Eisbären

Freiburg legt die Messlatte mit dem 8:1-Sieg sehr hoch

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Mit einem 8:1 (3:1, 3:0, 2:0)-Sieg über die Eisbären Heilbronn hat der EHC Freiburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass der Weg zur Meisterschaft der Regionalliga Südwest in diesem Jahr nur über die Breisgauer führt. Das Team von Trainer Thomas Dolak legte dabei die Messlatte für die anderen Mannschaften sehr weit nach oben – ob erreichbar oder unerreichbar, das wird sich an den kommenden Wochenenden zeigen.

Trotz der klaren Niederlage waren es die Eisbären, die am Anfang das erste Ausrufezeichen setzten. Felix Kollmar bediente in der 3. Minute in Überzahl mustergültig den freistehenden Milan Liebsch, der die Scheibe zum 0:1 ins Tor bugsierte. Freiburg schlug jedoch zwei Minuten später zurück und glich durch Christian Böcherer zum 1:1 aus. Es schien nun das erwartete Topspiel zu werden, denn das Spiel besaß Tempo, gute Chancen, klasse Torwart-Paraden und harte Checks.

Doch nach zehn Minuten wirkten die Eisbären plötzlich gehemmt, während die Gastgeber weiterhin volles Tempo gingen und das Tor von Eisbären-Keeper Max Dürr berannten. Der 19-Jährige behielt bei seinem ersten Senioren-Spiel von Beginn an die Nerven und avancierte zum besten Spieler der Eisbären – und dies vor der beeindruckenden Kulisse von 1200 Zuschauern.

In der 15. Minute kam, was kommen musste: Lutz Kästle erzielte bei doppelter Überzahl das 2:1 für Freiburg. Diesem ließ Timo Preuß kurz vor der ersten Pause noch das 3:1 folgen, als er Dürr mit einem „Bauerntrick“ überwand.

Von diesem Moment an hatten die Eisbären den überragenden Gastgebern nichts mehr entgegen zu setzen. Stets waren die Dolak-Schützlinge einen Schritt schneller, so dass das Aufbauspiel der Eisbären meist schon im eigenen Drittel entscheidend gestört wurde.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt und bedarf aus Heilbronner Sicht keiner großen Beschreibung mehr. Böcherer (33.), Linsenmaier (34.) und Kunkler (36.) schraubten das Ergebnis bis zur zweiten Pause auf 6:1. Tobias Kunz (49.) und Nico Linsenmaier (58.) sorgten für den 8:1-Endstand.

Kurz vor dem Ende hagelte es noch Strafen für die Eisbären. Erst kassierte Daniel Brendle eine 10-minütige Disziplinarstrafe für einen Check von hinten, dann musste Alex Weiß für hohen Stock mit Verletzungsfolge vorzeitig duschen gehen.

Angesprochen auf die Meisterschafts-Ambitionen der Eisbären, erklärte Trainer Kai Sellers bei der anschließenden Pressekonferenz, dass das primäre Ziel nun erstmal das Erreichen eines der ersten vier Plätze und damit der Playoffs sei. „Wir hatten heute keine Chance, aber wir freuen uns schon auf das Rückspiel in Heilbronn“, so der Coach, der die Klasse des Gegners neidlos anerkannte und dem EHC Freiburg zu dessen tollen Fans gratulierte. „1200 zahlende Zuschauer, die über 60 Minuten Stimmung machen – darum beneiden viele Vereine den EHC.“