Eisbären

Die Revanche ist missglückt, die Siegesserie beendet!

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Was als Revanche für die zum Saisonauftakt erlittene Niederlage gegen die Fire Wings Schwenningen geplant war, endete am Sonntag abend für die Eisbären Heilbronn als Déjà-vu.

Wie schon am 26. September hieß das Ergebnis nach 60 Minuten 4:4 und das Spiel gegen Schwenningen endete mit einer 4:5 (1:2, 2:0, 1:2 – 0:1)-Niederlage. Doch nicht nur die Zahlen auf dem Papier ließen Parallelen zu damals erkennen, auch die ausgelassenen Torchancen und die teilweise eklatanten Löcher in der Eisbären-Defensive kamen den 310 Zuschauern vom Saisonauftakt her wohlbekannt vor.

Von Beginn an wirkten die Eisbären gehemmt. Sowohl nach vorne als auch nach hinten ließ das Team nur noch einen Hauch der Spielkultur erkennen, mit der es seine letzten sechs Spiele in Folge gewonnen hatte. Vielleicht wäre die Begegnung anders gelaufen, wäre Mischa Zeller’s Schuss in der 8. Spielminute nicht am Pfosten, sondern im Tor gelandet. So aber prallte die Scheibe vom Pfosten ins Feld zurück, und fast im Gegenzug konnte Karsten Schulz im Nachschuss das 0:1 erzielen (9. Minute).

Oliver Hackert konnte zwar nach etwas mehr als 14 Minuten zum 1:1 ausgleichen, doch traf Christopher Kohn in der 17. Minute zum 1:2. In dieser Szene musste man sich doch sehr wundern, wie es möglich sein konnte, dass bei Überzahl der Eisbären zwei Gästespieler allein vor Goalie Tobias Amon auftauchen und sich ohne angegriffen zu werden in aller Seelenruhe eine Einschussmöglichkeit aussuchen konnten.

Etwas mehr Elan legten die Gastgeber dann im zweiten Drittel an den Tag. Erst scheiterte Hansi Becker in der 26. Minute noch im Alleingang. Dann legte Alex Keterling die Scheibe zwei Minuten später mustergültig auf Sascha Bernhardt auf, so dass dieser nur noch zum 2:2 einschzuieben brauchte. Die große Chance zur Führung vergab dann in der 31. Minute Oliver Hackert, als er bei einem Alleingang in Unterzahl am starken Gästetorhüter Benjamin Tabor scheiterte. Besser machte es in der 37. Minute Benjamin Brozicek, der erst zwei Gegenspieler austanzte und dann auch noch Tabor verlud und zum 3:2 traf.

Wer nun aber dachte, dass die Eisbären im Schlussdrittel den Sack vollends zu machen würden, sah sich getäuscht. Vielmehr wurde in der 44. Minute leichtfertig die Scheibe im eigenen Drittel vertändelt. Christopher Kohn ließ sich nicht lange bitten und netzte zum 3:3 ein. Fünf Minuten vor dem Ende schien der Abend dann für die Eisbären gelaufen. Einmal mehr stand Kohn mutterseelen allein vor Amon und markierte – aus sicherer Entfernung von fünf Eisbären-Spielern bestaunt – das nun verdiente 3:4 für die Fire Wings. Nur wenige Sekunden später tauchte schon wieder ein Gästespieler allein vor dem Eisbären-Tor auf, doch diesmal konnte Tobias Amon in seiner stärksten Szene retten.

Als die Niederlage schon besiegelt schien, staubte Alexander Keterling in der 58. Minute dann noch noch zum 4:4 ab und rettete seinem Team damit wenigstens noch einen glücklichen Punkt.

Im nun folgenden Penaltyschießen traf zuerst Karsten Schulz für die Gäste. Danach scheiterte Heiko Vogler am Pfosten, und auch der zweite Schwenninger Schütze Markus Zappe konnte die Scheibe nicht an Amon vorbei bugsieren. Nächster Schütze bei den Eisbären war Sascha Bernhardt, der jedoch ebenfalls vergab. Den Schwenninger Sieg besiegelte dann Thomas Gaus, der den dritten Schwenninger Penalty verwandelte.

Da die Stuttgart Rebels parallel mit viel Glück 6:4 in Zweibrücken gewonnen haben, wird nun aus dem Spitzenspiel der Eisbären am kommenden Freitag (20 Uhr) auf der Stuttgarter Waldau ein echter Kampf um die Tabellenspitze.

Tore:
0:1 (9.) Schulz (Gaus) +1
1:1 (15.) Hackert (Filobok)
1:2 (17.) Kohn (Schäfer) -1
2:2 (28.) Bernhardt (Keterling/Brozicek)
3:2 (37.) Brozicek (Keterling/Zeller) +1
3:3 (44.) Kohn (Stöhr/Schäfer)
3:4 (55.) Kohn (Stöhr)
4:4 (57.) Keterling (Becker)
4:5 (60.) Gaus – PENALTY

Strafen:
Heilbronn 14 Minuten
Schwenningen 14 Minuten