sind wieder da – überzeugender 3:2-Sieg beim Angstgegner Freiburg

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Die Eisbären Heilbronn haben am Sonntag die richtige Antwort auf die 2:15-Schlappe in Stuttgart gegeben und haben bei ihrem Angstgegner und direkten Verfolger EHC Freiburg 1b mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) gewonnen. Noch nie zuvor hatte man die vollen drei Punkte aus dem Breisgau entführen können.

Dabei hatte die Begegnung für die mit vier Verteidigern, acht Stürmern und zwei Goalies angereisten Eisbären alles andere als gut angefangen, denn in der 5. Spielminute traf Timo Linsenmaier mit einem Schuss von halblinks zum 1:0 für Freiburg. In den verbleibenden 15 Minuten des ersten Drittels haderten die Mannen von Trainer Kai Sellers vor allem mit den Schiedsrichtern, die bis zur ersten Pause sechs Zweiminuten-Strafen, davon alleine vier wegen Haken, sowie eine Disziplinarstrafe für Michael Filobok aussprachen – während die Gastgeber kein einziges Mal in die Kühlbox mussten. Es bedurfte in der Pause dann auch gar nicht vieler Worte. „Ihr habt die Wahl: Entweder ihr macht so weiter und wir spielen die ganze Zeit in Unterzahl und verlieren oder ihr hört mit der Hakerei und vor allem mit dem Reklamieren auf und wir nehmen die Punkte mit“ – mehr brauchte Kai Sellers nicht zu sagen.

Das Team entschied sich für die zweite Variante und kassierte im mittleren Spielabschnitt nur noch eine Strafzeit – und genau während dieser Unterzahl glichen die Eisbären zum 1:1 aus. Benjamin Brozicek nutzte in der 26. Minute ein Missverständnis zwischen zwei Freiburger Verteidigern an der blauen Linie, schickte die Scheibe steil auf den durchgestarteten Sascha Bernhardt, der dann im Alleingang den starken Keeper Fabian Hönkhaus bezwang. Die Eisbären waren nun die klar bessere Mannschaft, während sich bei Freiburg ungewohnte individuelle Fehler häuften, durch die Heilbronn immer wieder gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auftauchten.

Doch es dauerte bis weit ins letzte Drittel hinein, ehe Oliver Hackert in einer Drangphase der Eisbären in der 52. Minute im dritten Nachschuss zum verdienten 1:2 traf. Kurz zuvor hatte Goalie Marian Metz mit einem riesen Save gegen Benjamin Kunkler einen erneuten Rückstand verhindert. Der überragend haltende Eisbären-Keeper rückte in den Schlussminuten immer mehr in den Mittelpunkt, als die Gastgeber alles nach vorne warfen um noch den Ausgleich zu erzielen. Eineinhalb Minuten vor dem Ende gingen sie dann volles Risiko und nahmen Torhüter Hönkhaus für einen sechsten Feldspieler vom Eis – erstmal allerdings ohne Erfolg, denn exakt 90 Sekunden vor dem Ende kam Igor Dorochin im eigenen Drittel an die Scheibe und schlenzte sie über fast die komplette Eisfläche zum 1:3 ins leere Tor. Freiburg warf dennoch weiterhin alles nach vorne und kam 54 Sekunden vor Schluss tatsächlich noch zum Erfolg – Michal Iliev verkürzte zum 2:3. Eine Strafzeit gegen Anton Bauer 13 Sekunden später setzte den Freiburger Bemühungen dann jedoch ein jähes Ende, und die Eisbären retteten den Vorsprung vollends über die Runden.

Mit diesem Sieg rehabilitierte sich die Mannschaft für die zuletzt in Stuttgart gezeigte schlechte Leistung. Trainer Sellers, der vor dem Spiel Wiedergutmachung gefordert hatte, zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind heute als Mannschaft aufgetreten und jeder hat für jeden gekämpft. Dazu hat Marian Metz gigantisch gut gehalten und wir haben verdient gewonnen.“

Aufstellung der Eisbären:
Tor: Metz, Amon
Abwehr: Dorochin, Bauhardt, Brendle, Riedel
Angriff: Bernhardt, Hackert, Weiß, Filobok, Becker, Brozicek, Zeller, Göllner

Tore:
1:0 (5.) Linsenmaier (A.Bauer/Kunz)
1:1 (26.) Bernhardt (Brozicek) -1
1:2 (52.) Hackert (Filobok/Becker)
1:3 (59.) Dorochin – EN
2:3 (60.) Iliev (Kunz) +1

Strafen:
Freiburg 10 Minuten + Disziplinarstrafe für Böcherer
Heilbronn 24 Minuten + Disziplinarstrafe für Filobok