Eisbären

Eisbären erobern die Festung Zweibrücken

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Sieg in Zweibrücken

Im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest haben die Eisbären Heilbronn bei den Zweibrücken Hornets mit 7:3 (1:1, 3:1, 3;1) gewonnen.

Die 1039 Zuschauer in der Peter Cunningham Memorial Arena sahen eine hochklassige Partie, die alles hielt, was sie im Vorfeld versprochen hatte. Tempo, Kampf, millimetergenaue Pässe, harte aber faire Checks – Eishockeyherz, was willst du mehr.

Die Eisbären machten von Anfang an Dampf nach vorne, standen hinten kompakt, setzten die Gastgeber unter Druck – und trafen in der 7. Minute zum 0:1. Marc Lingenfelser hatte bei der ersten Strafzeit der Hornets noch nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen, da netzte Milan Liebsch schon zum 0:1 ein. Erst in der 11. Minute kam Zweibrücken zu seiner ersten echten Torchance durch Lukas Srnka, die der stark haltende Kevin Yeingst aber souverän entschärfte – ein Weckruf für die Gastgeber, die nun Minute für Minute besser ins Spiel kamen und in der 16. Minute durch Ben Payne den Ausgleich erzielen konnten.

Die Eisbären starteten in Unterzahl ins zweite Drittel, konnten sich aber schnell vom Druck der Hornets befreien und trafen in der 26. Minute durch Igor Filobok zum 1:2. Zweite Hornets-Strafe, zweites Eisbären-Tor. Die Zuschauer sahen nun einen offenen Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Eisbären, deren Stürmer im gegnerischen Drittel mehr Platz zur Verfügung hatten als ihre Kontrahenten.

Marc Oppenländer (36.) mit seinem ersten Saisontor und Milan Liebsch (39.) sorgten noch im zweiten Drittel für die Vorentscheidung. Zwar verkürzte Maximilian Dörr 17 Sekunden vor der Pause auf 2:4, doch zeigten die Hornets zu viel Respekt vor den Eisbären, um diesen nochmal den Schneid abkaufen und sich ins Spiel zurück kämpfen zu können.

Die Eisbären dagegen hielten sich strikt an ihren Matchplan, ließen nur wenige Chancen des Gegners zu und zeigten sich vorne als gewohnt treffsicher. Axel Hackert (45.), Igor Filobok (47.) und Benjamin Brozicek (49.) schraubten das Ergebnis auf 2:7, ehe Zweibrücken viereinhalb Minuten vor dem Ende durch einen Zufallstreffer, der Stephen Brüstle zugeschrieben wurde, noch Ergebniskosmetik betreiben konnte.

„Wir haben heute ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt“, freute sich Trainer Kai Sellers nach dem Spiel. „Zweibrücken hat daheim bisher alles gewonnen, und wir schlagen sie jetzt so deutlich. Das hätte ich vor dem Spiel nicht erwartet.“

Erfreuliches gab es auch abseits der Eisfläche: Als die Partie im Schlussdrittel mehr oder weniger entschieden war, feierten die Zweibrückener Fans gemeinsam mit den Eisbären-Fans der Tornados Unterland und hatten trotz der Niederlage ihres Teams viel Spaß.