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Eisbären verlieren den Klassiker im Penaltyschießen

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Es war ein toller Eishockeyabend, bei dem für die Eisbären Heilbronn im Klassiker gegen die Baden Rhinos Hügelsheim eigentlich alles passte – bis auf das Ergebnis. Über 1.000 Zuschauer sahen ein hochklassiges Regionalliga-Spiel mit einem Eisbären-Team, das seinen Gegner über weite Strecken fest im Griff hatte und 85 Sekunden vor dem Ende noch mit 3:1 führte, um dann am Ende nach Penaltyschießen mit 3:4 (1:0, 1:1, 1:2 – 0:1) zu verlieren.

„Man kann in einer Hauptrunde mit 21 Spielen nicht alle Partien gewinnen, sondern muss auch mal eine Niederlage einstecken können. Das gehört dazu“, spielte Eisbären-Coach Sascha Bernhardt nach dem Ende des Penaltyschießen seinen Ärger über den leichtfertig vergebenen Sieg herunter.

Die Partie stand von Anfang an im Zeichen zweier starker Torhüter. Schon nach wenigen Minuten kristallisierten sich die Gastgeber als das Team heraus, das seinen Gegner besser im Griff hatte und sich mehr Torgelegenheiten herausspielen konnte, so dass Rhinos-Keeper Sebastian Trenholm weit mehr Gelegenheiten als sein Gegenüber Kevin Yeingst bekam um sich auszuzeichnen. In der 7. Minute traf Patrick Luschenz in Überzahl zum 1:0 für die Eisbären, die unter anderem auf ihren Leitwolf Manuel Pfenning verzichten mussten.

Im mittleren Spielabschnitt glich Raphael Diebold zwar nach etwas mehr als drei Minuten zum 1:1 aus, doch ließen sich die Eisbären dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Aus einer stabilen Defensive heraus erarbeiteten sie sich Chance um Chance, und es war nur eine Frage der Zeit, wann man Trenholm zum zweiten Mal würde überwinden können. Dieser Moment war nach exakt 26:38 Minuten gekommen, als John Kraiss auf Zuspiel von Stefan Schrimpf zum 2:1 traf. Doch trotz weiterer Heilbronner Überlegenheit blieb es bis zur zweiten Pause bei diesem Spielstand.

Im Schlussdrittel gingen die Gäste plötzlich wesentlich engagierter zur Sache. Nun konnte sich auch Kevin Yeingst wieder mehrfach auszeichnen, um den Ausgleichstreffer zu verhindern. Als Patrick Luschenz vier Minuten vor dem Ende erneut in Überzahl zum 3:1 traf, schien dies die Vorentscheidung zu sein.

Doch in der 59. Minute kassierte der zweifache Torschütze eine vermeidbare Strafzeit, die den Gästen die Gelegenheit zum Anschlusstreffer verschaffte. Mit sechs gegen vier Spielern nutzte Dennis Walther die numerische Überlegenheit zum 3:2. Doch damit nicht genug. Die Baden Rhinos witterten ihre Chance und ließen ihren Keeper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers auf der Bank – mit Erfolg, denn Cedrick Duhamel traf 48 Sekunden vor dem Ende zum 3:3.

Die Partie musste im Penaltyschießen entschieden werden, bei dem die Gäste das Glück auf ihrer Seite hatten. Maxim Engel verwandelte den entscheidenden Penalty zum 3:4-Endstand. Trotz der Niederlage gehen die Eisbären mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Zweibrücken in die dreiwöchige Weihnachtspause.

„Das Team bedankt sich bei allen Fans, Sponsoren und Helfern für ihren Support in diesem Jahr und wünscht allen Eisbären-Freunden ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr“, richtete Coach Sascha Bernhardt am Ende nochmal die Worte an das Eisbären-Umfeld. „Die Unterstützung 2016 war von allen Seiten sensationell und wir freuen uns auf ein erfolgreiches Jahr 2017.“