Eisbären

Die Spendenaktion für Svenja Greiner am 23.1. – worum geht es genau?

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Die Spendenaktion der Eisbären Heilbronn für Svenja Greiner rückt unaufhaltsam näher. Am Freitag, den 23.1.2015 beim Heimspiel gegen die Fire Wings Schwenningen ist es so weit.

Während im Hintergrund die Vorbereitungen für das wirklich vollgepackte Rahmenprogramm auf Hochtouren laufen, ist die Resonanz schon jetzt riesig. Auf dem Konto der Eisbären sind schon im Vorfeld einige Spenden eingegangen. Zahlreiche Sponsoren und  Fans sowie Unternehmen, die von uns ein Schreiben per Post bekommen haben, haben das Spendenformular ausgefüllt. Die Schiedsrichter haben angekündigt, dass sie ihr Honorar des Freitags-Spiels für die Svenja-Aktion spenden, und der Gegner aus Schwenningen hat am Sonntag beim DEL-Spiel der Wild Wings gegen die Adler Mannheim auf dem Videowürfel Werbung für die Aktion gemacht und hat auch Spenden gesammelt.

Doch worum geht es bei der Spendenaktion bzw. bei der Erkrankung von Svenja Greiner eigentlich genau?

Die 31-Jährige aus Großbottwar kämpft seit 2011 gegen die äußerst seltene und zugleich ungemein aggressive Krebsform Nebennierenrindenkarzinom. „Äußerst selten“ ist dabei nicht mit „tritt nicht so häufig auf“ gleichzusetzen. Vielmehr ist diese Krebsform so selten, dass von einer Million Menschen nur einer oder zwei daran erkranken. Entsprechend wenig fortgeschritten ist die Erforschung des Nebennierenrindenkarzinoms – eine Tatsache, die es Svenja unmöglich macht, noch an eine Heilung zu glauben. „Bei allen, die bisher an einem Nebennierenrindenkarzinom erkrankt waren, lag die Überlebensrate nach fünf Jahren bei 20 Prozent. Allerdings hatten diese Patienten im Gegensatz zu mir keine Metastasen“, berichtet Svenja Greiner. Genau die Metastasen sind es jedoch, die ihr zu schaffen machen.

Die Nebenniere, die ungefähr die Größe einer Kidneybohne hat, produziert ähnlich wie die Schilddrüse Hormone und ist mit für die Adrenalin-Produktion im Körper zuständig. Da die Erkrankung bei Svenja Greiner erst spät erkannt wurde, konnte das kleine Organ über längere Zeit viele seiner besonders aggressiven Krebszellen zusammen mit Hormonen und Adrenalin im Körper verteilen – mit der fatalen Folge, dass sich sowohl in Svenjas Lunge als auch in ihrer Wirbelsäule zahlreiche Metastasen gebildet haben.

Das kindskopfgroße Nebennierenrindenkarzinom selbst wurde bereits 2011 zusammen mit dem Organ entfernt, doch sind die Krebszellen immer noch im Körper unterwegs. „Die Metastasen beim Nebennierenrindenkarzinom sind nicht mit Metastasen bei weiter verbreiteten Krebsarten vergleichbar“, erklärt Svenja Greiner. „Sie sind besonders aggressive Ableger einer besonders aggressiven Krebsform. Das kann man mit einer giftigen Pflanze vergleichen, deren Ableger ja auch nicht weniger giftig sind.“

Bisher haben diese Zellen sämtliche Chemotherapien schadlos überstanden. Seit 2013 macht Svenja nun eine Biogenetiktherapie, die zwar in Deutschland durchgeführt wird, aber nur in den USA anerkannt ist und im Jahr stolze 24.000 Euro kostet. Sollte diese auch nicht anschlagen, gibt es noch eine weitere, ebenfalls nur in den USA anerkannte Chemotherapie, bei der dann eine Behandlung mit 5.000 Euro zu Buche schlägt. Zu viel für Svenja Greiner und ihren Mann Sven, um die Kosten selbst zu tragen.

„Meine Hoffnung ist“, sagt Svenja, „dass ich dadurch noch ein paar Jahre mehr bekomme, während denen die Forschung weiter fortschreitet, so dass es vielleicht doch noch eine Möglichkeit gibt, dass wir die Krankheit irgendwie in den Griff bekommen.“

Dieses große Ziel wollen wir gemeinsam mit Svenja erreichen. Wir haben in den letzten Wochen einige lange, intensive Gespräche mit Svenja geführt und haben die sympathische Frau schon lange in unser Herz geschlossen. Natürlich ist das, was wir von den Eisbären mit der Spendenaktion bewirken können, nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Aber vielleicht, irgendwie, wenn wir alle zusammenhelfen, werden wir doch zu dem einen Puzzlesteinchen, das die Wende zum Guten bringt.

Lasst uns alle gemeinsam gegen dieses blöde Ding mit dem unaussprechlichen Namen vorgehen!!!