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Eisbären stolpern auch über Eppelheim

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Auch im dritten Spiel im Jahr 2017 sind die Eisbären Heilbronn sieglos geblieben und mussten sich nach 60 umkämpften Minuten ihren Namensvettern aus Eppelheim mit 2:3 (2:1, 0:2, 0:0) beugen. Es ist wie verhext: Wie zuvor schon bei den Niederlagen zuhause gegen Hügelsheim sowie in Stuttgart und Zweibrücken konnte der Titelverteidiger einen im ersten Drittel herausgespielten Vorsprung nicht über die Runden bringen.

Sven Breiter sowie Daniel Steinke mit seinem ersten Tor für die Eisbären hatten das personell arg gebeutelte Team mit einem Doppelschlag in der 12. und 13. Minute mit 2:0 in Führung gebracht. Erst ein individueller Fehler in der letzten Minute des ersten Drittels brachte den Gastgebern das erste Erfolgserlebnis: Patrick Patschull überwand Goalie Anton Lukin, der sein erstes Saisonspiel für die Eisbären bestritt.

„Im zweiten Drittel sind wir dann wieder total zusammengebrochen. Taktisch war keinerlei Ordnung mehr im Spiel, und nach vorne hatten wir wieder eine komplette Blockade“, grantelte Spielertrainer Manuel Pfenning, der diesmal auf seinen für ein Spiel gesperrten Trainerkollegen Sascha Bernhardt verzichten und zusehen musste, wie Marcus Semlow (28.) und Thomas Korte (33.) aus dem 1:2 ein 3:2 machten. Neben Bernhardt mussten die Eisbären auf die Leistungsträger Filobok, Liebsch, Luschenz und Yeingst verzichten. „Es waren aber nicht die Ausfälle, durch die wir das Spiel verloren haben“, so Pfenning weiter. „Die Führungsspieler, die auf dem Eis standen, sind diejenigen, die momentan komplett außer Form sind und den Vorsprung nicht halten oder gar ausbauen können – allen voran ich selbst.“

Während die Zweibrücken Hornets durch ihren 6:2-Sieg in Bietigheim den Vorsprung auf die Eisbären nun auf vier Punkte ausbauen konnten, ist der Heilbronner Vorsprung auf Eppelheim auf nur noch drei Punkte geschrumpft.

Jetzt steht für die Eisbären ein spielfreies Wochenende an – gerade zum richtigen Zeitpunkt, um die seelischen Wunden zu lecken und die Blockade in den Köpfen abzubauen. „Wir werden bis zum Auswärtsspiel in Bietigheim am 29. Januar hauptsächlich die Basics trainieren um dann einen Neustart hinzulegen, damit wir die Playoff-Teilnahme sichern können“, gibt Pfenning zu Protokoll. Eine etwaige personelle Nachrüstung im noch bis Ende des Monats offenen Transferfenster schließt der 33-Jährige dagegen aus: „Wir haben als Team so viele gute Zeiten zusammen erlebt, jetzt müssen wir als Gemeinschaft auch diese Talsohle durchschreiten. Das werden wir auch ohne Hilfe von außen schaffen!“