Eisbären

Erfolgreicher Jahresabschluss – die Eisbären gewinnen 10:3

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Mit einem überzeugenden 10:3 (4:0, 3:3, 3:0)-Sieg beim EC Eppelheim haben die Eisbären Heilbronn das Jahr 2014 erfolgreich beendet.

Trainer Kai Sellers musste beim letzten Spiel des Jahres auf einige seiner Spieler verzichten. Neben den immer noch verletzten Stefan Schrimpf und Sven Breiter fehlten Milan Liebsch, Patrick Luschenz, Haiko Hirsch, Neuzugang Andrej Kaufmann sowie die beiden Goalies Anton Lukin und Tobias Amon. Dafür kam erstmals John Kraiss, zum Einsatz – ebenso wie Routinier Sascha Bernhardt, der kurzfristig für Patrick Luschenz einsprang.

Obwohl das Spiel im Eppelheimer Ice House stattfand, hätte man meinen können, dass die Eisbären ein Heimspiel bestritten. Angefeuert von ca. 80 Fans – davon waren allein 50 mit dem Fanbus des Eisbären-Partners Götz Gruppe gekommen – gingen die Eisbären hoch motiviert in die Partie und gingen nach nicht einmal zwei Minuten durch einen Treffer von Leo Kreps mit 0:1 in Führung. Für den nächsten Höhepunkt sorgten Igor Filobok und Dennis Hambrecht, die sich in der 10. Minute einen Fight lieferten und jeweils mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe bedacht wurden.

In der Folge hatten die Eisbären die Partie vollkommen im Griff, ohne dabei spielerisch glänzen zu müssen. Konsequent zuende gefahrene Checks, sicher gespielte Pässe und eine effektive Chancenverwertung reichten aus, um nach dem ersten Drittel durch Tore von Felix Kollmar (11.), Axel Hackert (17.) und einen Powerplay-Kracher von Pascal Schoofs (19.) mit 0:4 in Führung zu liegen.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels sahen die Fans souveräne Eisbären. Arno Metz legte in der 22. Minute für Leo Kreps auf, der zum 0:5 verstreckte. Das Tor des Tages folgte dann in der 24. Minute. Felix Kollmar lupfte die Scheibe in Unterzahl aus dem eigenen Drittel heraus, sie flog entlang der Hallendecke und landete zwei Meter vor dem Eppelheimer Goalie direkt auf dem Schläger des durchgestarteten Axel Hackert, der sie aus vollem Lauf in die Maschen donnerte.

Doch so langsam schlichen sich erste Unachtsamkeiten bei den Eisbären ein. Arno Metz passte an der eigenen blauen Linie quer – direkt auf die Kelle von Alexander Erdmann. Dieser bediente Roman Gottschalk, und der überwand Kevin Yeingst zum 1:6 (31.). Pascal Schoofs stellte zwar in doppelter Überzahl in der 33. Minute den alten Abstand wieder her, doch nun folgte die schwächste Phase der Eisbären, die mit eigenen Fehlern den Gegner stärkten. Logische Folge waren die Treffer von Uli Stadler (38.) zum 2:7 und Roman Gottschalk (39.) zum 3:7. Die Eisbären waren froh, dass diese Phase durch die zweite Pause unterbrochen wurde.

Doch auch der Start des Schlussdrittels schien im Zeichen der Gastgeber zu stehen. Nach 25 Sekunden bejubelten sie das 4:7, das dem Spiel nochmal eine interessante Wendung hätte geben können. Doch der Treffer fand keine Anerkennung, und als im direkten Gegenzug Manuel Pfenning zum 3:8 traf, war das Spiel vollends entschieden. Die letzten Zweifel beseitigte in der 42. Minute John Kraiss mit seinem ersten Tor für die Eisbären zum 3:9.

Was dann in der letzten Viertelstunde vor sich ging, hatte mit Eishockey nicht mehr viel zu tun. Die Eppelheimer Spieler versuchten, die Eisbären durch mehr oder weniger versteckte Fouls zu provozieren – was ihnen zum Teil auch gelang, denn die Cracks um Kapitän Felix Kollmar wussten sich zu wehren und wanderten meist gemeinsam mit dem Gegner in Massen auf die Strafbank. Hauptschiedsrichter Beck verteilte über die 60 Minuten hinweg stolze 123 Strafminuten – 24 + 10 für Brozicek + Spieldauerstrafe für Filobok auf Seiten der Eisbären, 16 plus je eine Spieldauerstrafe für Dennis Hambrecht und Dominik Dech auf Eppelheimer Seite.

Die Eisbären versuchten, die Partie vollends unbeschadet zu überstehen. Bei der Spielweise, die die Gastgeber im letzten Drittel an den Tag legten, bestand das Spiel der Eisbären nur noch darin, Verletzungen zu vermeiden. Eher zufällig gelang Manuel Pfenning mit der Schlusssirene per abgefäschtem Schuss noch das Tor zum 3:10-Endstand.

Eisbären-Coach Kai Sellers war wegen der überharten Gangart des Gegners verwundert: „Was wollen sie bei dem Spielstand mit solchen überharten Aktionen bezwecken? Das war komplett unnötig, und so kenne ich Eppelheim eigentlich nicht. Das haben sie nicht nötig.“

Jetzt gehen die Eisbären in die wohlverdiente Weihnachtspause, ehe sie am 4. Januar mit einem Heimspiel gegen den EV Ravensburg ins Jahr 2015 starten.

Wir wünschen allen Eisbären-Fans ein schönes Weihnachtsfest!