Eisbären

Mit Sand im Getriebe zum 5:3-Sieg gegen Eppelheim

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Eisbären-Eppelheim_Moritz-Muth-Foto-Marcel-Tschamke

Einen Tag nach der Niederlage in Schwenningen haben sich die Eisbären Heilbronn auch gegen ihre Namensvettern aus Eppelheim schwer getan. Erst in den Schlussminuten konnte der knappe 5:3 (1:1, 1:0, 3:2)-Sieg unter Dach und Fach gebracht werden.

Gegenüber dem Schwenningen-Spiel konnte das Trainer Duo Pfenning-Bernhardt wieder auf Igor Filobok, Benjamin Brozicek, Daniel Brendle und Arno Metz zurückgreifen. Im Tor erhielt Stammkeeper Kevin Yeingst eine Pause. Für ihn kam Anton Lukin zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Die Gastgeber waren auf Wiedergutmachung für das Schwenningen-Spiel aus und legten ein hohes Tempo vor. Nach sechs Minuten bediente Manuel Pfenning den völlig freistehenden Stefan Schrimpf, der mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0 erzielte. Die Begegnung spielte sich zum großen Teil im Drittel der Gäste ab, die wie tags zuvor die Eisbären Heilbronn nur mit zehn Feldspielern angereist waren. Doch bei aller Heilbronner Übermacht fand man im hervorragenden Goalie Janis Wagner ein ums andere Mal seinen Meister.

Umso unglücklicher kam aus Heilbronner Sicht in der 15. Minute das 1:1 zustande. Erst ließ Anton Lukin die Scheibe unter den Schonern durchrutschen, dann kratzte ein Eisbären-Verteidiger den Puck von der Linie, um ihn direkt dem Eppelheimer Lukas Sawicki auf den Schläger zu legen, der zum 1:1 einschoss.

Im mittleren Spielabschnitt legten die Eisbären durch John Kraiss nach 53 Sekunden zum 2:1 vor. Auch weiterhin war man das spielbestimmende Team, jedoch glänzte man eher durch Einzelaktionen als durch durch das gewohnte Kombinationsspiel. Die Gäste nahmen dies dankend an und unterbanden diese Aktionen mit aufopferungsvollem Einsatz, so dass es bis zur zweiten Pause beim 2:1 blieb.

Erst in der 45. Minute konnten die 350 Zuschauer wieder jubeln, als Igor Filobok in Überzahl auf 3:1 erhöhte – bezeichnenderweise durch eine weitere Einzelaktion. Doch auch dies gab dem Titelverteidiger nicht die nötige Sicherheit, und abermals Sawicki brachte die Gäste auf 3:2 heran (47.).

Hektisch wurde es dann in der Schlussphase. Manuel Pfenning gelang in der 55. Minute das scheinbar erlösende 4:2, das jedoch noch lange nicht für die Entscheidung sorgte. Als Arno Metz eineinhalb Minuten vor dem Ende eine Strafe kassierte, setzte der Gästecoach alles auf eine Karte. Er nahm Janis Wagner zu Gusten eines sechsten Feldspielers vom Eis – und hatte damit Erfolg. Metz saß gerade mal 15 Sekunden auf der Strafbank, da traf Moritz de Raaf von der blauen Linie zum 4:3.

Die Partie stand buchstäblich bis zur letzten Sekunde auf der Kippe. Dann erlöste John Kraiss die Eisbären bei 59:59 Minuten mit seinem zweiten Treffer zum 5:3 ins leere Tor.

Headcoach Manuel Pfenning hat in der kommenden Woche einige Arbeit vor sich, stehen doch mit den Partien in Stuttgart und zuhause gegen Bietigheim zwei sehr schwere Spiele an. „Wir müssen endlich kapieren, dass es keine Selbstverständlichkeit ist die Spiele zu gewinnen. Wenn wir die zehn Prozent, die uns durch diese Einstellung momentan verloren gehen, wieder zulegen, dann werden wir wieder zurück zu der Leichtigkeit finden, die wir in den ersten Saisonspielen hatten“, so der Topscorer und Headcoach in Personalunion.