EisbärenEisbären 1b

Eisbären 1b: Vorne Hui, hinten Pfui

Foto & Text: D. Bejar

Am gestrigen Dienstag den 14.01.2020, hieß es für unsere 1b ein letztes Mal in der Hauptrunde der Saison 19/20 die Schlittschuhe zu schnüren. Der Gegner beim Freiluftspiel waren der beheimatete ERC Ludwigshafen I. Nach dem Debakel am vergangenen Sonntag gegen den Tabellenführer aus Mannheim und dem weiten Anreiseweg nach Ludwigshafen, könnte man meinen, die Jungs aus Heilbronn tanzen an einem Dienstag mit einer Rumpftruppe an. Die Stimmung in der Mannschaft stimmt und die Jungs haben Lust auf Eishockey, so konnte die 1b drei komplette reihen aufweisen. Die Ludwigshafener Heimmannschaft trat dagegen „nur“ mit eineinhalb Reihen an. Allen ist aber genau bewusst, dass die Kadergröße nichts über den Spielverlauf aussagen wird.

Bei angenehmen 9° Außentemperatur ging es also ins erste Drittel. Die Anweisung war klar. Hinten sicher stehen und den Gegner müde spielen. Der erste Schock nach gerade einmal zweieinhalb Spielminuten, als die Hausherren mit 1:0 in Führung gehen. Eine Minute später dann sogar das 2:0. Was war da denn los? Ist das Spiel von Sonntag noch nicht abgehakt? Die Jungs scheinen mit den Köpfen noch wo anders zu sein. Unnötige Fehlpässe an der gegnerischen blauen Linie oder sogar beim Aufbau im eigenen Drittel, sorgen immer wieder für Konter und gefährliche Situationen vor dem Gehäuse von Sven Augustin. Nach etwas mehr als vier gespielten Minuten ein Lebenszeichen der Eisbären. Auf Zuspiel von Alexander „Dexe“ Dexheimer, ist es Michael „Fifty“ Weiß, der sich ein Herz fasst und die Scheibe im gegnerischen Kasten einschweißt. Somit steht es „nur noch“ 2:1. Aber genau dieses eine Tor, scheint wie ein Befreiungsschlag gewesen zu sein. Die Eisbären finden nun immer besser ins Spiel und scheinen auch wieder den Spaß am Eishockey gefunden zu haben. Der „verdiente“ Ausgleich fällt nach guten sechs Minuten durch den beim Anschlusstreffer assistierenden Dexe. Die Eisbären spielen ihre Stärke gekonnt aus und das zeigt sich auch nach siebeneinhalb Minuten als Martin Stürmlinger den Spielstand auf 2:3 erhöht. 10:30 stehen auf der Uhr, als Sascha Bernhardt das 2:4 erzielt. Mit diesem Ergebnis geht es auch in die erste Drittelpause.

Der zweite Spielabschnitt beginnt, wie der erste endete. Alexander „Kete“ Keterling erzielt nach 22 Sekunden das 2:5. Nun kann man definitiv sagen, das Spiel gegen die Mad Dogs ist aus den Köpfen der Jungs. Domenick Schwalb erhöht in der 17 Spielminute das 2:6. Tobias Bockisch erzielt kurz drauf das 2:7. Der Gegner kann einem jetzt schon fast leidtun. Ein Eisbär hat an diesem Abend aber besonders Lust und schießt sich in diesem Spiel schon mal warm für die Playoffs. Die Zeit des Martin Stürmlinger beginnt. Nach seinem ersten Treffer in diesem Spiel erzielt er nach gut 22 gespielten Minuten das 2:8. 30 Sekunden später, zeigen die Hausherren, dass sie auch noch da sind. Das 3:8 war erneut die Folge eines schlampigen Zuspiels. Das 3:9, 3:10 und das 3:11 fallen innerhalb von 30 Sekunden. Der Torschütze? Richtig, Martin „9-Punkte-Mann“ Stürmlinger. Der heiß gelaufene Sturm der Heilbronner, darf sich aber erst einmal abkühlen. Kurze Pause bevor es ins letzte Drittel geht.

Nach Wiederanpfiff dauerte es erneut nicht lange, als Domenick Schwalb das 3:12erzielt. Erneutes Lebenszeichen der Ludwigshafenern. Nach knapp vier gespielten Minuten in Abschnitt drei, steht es 4:12. Martin hat immer noch Lust und lässt dem gegnerischen Goalie keine Chance, somit erzielt er Tor Nummer 6 und 7 an diesem Abend. Spielstand nach 40 Minuten 4:14. Alexander Keterling erzielt knapp drei Minuten vor Schluss das 4:15. Die letzten beiden Tore an diesem Abend erzielen die Hausherren. Endstand der Partie somit 6:15 für die Heilbronner.

In diesem Sinne müssen wir uns bei Ludwigshafen bedanken, dass es trotz des Spielverlaufs immer ein faires Spiel geblieben ist. Sowas ist nicht selbstverständlich, erst recht nicht im Hobbybereich.

Vielen Dank ERC Ludwigshafen!

Sieht man nur das Ergebnis, könnte man meinen die Eisbären sind bereit für die Playoffs. Der Sturm macht auf jeden Fall das, wofür er eingekauft wurde. Dennoch muss weiter hart und intensiv trainiert werden. Gerade in der Defensive weißen die Jungs einige Schwächen auf. An manchen spielen passt das Defensivverhalten, aber zum Großteil vertrauen die Abwehrleute auf Ihren Schlussmann. Fakt ist, die Abwehreihen müssen Disziplinierter verteidigen und die Nachschüsse verhindern. Wenn die Jungs daran arbeiten, stehen die Chancen auf ein erneutes Finale gut. Man darf dennoch nicht vergessen, dass in Division 2 ein anderes Niveau herrscht und es von außen einfacher aussieht als es wirklich ist.

Die nächsten Spiele stehen noch nicht fest. Das letzte Hauptrundenspiel in der Division 2 wird am 26. Januar ausgetragen. Danach werden die Playoff-Gegner ermittelt und die Spieltermine bekanntgegeben. Voraussichtlich werden die ersten Playoff-Spiele in der zweiten oder dritten Februarwoche ausgetragen. Bis dahin haben die Eisbären Zeit an den Defiziten zu arbeiten und diese zu verbessern.