Eisbären

Munteres Scheibenschießen gegen Zweibrückener Not-Kader

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Im letzten Spiel der Regionalliga-Hauptrunde haben die Eisbären Heilbronn gegen die Zweibrücken Hornets mit 18:3 (3:1, 9:1, 6:1) gewonnen.

Was sich nach einer überragenden Leistung der Eisbären anhört, war aber eher ein Muster ohne großen Wert.

Natürlich spielten die Cracks um Kapitän Felix Kollmar ein sehr gutes Eishockey. Schaut man sich jedoch den Kader der Gäste an, relativiert sich dies. Mit den beiden Goalies Niklas Hirtz und Marcel Kappes sowie den Feldspielern Stephen Brüstle, Julian Wendland, Stephan Machura, Miroslav Hantak und Benjamin Anken waren nur sieben Spieler mit von der Partie, die auf der Hornets-Homepage der ersten Mannschaft zugeordnet werden. Der restliche Kader bestand aus sechs 1b- und Jugend-Spielern wie dem erst 16-jährigen Marco Voltz, der zum Spieler des Abends seines Teams gewählt wurde.

Die Gäste kämpften aufopferungsvoll, waren jedoch von Anfang an auf verlorenem Posten. Marc Oppenländer (Foto) eröffnete mit seinem ersten Saisontreffer den Torreigen bereits nach 61 Sekunden. Es sollte überhaupt der Abend des 27-Jährigen werden, der laut offiziellem Spielberichtsbogen auf vier Treffer kam, dem seine Teamkollegen aber tatsächlich erzielte fünf Tore zugeschrieben haben und der zum Heilbronner Spieler des Abends gewählt wurde.

Überhaupt liest sich die Torschützenliste aus diesem Spiel ziemlich ungewöhnlich, betrachtet man die teaminterne Scorerwertung. Zu verdanken war dies dem Fehlen von Axel Hackert, Sven Breiter und Haiko Hirsch. Marc Oppenländer ersetzte Axel Hackert an der Seite von Manuel Weibler und Marc Bruns. Alex Keterling durfte an Breiters Position neben Milan Liebsch und Leo Kreps ran, und Patrick Luschenz nahm in der dritten Reihe den Platz von Haiko Hirsch neben Dominique Hensel und Benjamin Brozicek ein.

Mit dieser Aufstellung bewies Trainer Kai Sellers ein „goldenes Händchen“: Patrick Luschenz traf – laut offiziellem Spielberichtsbogen – fünfmal, Marc Oppenländer viermal und Alex Keterling dreimal. Die restlichen Treffer steuerten Daniel Brendle (2), Marc Bruns (2), Leo Kreps und Benjamin Brozicek bei.

Ein Wermutstropfen trübte die Freude der Eisbären über den Sieg: Dominique Hensel wird in dieser Saison nicht mehr für das Team auflaufen können, da er die vorzeitige Chance bekommen hat, sein für nach der Saison geplantes Auslandssemester in den USA anzutreten.