Eisbären

Geglückte Generalprobe – vier Filobok-Tore beim 10:3-Sieg

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Milan Liebsch, Leontin Kreps, Pascal Schoofs, Stefan Schrimpf, Daniel Brendle, Kevin Yeingst – eine Liste von Spielern, die bei den meisten Teams der Regionalliga Südwest wohl die „Starting Six“ bilden würden. Bei den Eisbären Heilbronn war dies jedoch am Samstag abend die Liste der Ausfälle, auf die Coach Kai Sellers beim schweren Auswärtsspiel bei den Baden Rhinos Hügelsheim verzichten musste. Dass sein Team den alten Rivalen dennoch mit sage und schreibe 10:3 (3:0, 4:1, 3:2) aus dessen Festung am Baden Airpark schoss, machte Sellers einmal mehr fast sprachlos.

Das Spiel war gerade mal eine Minute alt, als John Kraiss das 0:1 vorlegte. Mit einem Doppelschlag von Igor Filobok (Foto) in der 10. und 11. Minute unterstrichen die Gäste, dass es in diesem Spiel nur einen Sieger geben konnte. Eine Schrecksekunde gab es eine halbe Minute vor der Drittelpause, als Rhinos-Goalie Christian Sess durch einen Schuss an den Hals verletzt wurde und die Referees daraufhin das Drittel frühzeitig beendeten und die fehlende Zeit dann nach der Pause anhängten.

Auch im mittleren Spielabschnitt dominierten die Gäste, die das Ergebnis durch Tore von Marc Oppenländer (23.), Arno Metz (28.) und Manuel Pfenning (31.) auf 0:6 schraubten, ehe die Rhinos ihr erstes Erfolgserlebnis hatten. Cedrick Duhamel traf zum 1:6 (32.). Igor Filobok stellte in der 36. Minute den Sechs-Tore-Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel wechselte Sellers dann Goalie Anton Lukin für Tobias Amon ein, der an seiner alten Wirkungsstätte gleich nach 48 Sekunden einen Duhamel-Schuss zum 2:7 passieren lassen musste. Wollten die Rhinos etwa nochmal zur Aufholjagd blasen? Mitnichten, denn Andrej Kaufmann und Marc Oppenländer machten in der 46. Minute mit einem Doppelschlag binnen 17 Sekunden vollends alles klar. Zwar verkürzte Andy Mauderer zwei Minuten vor dem Ende auf 3:9, das war es dann aber auch schon von Hügelsheimer Seite. Igor Filobok war es in der Schlussminute vorbehalten, das Ergebnis mit seinem vierten Treffer zweistellig zu machen und unter dem Jubel der mitgefahrenen Heilbronner Fans den Schlusspunkt unter dieses Spiel zu setzen.

„Eine klasse Mannschaftsleistung“, konstatierte Trainer Kai Sellers nach Spielende.

Einen Wermutstropfen gibt es für die Eisbären dennoch: Routinier Andrej Kaufmann ließ sich fünf Minuten vor dem Spielende durch Provokationen seines Gegenspielers Michael Kick zu einem Kopfstoß hinreißen und bekam eine Matchstrafe aufgebrummt. Er wird den Eisbären für ein paar Spiele fehlen.

Mit diesem Sieg haben die Eisbären nicht nur eine gelungene Generalprobe für die Playoffs abgeliefert, sondern sie haben sich bei den Baden Rhinos auch für die einzige Niederlage in der Hauptrunde beim 3:4 nach Penaltyschießen im Hinspiel eindrucksvoll revanchiert. Der Titelverteidiger hat in den 18 Hauptrunden-Spielen 52 Punkte erspielt und dabei bei 47 Gegentoren selbst 138 Treffer erzielt.

Am kommenden Freitag, den 6. Februar, beginnen um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen den EV Ravensburg die diesjährigen Playoffs. Die Oberschwaben, die über die meiste Zeit der Hauptrunde die „rote Laterne“ inne hatten, haben sich am Freitag durch einen 10:2-Sieg über den direkten Konkurrenten aus Freiburg den letzten noch verbliebenen Playoff-Platz gesichert. In den beiden Hauptrunden-Duellen hatten sich die Eisbären gegen Ravensburg mit 6:1 und 6:4 durchgesetzt.

Wie im vergangenen Jahr kommt das Team weiter in die nächste Runde, das zuerst zwei Duelle gewonnen hat.