Eisbären

Gleich zwei Heimspiele am Wochenende

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Eine Winterpause beim Wintersport Eishockey? Klingt ganz schön paradox – ist es aber nicht! Denn wieder einmal hat der Spielplan der Regionalliga Südwest den Eisbären Heilbronn eine mehrwöchige Spielpause verordnet, zugegebenermaßen begünstigt durch die Wetter bedingte Spielabsage des Auswärtsspiels in Schwenningen. Seit dem 21. November 2010 haben die Eisbären nur noch eine Partie bestritten – und zwar just gegen die Zweibrücken Hornets, die am Freitag (20 Uhr) als erster Gegner nach der „Winterpause“ in der Heilbronner Eishalle gastieren. Nicht mal 48 Stunden später, am Sonntag (19.30 Uhr), empfangen die Eisbären dann den unangefochtenen Spitzenreiter Stuttgart Rebels am Heilbronner Europaplatz.

Man sollte meinen, dass der Underdog aus Zweibrücken gerade richtig kommt, damit sich das ambitionierte Eisbären-Team auf das Topspiel am Sonntag gegen Stuttgart vorbereiten kann. Doch weit gefehlt, denn die Eisbären haben mit den Hornets noch eine gewaltige Rechnung offen, die beglichen werden muss. Dabei geht es nicht nur um eine Revanche für die am 12.12. überraschend erlittene 2:6-Niederlage in Zweibrücken, sondern vor allem um die Tatsache, dass die Pfälzer durch ihre ungestüme, überharte Spielweise mit Heiko Vogler und Marc Oppenländer gleich zwei Spieler schwer am Knie verletzten. Während Oppenländer mit einem Innenbandriss noch vergleichsweise glimpflich davon kam, mussten bei Heiko Vogler Kreuz-, Innen- und Außenbänder im rechten Knie operiert werden.

Dafür, dass die drei Punkte gegen Zweibrücken trotz des Ausfalls des wohl besten Spielers der Liga in Heilbronn bleiben, sollen die drei Dezember-Neuzugänge Igor Dorochin, David Vetsch und Jozef Jambor sorgen. Vor allem auf Jambor setzen die Eisbären hohe Erwartungen, gehörte der Slowake doch in der letzten Saison in Reihen der Stuttgart Rebels zu den Top-Stürmern der Liga. Sein Mitwirken soll dazu beitragen, dass die Eisbären nicht nur am Freitag gegen Zweibrücken, sondern auch am Sonntag gegen Tabellenführer Stuttgart punkten. Die Rebellen aus der Landeshauptstadt sind jedoch nach holprigem Start in die Saison immer besser in Schuss gekommen und wurden in den letzten Wochen ihrer Rolle als Topfavorit voll und ganz gerecht. Ganze elf Punkte beträgt inzwischen der Vorsprung auf den bis auf Platz vier durchgereichten Mitfavoriten Eisbären – eine Tatsache, der die Eisbären mit zwei Siegen am Wochenende entgegen steuern möchten.