Eisbären

Rebels-Goalie Strharsky besiegt die starken Eisbären

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Trotz einer wesentlichen Lestungssteigerung gegenüber dem Schwenningen-Spiel der Vorwoche mussten sich die Eisbären Heilbronn dem Aufstiegsfavoriten Stuttgart Rebels mit 1:4 (0:1, 0:3, 1:0) geschlagen geben. Dabei waren die Gäste keinesfalls um drei Tore besser, sie hatten jedoch mit Torhüter Dusan Strharsky den Spieler auf dem Eis, der am Freitag abend den Unterschied ausgemacht hat.

Vor 1248 Zuschauern war schon in den Anfangsminuten klar, dass die Begegnung zurecht das Prädikat „Topspiel“ trug und die Eisbären wesentlich entschlossener zur Sache gingen als bei der 4:5-Niederlage gegen Schwenningen. Bereits nach 15 Sekunden hatte Sascha Bernhardt das 1:0 auf dem Schläger, er scheiterte jedoch an Strharsky. Nach zwei Minuten folgte dann die kalte Dusche für die Eisbären. Michael Filobok hatte noch nicht mal richtig auf der Strafbank Platz genommen, als Alexander Schmidt mit dem ersten Schuss aufs Tor von Marian Metz zum 0:1 für die Gäste traf.

Die Gastgeber ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und drängten vehement auf den Ausgleich, so dass der Stuttgarter Keeper zum meist beschäftigten Mann auf dem Eis wurde. Doch so überlegen die Eisbären auch waren – der Slowake stellte ein ums andere mal unter Beweis, dass er der wohl beste Torhüter der Liga ist. Trotz der drückenden Überlegenheit der Eisbären hielt er seinen Kasten bis zur ersten Pause sauber, so dass die Stuttgart Rebels mit einer glücklichen Führung in die Kabine gingen.

Wer nun gedacht hatte, dass die Eisbären die Gäste in den zweiten 20 Minuten weiter unter Druck setzen würden, sah sich getäuscht. Nach gerade mal 42 Sekunden traf Dennis Walther zum 0:2, und drei Minuten später erhöhte Cedrick Duhamel auch noch auf 0:3. Jetzt zeigte sich, weshalb die Rebels sich zurecht den Aufstieg in die Oberliga als Ziel gesetzt haben. Mit der Drei-Tore-Führung im Rücken spielten sie all ihre Routine aus, wogegen die Eisbären – sichtlich geschockt von den schnellen Gegentoren – den Faden verloren. Als Alexander Schmidt in der 26. Minute gar auf 0:4 erhöhte, war die Begegnung entschieden. Vielleicht wäre für die Eisbären noch ein Fünkchen Hoffnung aufgekeimt, hätte Felix Kollmar in der 34. Minute seinen Alleingang mit einem Tor abgeschlossen. Doch auch er fand in Strharsky seinen Meister.

Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären alles um den Spielstand zumindest besser aussehen zu lassen, doch schien Strharsky an diesem Abend unüberwindbar. Seine Vorderleute verwalteten den Vorsprung routiniert und taten dabei nur noch das Nötigste. 18 Sekunden vor dem Ende vermiesten die Eisbären dem Spieler des Abends dann doch noch den perfekten Abend, als Sascha Bernhardt mit einem satten Schuss von halblinks den Ehrentreffer erzielte. Gästetrainer Pavol Jancovic war demnach auch mächtig sauer wegen des späten Gegentreffers: „Wir wollten unbedingt den Shutout für Dusan erreichen, und dann haben wir ein paar Sekunden gepennt. Das ärgert mich.“

Eisbären-Coach Kai Sellers zeigte sich dagagen trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, wesentlich besser als letzte Woche. Dass Stuttgart stark sein würde, war klar. Wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft und wurden vom Torwart besiegt. Klar, es ist schade, dass wir verloren haben, aber ich bin dennoch stolz auf unser Team, das gezeigt hat, dass auch wir zurecht um die Meisterschaft mitspielen wollen.“

Am 10. Oktober wartet nun der nächste Mitfavorit auf die Eisbären, wenn sie um 19 Uhr zum ersten Auswärtsspiel der Saison in HD-Eppelheim bei den Rhein-Neckar Stars antreten müssen.

Die Torfolge:
0:1 (2) Schmidt (Walther/Duhamel) +1
0:2 (22.) Walther (Duhamel/Schmidt)
0:3 (24.) Duhamel (Ludwig/Schmidt)
0:4 (26.) Schmidt (Ludwig/Duhamel) +2
1:4 (60.) Bernhardt (Dexheimer/Vogler)

Strafzeiten:
Heilbronn 18 + 10 Minuten für Dexheimer
Stuttgart 18 + 10 Minuten für Bischoff