Eisbären

Eisbären holen den vierten Sieg in Folge

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Michael Filobok erzielt das 2:0

„Ich bin stolz auf mein Team“ – wenn diese Worte nach einem Spiel aus dem Mund von Coach Kai Sellers kommen, ist klar, dass seine Eisbären mal wieder eine starke Leistung abgeliefert haben müssen. Auch heute, nach dem Spiel gegen den EHC Freiburg 1b war Sellers wieder stolz – und das zurecht. Mit einem überzeugenden 7:3 (3:0, 2:1, 2:2) haben die Eisbären gegen ihren Angstgegner aus dem Breisgau gewonnen, haben damit ihren vierten Sieg in Folge gefeiert und die Tabellenführung verteidigt.

Bereits in der Anphangsphase konnte man an der Körpersprache der Eisbären-Cracks erkennen, dass sie so motiviert waren wie schon lange nicht mehr. Von Beginn an setzten sie die Gäste unter Druck, und es dauerte bis zur 6. Minute, ehe Freiburg’s Keeper Fabian Hönkhaus zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Sascha Bernhardt brauchte einen Nachschuss nur noch zum 1:0 ins leere Tor zu schieben.

Die für den weiteren Spielverlauf vorentscheidende Szene spielte sich dann eine Minute später ab. Nach einem Missverständnis der Eisbären im Spielaufbau standen plötzlich zwei Freiburger allein vor Eisbären-Goalie Marian Metz. Dieser zeigte sich jedoch hellwach, als er dem Querpass zum einschussbereit am langen Pfosten stehenden Gästestürmer mit seinem Schläger eine andere Richtung gab, so dass der Pass gar nicht erst beim Freiburger ankam. Dafür landete der Puck auf der Kelle von Heiko Vogler, der blitzschnell einen Angriff über Marc Oppenländer einleitete, den Michael Filobok dann gekonnt zum 2:0 abschloss.

Die Eisbären spielten ihr bisher bestes Drittel in dieser Saison und hatten die zu diesem Zeitpunkt überraschend harmlosen Gäste nun völlig im Griff. Doch statt wie in den vergangenen Spielen an der eigenen Abschlussschwäche zu scheitern, fanden die Schüsse diesmal auch ihr Ziel. So traf Heiko Vogler in der 14. Minute zum 3:0, und Sascha Bernhardt (25.) und Marc Oppenländer (38.) erhöhten gar auf 5:0. Freiburg konnte zwar noch in der gleichen Minute auf 5:1 verkürzen, doch die Eisbären ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen.

Als Matuz Balas in der 49. Minute für Freiburg zum 5:2 traf, fühlte sich so mancher daran erinnert, wie die Eisbären in der Vergangenheit schon mehrfach einen hohen Vorsprung vergeigt hatten. Die Gäste waren nun für ein paar Minuten am Drücker, was Daniel Brendle mit seinem ersten Saisontor zum 6:2 (52.) aber gleich wieder unterbinden konnte. Nur 18 Sekunden später legte Sascha Bernhardt gar noch das 7:2 nach, und dann war die Partie eigentlich gelaufen. Freiburg konnte zwar noch einen weiteren Treffer erzielen, doch der Freude bei den Eisbären tat dies keinen Abbruch.

„Ich bin stolz auf mein Team“, sagte Kai Sellers nach der Partie. „Wir haben heute unser System fast über die ganze Zeit umgesetzt und haben das mittlere Drittel der Eisfläche so gut zugemacht, dass Freiburg gar keinen Spielaufbau machen konnte. Und Marian Metz war heute in Topform.“

Nun gilt die ganze Konzentration dem Sonntagsspiel in Zweibrücken (18.30 Uhr), bei dem die Eisbären ein proppevoller Hexenkessel erwartet. „Mich hat so eine volle Halle als Spieler früher immer angespornt. Und vor allem wenn mich die Zuschauer dann gehasst haben, bin ich über mich hinaus gewachsen“, gab Sellers einen Einblick in die Gefühlslage eines ehemaligen Spielers.

Torfolge:
1:0 (6.) Bernhardt (Potulski/Becker)
2:0 (7.) Filobok (Oppenländer/Vogler)
3:0 (14.) Vogler +1
4:0 (25.) Bernhardt (Vogler)
5:0 (38.) Oppenländer (Resch)
5:1 (38.) Kinderknecht (Bauer/Iliev)
5:2 (49.) Balas (Kunz/Böcherer)
6:2 (52.) Brendle
7:2 (52.) Bernhardt
7:3 (56.) Lisenmaier (Brückmann)

Strafen:
Heilbronn 18 Minuten
Freiburg 10 Minuten

Zuschauer: 417

Ein Gedanke zu „Eisbären holen den vierten Sieg in Folge

  1. ….. und wenn die Cracks dann noch die 18 Strafminuten halbieren, reicht die „Luft“ auch über volle 60 Minuten.
    Der Besuch im Stadion hat sich gelohnt, ich fühlte mich mal wieder gut unterhalten.

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