Eisbären

Fantastisches Mitteldrittel bringt einen 8:3-Sieg in Bietigheim

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Mit 8:3 (0:1, 6:0, 2:2) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel beim Tabellendritten SC Bietigheim vor 1300 Zuschauern klar gewonnen.

Obwohl die Vorzeichen für den Tabellenführer nicht die besten waren – man konnte in der letzten Woche nur einmal trainieren und hatte zuvor zweieinhalb Wochen gar nicht trainiert, dazu fehlte Spielmacher Manuel Pfenning – zeigte das Team erneut eine engagierte und überzeugende Leistung. Von Beginn an entwickelte sich eine schnelle Partie, und nach zehn Minuten jubelten die Eisbären das erste Mal. Axel Hackert hatte in einer unübersichtlichen Situation die Scheibe unter Steelers-Goalie Max Häberle durch gestochert. Doch war die Scheibe auch wirklich über der Linie? Schiedsrichter Plitz entschied auf kein Tor – es blieb beim 0:0.

Eine umstrittene Szene folgte dann in der 12. Minute. Die Faust von Eisbären-Goalie Kevin Yeingst landete bei einem Gerangel vor dem Heilbronner Tor im Gesicht eines Gegenspielers, und der Schiedsrichter entschied zum Entsetzen der Eisbären auf Matchstrafe wegen eines Faustschlags. Muss man bei dieser Situation gleich auf Matchstrafe entscheiden oder würde auch eine 2+2 Minuten Strafe ausreichen? „Der Schiedsrichter hat so entschieden und wir müssen damit leben, dass Kevin jetzt für ein paar Spiele gesperrt werden wird. Die Situation hätte es so aber gar nicht geben dürfe, da muss Kevin wegfahren und die Verteidiger die Situation regeln lassen“, meinte Trainer Kai Sellers nach dem Spiel.

Während Yeingst nun duschen ging, nahm Anton Lukin dessen Stelle im Tor der Eisbären ein, die nun fünf Minuten in Unterzahl überstehen mussten. Lukin war noch nicht richtig im Spiel, da schlug die Scheibe auch gleich im Tor der Eisbären ein. Timo Quast hatte nach genau 13 Minuten einen Schuss von Marcel Santi unhaltbar zum 1:0 abgefälscht. Da sich nun auch noch Milan Liebsch eine Strafe einfing, verbrachten die Steelers fast sieben Minuten in Überzahl. „Da hätten sie mehr draus machen müssen, das war am Ende der Knackpunkt und war mit entscheidend für unseren Sieg“, so Kai Sellers.

So aber verstieß der Bietigheimer Mathieu Wöhrle sieben Sekunden vor dem Drittelende gleich zweimal gegen die Regeln und kassierte vier Strafminuten, was die Eisbären wieder zurück ins Spiel bringen sollte. Nach nicht mal zwei Minuten im zweiten Drittel glich Kapitän Felix Kollmar schon zum 1:1 aus, und nur 22 Sekunden später brachte John Kraiss die Eisbären mit 2:1 in Führung.

Nun gelang dem Titelverteidiger fast alles. Leo Kreps traf aus der Drehung zum 1:3 (28.) und John Kraiss setzte sich eine Minute später eins gegen eins durch und schraubte das Ergebnis auf 1:4 (siehe sein Jubel auf dem Foto). Überhaupt prägte die zweite Reihe mit Milan Liebsch, Leo Kreps und John Kraiss das Spiel und war am Ende an sechs der acht Heilbronner Tore beteiligt.

Patrick Luschenz (33.) und Milan Liebsch (35.) komplettierten den Torreigen in einem fantastischen zweiten Drittel, in dem die Eisbären aus einem 0:1 ein 6:1 machten – wohlgemerkt nicht gegen den Tabellenletzten, sondern gegen einen der schärfsten Widersacher!

Im Schlussdrittel flachte die Partie dann zusehends ab, das Spiel war entschieden. Dennoch bekamen die 1300 Fans noch vier weitere Tore zu sehen. Marco Windisch verkürzte auf 2:6 (50.), ehe Igor Filobok und Leo Kreps in der 53. Minute innerhalb von 19 Sekunden das 2:7 und 2:8 machten. Den Schlusspunkt setzte Marcel Neumann in der 54. Minute mit seinem Tor zum 3:8-Endstand.

Die Eisbären empfangen nun am kommenden Sonntag um 19.15 Uhr den EHC Freiburg 1b in der Kolbenschmidt  Arena.