Eisbären

Playoffs, Baby! Eisbären qualifizieren sich mit 2:1-Sieg, Topscorer Liebsch bleibt

Veröffentlicht

Es ist geschafft, das Saisonziel ist erreicht! Mit einem an Spannung kaum zu überbietenden 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)-Sieg gegen die Stuttgart Rebels haben die Eisbären nicht nur Platz 2 der Regionalliga Südwest ergattert, sie haben sich auch für die Teilnahme an den ab dem zweiten März-Wochenende stattfindenden Playoffs qualifiziert.

Erst traf Topscorer Milan Liebsch zum 2:0, dann gab er bekannt, dass er auch in der Saison 2012/13 wieder für die EIsbären spielen wird.

Die 1687 Zuschauer in der Kolbenschmidt-Arena sahen von Anfang an couragiert auftretende Eisbären, denen der unbedingte Wille anzusehen war, die Playoff-Qualifikation mit einem „Dreier“ perfekt zu machen. Die beiden Teams hatten noch nicht richtig damit begonnen sich gegenseitig abzutasten, da konnten die Fans auch schon zum ersten Mal jubeln. Neil Witthöft saß in der 4. Spielminute gerade die erste Stuttgarter Strafe ab, als sich Kapitän Hansi Becker links durchsetzte und zum Schuss kam. Dieser wurde zwar von Rebels-Keeper Dusan Strharsky abgewehrt, die Scheibe landete aber direkt auf dem Schläger von Alexander Dexheimer, der keine Mühe hatte den Puck zum 1:0 in die verwaiste lange Ecke einzuschieben.

Die Eisbären waren klar spielbestimmend, ohne jedoch ihr Heil nur im Angriff zu suchen. Vielmehr arbeitete das Team auch in der Defensive sehr dizipliniert und ließ den Gegner nur selten gefährlich vor das Tor von Max Dürr kommen. Die größte Chance zum 2:0 hatten die heimischen Cracks dann in der 17. Minute, als die beiden Youngster Robin Platz und Patrick Luschenz zu zweit ein Break fuhren, jedoch am gut reagierenden Strharsky scheiterten.

Die nächste Großchance hatte in der 25. Minute Paul Gagnon auf dem Schläger, als er sich allein durchtankte, jedoch ebenfalls am Stuttgarter Goalie scheiterte. Hatte Dusan Strharsky bei diesen beiden Szenen noch geglänzt, musste er nur Sekunden nach der Gagnon-Chance dann doch zum zweiten Mal hinter sich greifen. Milan Liebsch hatte, bedrängt von zwei Gegenspielern, die Scheibe von der blauen Linie geschlenzt – eher ein Verlegenheits-Schlenzer als ein Torschuss, doch diesmal fand die Scheibe ihren Weg ins Netz zum viel umjubelten 2:0 (25.). Auch in der Folgezeit bestimmten die Hausherren das Spiel, ohne jedoch weitere Akzente setzen zu können.

Diese setzten dafür im letzten Drittel die Gäste, die nun plötzlich wesentlich aggressiver agierten und die Eisbären mehr und mehr in die Defensive drängten. Der Titelverteidiger schien nun endgültig verstanden zu haben, dass er es mit einem wesentlich stärkeren Eisbären-Team zu tun hatte als noch beim letzten Aufeinandertreffen, das die Landeshauptstädter mit 9:1 für sich entschieden hatten. Doch die Eisbären hielten dagegen und konnten sich immer wieder mit gefährlichen Kontern befreien. In der 54. Minute war es dann aber doch so weit. Gleich drei Eisbären-Cracks hatten auf der Strafbank Platz genommen und Alexander Schmidt konnte bei fünf gegen drei Überzahl zum 2:1 verkürzen.

Stutgart drängte nun auf den Ausgleich. Den Zuschauern stockte mehrfach der Atem, der Ausgleich lag in der Luft. Da kam es den Gastgebern nicht ungelegen, dass der umsichtig leitende Schiedsrichter Sven Faigle exakt eine Minute vor dem Ende den Stuttgarter Torschützen Schmidt mit einer vor allem auf Seiten der Rebels nicht unumstrittenen Strafe in die Kühlbox schickte. Die Schlussoffensive der Gäste war damit jäh beendet, und die Eisbären konnten den knappen 2:1-Sieg unter Dach und Fach bringen.

Mit diesem Sieg hat das Team von Coach Kai Sellers sein Minimalziel, die Playoff-Teilnahme, endgültig erreicht. Vieles deutet darauf hin, dass die beiden Teams dort in der ersten Runde gleich wieder aufeinander treffen werden. „Da werden die Karten dann wieder völlig neu gemischt“, waren sich Sellers und sein Stuttgarter Kollege Pavol Jancovic einig.

Doch noch bevor die beiden Coaches bei der Pressekonferenz zu Wort kamen, stahl ihnen Eisbären-Topscorer Milan Liebsch die Show, als er den Anwesenden im VIP-Raum verkündete, dass er auch in der kommenden Saison für die Eisbären spielen wird. „Das ist Wahnsinn, Milan ist einer der wichtigsten Spieler im Team und ich freue mich riesig, ihn auch 2012/13 wieder im Team zu haben.“ Von Moderator Klaus Drienko nach den Gründen für sein Bleiben gefragt, lobte Liebsch die fast professionellen Strukturen im Verein und die Arbeit des Managements. „Und im Team steckt sehr viel Potenzial. Ich möchte mit den Eisbären noch Einiges erreichen.“

In der nächsten Woche treten die Eisbären samstags beim aufstrebenden Tabellenvierten Baden Rhinos Hügelsheim an, der bei einem Sieg seine eigene Playoff-Teilnahme unter Dach und Fach bringen und den Eisbären und Rebels noch Platz zwei bzw. drei streitig machen könnte. Im Fanbus nach Hügelsheim sind immer noch ein paar Plätze frei. Wer nach die Eisbären nach dem riesen Spiel gegen Stuttgart auch nach Hügelsheim an den Baden Airpark begleiten möchte, kann sich unter alexander-franz@t-online.de für den Fanbus anmelden.