Eisbären

Eisbären sind Herren auf der Waldau

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Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Eisbären Heilbronn die Rückreise von der Landeshauptstadt auch mal mit einer zweistelligen Packung antreten mussten. Auch am gestrigen Freitag wurde es im Rahmen des Meisterschaftsspiels in der Regionalliga Südwest gegen die Stuttgart Rebels wieder sehr torreich. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied jedoch, dass diesmal die Eisbären die Herren auf der Waldau waren. Mit einer deutlichen 2:11(1:2/1:4/0:5)-Gala unterstrich die Mannschaft von Trainer Kai Sellers ihre Ambitionen in Richtung Titelverteidigung.

Zu Beginn der Partie in der Degerlocher Eiswelt hatte es nach diesem deutlichen Ergebnis allerdings nicht ausgesehen. Die Polartiere kamen schwerlich in die Partie. Das taktische Konzept von Kai Sellers, schnelle Konter von Stuttgarter Seite zu unterbinden, konnte anfangs nicht umgesetzt werden. So wurde die schnelle Eisbären-Führung von Sven Breiter (2.) bereits eine Minute später durch Ron Horwath egalisiert. Durch einen weiteren Breiter-Treffer hieß es nach 20 Zeigerumdrehungen dennoch 1:2 zugunsten der Gäste aus der Käthchenstadt.

Ein Umstand jedoch, der Kai Sellers nicht zufriedenstellen wollte. Als Folge einer deftigen Kabinenpredigt des Coaches waren die Eisbären ab Beginn des 2. Drittels die klar überlegene Mannschaft. Wenn überhaupt noch etwas von den Rebels kam, waren dies vereinzelte Entlastungsangriffe. Gerade einmal 40 Sekunden waren im Mittelabschnitt absolviert, als Axel Hackert seinen Torreigen eröffnete und den ersten seiner insgesamt fünf Treffer an diesem Abend markieren konnte. Die Rebellen konnten in der 24. Minute durch Michael Kerber zwar nochmals verkürzen, ab diesem Zeitpunkt war das Toreschießen dann aber Eisbären-Angelegenheit. Manuel Weibler (28.) sowie zweimal Axel Hackert (30./34.) schraubten das Ergebnis bis zur zweiten Pause auf 2:6.

Im letzten Drittel wurde das Spiel etwas ruppiger, obwohl die Begegnung quasi entschieden war. Die Eisbären ließen sich jedoch nicht beirren, und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Axel Hackert mit einem Doppelpack innerhalb von 28 Sekunden (46.), Haiko Hirsch (54.), Manuel Weibler (55.) sowie Daniel Brendle mit einem sehenswerten Solo – er umkurvte die Stuttgarter Spieler wie Slalomstangen und netzte 74 Sekunden vor der Schlusssirene elegant ein – stellten das Endergebnis schließlich auf 2:11.

Als Fazit bleibt, dass die Eisbären Heilbronn nach dem lockeren 18:0-Aufgalopp vom vergangenen Wochenende gegen den Aufsteiger Mad Dogs Mannheim nun eine erste Duftmarke gegen einen Mitfavoriten um den Titel setzen konnten. Überragender Spieler bei den Gästen war natürlich Axel Hackert mit seinen fünf Toren. Auch Neuzugang Sven Breiter wusste zu überzeugen. Kevin Yeingst im Eisbären-Tor zeigte eine gute Figur, sein Gegenüber auf Degerlocher Seite, Daniel Blankenburg, war der beste Stuttgarter Akteur. Das Ergebnis hätte sogar noch höher ausfallen können.

Am kommenden Sonntag, 13. Oktober, müssen die Eisbären bei einem weiteren Titelaspiranten auswärts ran. Es geht zur 1b des SC Bietigheim. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 18. Oktober (20 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) statt, wenn die Baden Rhinos aus Hügelsheim zur Finalrevanche nach Heilbronn reisen.
(Klaus Drienko)