Eisbären

Heilbronner Eishockeyfest mit torhungrigen Eisbären

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1400 Fans erlebten am Freitag in der Kolbenschmidt Arena ein Eishockeyfest, das unter dem Motto „Eishockeystadt Heilbronn“ stand und das in der über 30-jährgen Heilbronner Eishockeygeschichte seinesgleichen sucht. Am Ende siegten die Eisbären Heilbronn gegen den Aufsteiger Heilbronner EC sehr deutlich mit 17:3 (5:1, 7:2, 5:0).

Doch bevor das zweite Heilbronner Eishockey-Derby beginnen konnte, hatten die Eisbären-Macher ein umfangreiches Rahmenprogramm vor das erste Bully gesetzt.

Bereits nach dem Warmlaufen stellte sich das Team der Eisbären zum Gruppenfoto mit der Hochzeitsgesellschaft von Marina und Thomas Eckstein auf. Die beiden Mitglieder des Eisbären-Fanclubs Tornados Unterland hatten am Freitag geheiratet und ließen den Abend beim Heilbronner Derby ausklingen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an die beiden!

Das nächste Highlight kam dann beim Einlaufen der beiden Teams, die gemeinsam mit 30 Nachwuchs-Cracks der Jungfalken auf das Eis kamen und bis zum nächsten Programmpunkt ihre Runden drehten – einem Foto, das an Symbolik zum Thema Eishockeystadt Heilbronn nicht mehr zu überbieten war.

Beide Teams stellten sich zum Gruppenfoto mit den jungen Cracks auf und erhielten dabei Verstärkung durch die Ehrengäste der Eisbären: Sportbürgermeisterin Agnes Christner, Karin Schüttler (Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts), Markus Otten (Vorsitzender Stadtverband für Sport Heilbronn) und dem Käthchen von Heilbronn, Franziska Müller. Letztere führte nach dem gemeinsamen Foto das symbolische Anfangsbully durch, und dann konnte das Spiel beginnen.


Von Beginn an nahmen nicht wie erwartet die favorisierten Eisbären das Heft in die Hand, sondern die Gäste vom Heilbronner EC. Zehn Minuten lang machte das Team von Trainer Milan Maruschka Druck auf das von Tobias Amon gehütete Tor, ehe die Eisbären zum ersten Mal gefährlich vor das HEC-Tor kamen.

Doch der erste Schuss, der saß gleich: Maxim Schleicher nahm einen Pass von Igor Filobok volley und zimmerte die Scheibe zum 1:0 ins Tor. Knappe vier Minuten später hüteten Moritz Muth und Patrick Eisele zusammen die Strafbank des HEC, als Pascal Schoofs das 2:0 erzielte. Goalie Patrick Seeger hatte den Schlagschuss zwar noch bremsen können, doch rutschte die Scheibe vollends über die Linie.

Nun ging es Schlag auf Schlag. 30 Sekunden nach dem 2:0 erhöhte Leo Kreps auf 3:0, weitere 28 Sekunden danach verkürzte Alexander Karachun zum 3:1. Auch der nächste Doppelschlag ließ nicht lange auf sich warten. Patrick Luschenz und Axel Hackert schraubten das Ergebnis in der 16. Minute innerhalb von 32 Sekunden auf 5:1.

HEC-Goalie Seeger verließ nach dem 5:1 den Kasten und machte Platz für seinen Kollegen Rene Werner. Dieser hielt seinen Kasten zwar bis zur Pause sauber, jedoch dauerte sein Arbeitstag auch nur bis zur 30. Minute an. Axel Hackert (24./29.), Patrick Luschenz (27.) und Benjamin Brozicek (27./30.) schraubten das Ergebnis bei einem Gegentreffer von Karachun (25.) bis zur Spielmitte auf 10:2, und Werner räumte das Tor, so dass Seeger seine zweite Schicht an diesem Abend antreten musste.

Doch wer auch den HEC-Kasten hütete, das Duell Stürmer gegen Goalie fiel fast immer zu Gunsten der Eisbären-Angreifer aus. Seeger war gerade mal wieder 11 Sekunden auf dem Eis, da klingelte es erneut, und Manuel Pfenning erhöhte auf 11:2. Thomas Bernwald verkürzte in der 37. Minute auf 11:3, doch abermals Pfenning stellte den Neun-Tore-Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel legten die Eisbären durch zweimal Hackert (41./51.), Alex Keterling (45.), Arno Metz (57.) und Milan Liebsch 12 Sekunden vor dem Ende nochmal fünf Tore zum 17:3-Endstand nach.

„Wir wussten, dass der HEC ohne seine Nummer eins Dustin Haloschan im Tor spielen würde“, sagte Eisbären-Coach Kai Sellers nach dem Spiel. „Doch von diesem vermeintlichen Schwachpunkt des Gegners wollten wir uns nicht zu Nachlässigkeiten verleiten lassen. Wir wollten voll konzentriert unser Spiel durchziehen, und das ist uns gut gelungen. Heute hat man gesehen, wieviel in unserer Liga ein guter Torhüter ausmachen kann, denn der HEC war keinesfalls um 14 Tore schlechter.“

Für die Eisbären geht es nun am Sonntag, den 21. Dezember, bei den Eisbären Eppelheim weiter. Diese haben am Freitag nach zuvor vier Siegen in Folge in Bietigheim mit 2:5 verloren.