Eisbären

“Kopf-an-Kopf-Rennen” geht an Bietigheim

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Die Anzeichen, dass die Hauptrundenpartie in der Regionalliga Südwest zwischen dem SC Bietigheim-Bissingen und den Eisbären Heilbronn ein großes Spiel werden könnte, waren schon vor der Begegnung deutlich zu erkennen. Auf der einen Seite der Meister aus Heilbronn, entschlossen, seinen Titel zu verteidigen, mit zwei Kantersiegen in die Saison gestartet. Auf der anderen Seite der aufstrebende Neuling aus Bietigheim, ebenso entschlossen, den Etablierten der Liga gehörig in die Suppe zu spucken, ebenso noch mit weißer Weste in der noch jungen Saison. Eine gewaltige Duftmarke gab es schon am letzten Wochenende, als das Team vom Ellental Vorjahresfinalist Baden Rhinos Hügelsheim auf deren schwer zu spielenden nordamerikanischen Eisfläche bezwang. Und auch das Duell mit dem Meister aus der Käthchenstadt ging nach einer mitreißenden Begegnung in einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen schlussendlich an die Enzstädter, die gegen die Mannschaft von Trainer Kai Sellers mit 4:3 (1:1/1:1/2:1) die Oberhand behielten. Für die Eisbären war es die erste Niederlage in einer Hauptrundenpartie Play-offs ausgenommen) seit dem Frühjahr 2012.
Von Beginn an entwickelte sich ein hohes Tempo, wobei sich beide Teams auch im Bewusstsein, dass sich zwei Titelkandidaten gegenüberstanden, nichts schenkten. Den besseren Auftakt hatte in Minute 11 der Gastgeber, der in Person von Marcel Neumann in Überzahl zum 1:0 traf. Zwar konnten die Eisbären durch Stefan Schrimpf nach Vorlage von Benjamin Brozicek ausgleichen, dennoch bleibt festzuhalten, dass sich die Eisbären mit dem druckvollen Spiel der Bietigheimer in Spielabschnitt Eins sehr schwer taten.
Immerhin, das Power Play funktionierte bei den Eisbären. In der 25. Minute traf Dominique Hensel nach Vorlage von Heiko Vogler und Milan Liebsch zum Führungstreffer für die Gäste. Das Spiel wurde nun ruppiger und aggressiver. Die Strafen auf beiden Seiten häuften sich. Kein Wunder, Bietigheim hatte nicht vor, die Punkte aus der Stadt zu lassen. Das mussten sie auch nicht. Andrej Kaufmann besorgte in der 38. Minute den Ausgleich.Das sollte es jedoch aus Bietigheimer Sicht noch nicht gewesen sein. In einem auch im Schlussdrittel trotz des hohen Tempos intensiven Match hatten die Mannen von der Enz in der 53. Minute durch Timo Härkönen scheinbar die finale
Antwort mit dem 3:2-Führungstreffer parat. Die Eisbären steckten jedoch nicht auf und erzielten den erneuten Ausgleich (55.). Dominique Hensel erzielte seinen zweiten Tagestreffer bei doppelter Überzahl. Aufgelegt hatte Sven Breiter.
Das Problem aus Heilbronner Sicht war am vergangenen Sonntag dann schlussendlich aber, dass auch Bietigheim weiß, wie Power Play geht. Nicholas Redmon erzielte in der 57. Minute den Endstand zum 4:3 in Überzahl. Fazit: Ein hochklassiges und kampfbetontes Derby zweier Mannschaften, die sich nichts schenkten, entschied der SC Bietigheim-Bissingen am Ende auf der Zielgeraden für sich. Das Quäntchen Glück mag am Ende den Ausschlag gegeben haben, dennoch ist der Sieg natürlich vollauf verdient.