Eisbären

Shutout von Kevin Yeingst – die Eisbären grüßen von der Spitze

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Eppelheim-Bernwald

Einen Tag nach der 5:7-Niederlage in Hügelsheim haben die Eisbären Heilbronn wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und haben ihr Auswärtsspiel bei den Eisbären Eppelheim mit 7:0 (1:0, 1:0, 5:0) gewonnen. Goalie Kevin Yeingst konnte sich über den ersten Shutout der Saison freuen.

Die Eisbären konnten gegenüber dem Spiel in Hügelsheim wieder auf John Kraiss und Alex Keterling zurückgreifen, mussten dafür aber auf den für ein Spiel gesperrten Leo Kreps sowie auf Kapitän Felix Kollmar verzichten, der beim Samstagsspiel einen Schuss auf den Knöchel bekommen hatte. An seiner Stelle trug Arno Metz das „C“ auf der Brust – eine Tatsache, die der Nummer 24 leider kein Glück brachte. Arno Metz wurde im Schlussdrittel von der Kufe eines gegnerischen Schlittschuhs im Gesicht getroffen und trug einen langen und tiefen Cut davon, der im Krankenhaus genäht werden musste. Wir wünschen Arno an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung!

Es dauerte relativ lange, bis die Begegnung an Fahrt aufnahm. Erst nach zwölf Minuten hatten die Eisbären Heilbronn die erste zwingende Chance durch Thomas Bernwald, der jedoch am glänzend aufgelegten Keeper Janis Wagner scheiterte. Ganz langsam legten die Gäste ein paar Schippen in Sachen Tempo drauf und begannen damit, sich Chancen im Minutentakt zu erspielen. Erst scheiterte Manuel Pfenning noch an Wagner, doch dann brach Youngster Bernwald den Bann, als er – von Daniel Brendle mustergültig bedient – zwei gegnerischen Verteidigern davon eilte und zum 0:1 einschoss.

Im mittleren Spielabschnitt war der Titelverteidiger dann von Beginn an das dominierende Team, jedoch ließen die Angreifer vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen. Nur einmal konnte man Janis Wagner im zweiten Drittel überwinden, als der quirlige Sven Breiter mit einem millimetergenauen Pass den am langen Pfosten stehenden Benjamin Brozicek bediente, der die Scheibe volley zum 0:2 einnetzte.

Doch obwohl der knappe Vorsprung nach dem zweiten Drittel alles andere als beruhigend war, hatte man zu keiner Zeit den Eindruck, dass die Gastgeber das Spiel drehen könnten. Zu dominant war das Auftreten der Eisbären, die nach 40 Minuten ein Schussverhältnis von 48:18 Schüssen aufweisen konnten.

Im Schlussdrittel sollte sich die Überlegenheit dann endlich auch in Toren ausdrücken. Dem vermeintlichen 0:3 durch Patrick Luschenz wurde gleich nach Wiederanpfiff zwar wegen Torraumabseits noch die Anerkennung versagt, doch dann sorgte Manuel Pfenning in der 42. Minute mit einem trockenen Schuss in Überzahl endgültig für das dritte Eisbären-Tor.

Als sich dann im Anschluss Arno Metz schwer verletzte, mussten die ca. 50 mitgereisten Fans kurzzeitig befürchten, dass sich die geschockten Eisbären aus dem Konzept bringen lassen würden. Doch der Titelverteidiger fing sich schnell und erhöhte durch einen Doppelpack von Daniel Brendle (51. und 54.) auf 0:5. Verteidiger Brendle war nach dem Ausfall von Arno Metz zum Center der dritten Reihe umfunktioniert wurden und brachte gleich bei seinen ersten beiden Wechseln als Stürmer die Scheibe im gegnerischen Tor unter.

Die Gastgeber wollten nun unbedingt wenigstens noch zum Ehrentreffer kommen und warfen nochmal alles nach vorne, was den Eisbären Räume verschaffte, die sie vorher nicht hatten. Folglich hatte das Trio Pfenning, Schreyer, Kraiss eine Minute nach dem zweiten Brendle-Treffer sehr viel Platz um mit einer herrlichen Kombination das 0:6 zu erzielen. Janis Wagner, Eppelheims bester Mann an diesem Tag, verließ daraufhin entnervt seinen Kasten und machte Platz für seinen Backup Marcel König, der nach drei Minuten noch den zweiten Treffer von John Kraiss zum 0:7-Endstand hinnehmen musste. Nach 60 Minuten lautete das Schussverhältnis 74:23 Schüsse zu Gunsten der Eisbären Heilbronn.

Coach Sascha Bernhardt freute sich nach Spielende vor allem für seinen Goalie Kevin Yeingst: „Kevin hat sich heute mit dem Zu-Null ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht. Alle haben heute für ihn gekämpft, obwohl durch das gestrige Spiel gegen Ende die Beine schwer wurden.“

Durch die drei Punkte sowie die 5:7-Heimniederlage der Bietigheim Steelers Amateure im parallel stattfindenden Spiel gegen die Stuttgart Rebels konnten die Eisbären in der Tabelle an Bietigheim, Schwenningen und Zweibrücken vorbeiziehen und können nun als Tabellenführer Weihnachten feiern.

Am kommenden Sonntag, den 27.12. empfangen die Eisbären nun den EV Ravensburg in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena. Spielbeginn ist diesmal bereits um 18 Uhr.